kann ein zweithund zum einzelhund werden?

Mehrere Hunde in einem Haushalt.
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tanja
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kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#1

Beitragvon tanja » 04.11.2013, 20:10

Beitrag von tanja »

in letzter zeit mache ich mir häufig gedanken zu folgendem (auch wenn es vermutlich/hoffentlich erst in vielen jahren auf uns zukommt):

lucy war noch nie in ihrem leben ein einzelhund. emma tut ihr gut, sie orientiert sich sehr an ihr. ich habe das gefühl, lucy braucht emma, braucht ihre nähe - noch einmal ganz anders als unsere.
wie aber wird es für sie irgendwann einmal sein, wenn emma nicht mehr da ist? die beiden haben ja einen altersunterschied von 5 jahren. ist es für uns automatisch vorprogrammiert, dass wir dann wieder einen zweiten hund hinzunehmen "müssen"? oder kann ein hund, der nie ohne einen anderen hund an seiner seite gelebt hat, auch nach vielen jahren alleine glücklich werden/bleiben? oder interpretieren wir da als menschen zu viel 'rein und die hunde passen sich einer neuen lebenssituation viel besser an, als wir es und vorstellen können?

klar kann man das sicher nicht pauschal vorhersagen. jeder hund ist anders. mich würden aber dennoch eure erfahrungen hierzu -soweit vorhanden- interessieren.

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#2

Beitragvon jutta » 04.11.2013, 20:20

Beitrag von jutta »

Huhu Tanja,

schönes ipad haste :razz:

Die Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt. Hobi lebt sein lebenlang als Zweithund, Herr Mo war zumindest die ersten beiden Jahre Einzelhund.

Die sind so ein tolles Team und Hobi hat viel von Mo gelernt, orientiert sich viel an ihm. Doch ich glaube, bei Hobi muss es der richtige zweite Hund sein. Er wäre sonst eigentlich ein typischer Einzelhund, was Aufmerksamkeit, Beschäftigung, Aktivitäten etc. betrifft.
O.k. nun sind sie ja nur zwei Jahre auseinander und im günstigsten Fall, ist Hobi gar nicht so lange allein...
Wir würden ihm aber keinen neuen Hund an die Seite stellen, auch wenn es die erste Zeit ev. sehr schwer für alle wird.

Erfahrungen kann ich dir also nicht liefern, nur mal so meine Gedanken dazu :winkgrin:

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#3

Beitragvon Anita » 04.11.2013, 20:32

Beitrag von Anita »

Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit such schon gestellt. Gimli ist 1, 5 Jahre älter als Tharan. Tharan war noch nie ohne Gimli (leider haben wir das in der Erziehung versäumt und nicht daran gedacht). Wie kann er alleine bleiben, Gassi gehen, wie strukturiere ich den Alltag neu usw.
Alles Fragen die mehr und mehr kommen, ich nicht wirklich die Antwort weiß und hoffe, dass ich mir noch sehr lange Zeit lassen kann...

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#4

Beitragvon tanja » 04.11.2013, 20:49

Beitrag von tanja »

danke, jutta, gedanken regen ja bekanntlich an :winkgrin:

mmmhh, das klingt aber für mich, als ob hobi es schaffen würde als einzelhund, wenn herr mo in 26 jahren oder so ( :winkgrin: ) mal nicht mehr da sein sollte... und das ist doch irgendwie ein etwas beruhigendes gefühl, oder?
darf ich fragen, warum ihr keinen zweiten hund nach moritz hinzunehmen wollt? wegen des fortgeschrittenen alters von hobi? oder wollt ihr nicht?

lucy kann ich mir nur schwer als einzelhund vorstellen... sie ist ein hund, der sehr viel kontakt braucht, vor allem körperlich. wenn wir alle zusammen auf dem sofa lümmeln, muss sie z.b. in irgendeiner form mit irgendeinem körperteil jeden von uns/alle auf einmal berühren beim schlafen. liegen tut sie am liebsten ganz eng mit emma und ungern allein.
und lucy ist ein charakter, von dem ich mir vorstellen könnte, dass sie auch mit 9 jahren noch nicht "erwachsen" ist und immer noch gern mit welpen tobt...

@anita: es beruhigt mich, dass offenbar nicht nur ich mir so viele gedanken in die ferne mache!
um etwas vorzubauen, habe ich genau das auf die to-do-liste gestellt, als lucy bei uns einzog: lernen des ganz alleinebleiben von lucy. war ein hartes stück arbeit...
einmal die woche gehe ich mit beiden getrennt, um es aufrecht zu erhalten. denn mit einem jüngeren hund ist es natürlich leichter, so etwas zu erarbeiten.

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#5

Beitragvon jutta » 04.11.2013, 20:54

Beitrag von jutta »

tanja hat geschrieben: darf ich fragen, warum ihr keinen zweiten hund nach moritz hinzunehmen wollt? wegen des fortgeschrittenen alters von hobi? oder wollt ihr nicht?
Weil es eine wunderschöne Zeit mit zwei Hunden war, dieses Kapitel dann aber für uns abgehakt ist.
Auch denke ich, dass Hobi dann ja auch schon so alt ist, dass man ihm dies nicht mehr "zumuten" muss, sich auf einen neuen Hund einzustellen.

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#6

Beitragvon Silke » 04.11.2013, 20:56

Beitrag von Silke »

Ja, die Gedanken mache ich mir auch. Karla ist ja 5 Jahre alt und war noch nie ohne Fine (10). Geplant ist eigentlich, dass Karla, wenn es denn mal so weit ist, Einzelhund wird und es hoffentlich genießt, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu haben. Meine Mutter (die ja meine Mädchen betreut, wenn ich arbeite und mit ihnen spazieren geht) wird ja auch nicht jünger und sie hat jetzt schon Schwierigkeiten beide Mädchen zu halten, wenn sie auf Katze sind. Zwei Beagles wären dann für sie wahrscheinlich nicht zu halten.

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#7

Beitragvon Binebear » 04.11.2013, 21:12

Beitrag von Binebear »

Hmm, bei uns ist Bailey, die ja 3 Jahre jünger als Jacky ist, ja eher eine Einzelgängerin. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass sie auch ohne Jacky klarkommt. Jacky ist zwar anhänglicher, aber vor allem an uns. Nach einer Übergangszeit könnte ich mir auch bei ihm vorstellen, dass er alleine bei uns klarkommt.

Daher mach ich mir nicht so große Sorgen, kann aber Eure Gedanken sehr gut verstehen. Bailey war 2 1/2 Jahre Einzelhund, Jacky 4 Jahre lang.

Ina

#8

Beitragvon Ina » 04.11.2013, 21:38

Beitrag von Ina »

Ich hatte vor den Beagles ja auch zwei Yorkies. Willy, der 3 Jahre jüngere war der typische Zweithund: orientierte sich total an Eddy, blieb sein Leben lang irgendwie welpig, albern, spielig, eben der Kleine.
Als Eddy starb, schloß sich Willy ziemlich pragmatisch noch mehr an uns an. Das was er sonst mit Eddy gekuschelt hatte, machte er eben mit uns oder Kater Pollum.Ich hatte nicht das Gefühl, er würde (nach etwa 2 Wo) noch sehr stark leiden. Vielleicht lag es auch daran, dass er selbst schon etwa 15,5 war. Aber wie schon geschrieben, war er fit bis zu seinem letzten Tag ein Jahr später, hat also nie gezeigt, dass ihm etwas zu viel wäre.

Bei Whisky und Scott ist zwar Whisky nach Jahren der Jüngere, aber seit jeher der Ersthund. Er liebt es, andere Beagle um sich zu haben. Scotty wär aber, wenn sein Sicherheitspol vor ihm ginge, sicher lieber Einzelhund. Ihn stört jegliche Unruhe, Stress und Unbekanntes. Da verlässt er sich momentan 100%g auf Klärung durch den Großen. Wäre der nicht mehr da, würden wir ihm vollauf genügen.

Gast

#9

Beitragvon Gast » 04.11.2013, 23:22

Beitrag von Gast »

Genau diesen Fall habe ich ja leider gerade
Frida war immer in Rudelhaltung und kam als Zweithund zu uns. Einzelhund sein kannte sie nicht.
Nachdem wir Paul einschläfern lassen musste war sie aber zwangsläufig allein und 'Prinzessin'. Natürlich musste sie sich umstellen, in einigen Bereichen fiel es ihr schwer, da sie sich sehr an Paul orientiert hat.
Nun ist sie seit dem 23. Juli alleine und macht sich immer besser. Ich empfinde es in keinster Weise so als ob sie unglücklick ist, im Gegenteil. Ich würde mir da nicht so viele Sorgen machen.
Nichts destotrotz soll sie nicht allein bleiben, auch wenn erst nächstes Jahr wieder ein Zweithund einziehen wird.

Ähnliches hatte ich aber auch damals mit Paul. Er kam ebenfalls als Zweithund zu uns und zu Mary, lebte vorher im Rudel. Nach unserer Trennung war er Einzelhund und er hat das sofort angenommen und toll gefunden!

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#10

Beitragvon Kirola » 05.11.2013, 05:51

Beitrag von Kirola »

Unser erster Beagle Unkas war sieben Jahre Einzelhund dann kam unser Terrier Speedy dazu. Unkas war eigentlich der typische Einzelhund. Zuerst mochte er den Kleinen überhaupt nicht aber der Terri war hartnäckig und nach langen drei Wochen ( ich dachte damals schon der Kleine muss wieder abgegeben werden ) war das Eis gebrochen. Fortan wurde Unkas überall hin verfolgt. Im Laufe der Jahre änderte sich das Verhalten. Unkas wurde älter und taub. Der Kleine hat ihn jedesmal, wenn irgendetwas los war ( Futterzeit, Herrchen kommt nach Hause, Spaziergang ect. ) geholt. D. h. er hat Unkas gesucht, der irgendwo geschlafen hat, hat ihn angestuppst ist vor ihm rumgehoppst und hat gebellt bis Unkas mitgekommen ist. Unkas machte aber trotzdem immer den Eindruck als ob er lieber alleine wäre, d.h. er ging nie von sich aus zu Speedy und hat sich bei ihm hingelegt. Als Speedy sechs war haben wir ihn leider verloren, weil ein Jäger ihn mit einem Hasen verwechselt hat. Die ersten zwei Tage nach Speedys Tod dachte ich Unkas ist es egal ob Speedy da ist odeer nicht. Dann wurde er schwer krank. Alle Blutwerte schossen völlig ausser Norm. Wir haben es noch fünf Tage mit Infusionen versucht aber nachdem er dann starke epeleptische Anfälle bekam mussten wir auch ihn gehen lassen.
Ich denke man kann im voraus nicht sagen was passiert. Bei uns ist Unkas damals einfach zusammengeklappt und ich denke er wollte einfach nicht mehr nachdem sein kleiner Bodyguard weg war.
Aber ich vermute, dass es auch stark mit dem Alter des zurückbleibenden zusammenhägt.
LG
Kirola mit Ares

Gast

#11

Beitragvon Gast » 05.11.2013, 07:51

Beitrag von Gast »

wir haben unsauch so unsere Gedanken gemacht, wie es wohl sein wird, wenn Tina allein zurückbleibt. Sie war auch so auf Sonny fixiert. Und doch kam alles anders........Tina durfte von Sonny Abschied nehmen und hatte eine unruhige Nacht. Am nächsten Morgen war bei ihr alles normal, unser Alltag fand dann eben mit einem Hund statt.

Tina hat sich in diesem Jahr, wo sie allein war, auch sehr verändert. Sie ist viel ruhiger und gelassener geworden.

Gruß Angela

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#12

Beitragvon tanja » 05.11.2013, 08:26

Beitrag von tanja »

so viele antworten und so interessante geschichten - danke!

@kirola, dein bericht hat mich sehr berührt. ... und mir wieder einmal gezeigt, dass da doch verbindungen untereinander bestehen, die wir manchmal gar nicht in dieser form erkennen.

und all eure antworten zeigen, wie vorhergesagt, dass man vorher nie weiss, was kommt. denn manchmal kommt es anders, als man denkt...
manchmal ist es eben auch wie bei dir, silke, dass es die umstände einfach nicht erlauben, wieder einen zweiten hund hinzuzunehmen. karlas und fines altersunterschied ist ja gleich gross wie bei uns. und wenn es gar nicht gehen sollte, dann müssen wir uns gegenseitig immer mal karla und lucy hin- und herschicken :lol:

und dennoch mache ich mir momentan viele gedanke, wie es wohl eines tages mal wird... ohne emma... ich darf da, was mich begrifft, sowieso gar nicht 'dran denken :frown: :frown: :frown: ob die herbstliche stimmung momentan auf's gemüt drückt? :gruebel:

da meine mädels ja einen recht grossen altersunterschied haben (lucy 3j., emma 8j.), würde man im falle eines erneuten zweithundes -wenn emma mal nicht mehr da ist- ja mit hoher wahrscheinlichkeit wieder einen grossen altersunterschied herstellen (ich hätte das nächste mal vermutlich gern noch einmal einen welpen). und so geht es dann immer weiter mit diesen fragen... auch bin ich mir noch gar nicht sicher, ob ich noch einmal zwei hunde zusammen halten möchte.

@jutta, darf ich noch einmal fragen, ob ihr denn nach moritz und hobi nur keine zwei hunde zusammen oder überhaupt keinen hund mehr haben möchtet/könnt? ich bin nicht neugierig :blush: sondern sehr interessiert :winkgrin:

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#13

Beitragvon jutta » 05.11.2013, 15:48

Beitrag von jutta »

tanja hat geschrieben:
@jutta, darf ich noch einmal fragen, ob ihr denn nach moritz und hobi nur keine zwei hunde zusammen oder überhaupt keinen hund mehr haben möchtet/könnt? ich bin nicht neugierig :blush: sondern sehr interessiert :winkgrin:
Klar darfst du fragen. :winkgrin:

Männe und ich können es sich nicht ohne Hund vorstellen, also wird, solange wir es können, immer ein Hund bei uns wohnen.

Reni

#14

Beitragvon Reni » 05.11.2013, 16:23

Beitrag von Reni »

Ich mache mir da auch sehr viele Gedanken darum. Gerade WEIL ich zwei meutebeagle habe, die noch nie ohne Beaglegesellschaft waren.

Rückblickend auf meinen ersten Beagle Fips kann ich nur sagen, dass er gewiss ein kleines Trauma von dem plözlichen Auszug aus der meute davon getragen hat.
Heute würde ich vieles anders machen, besonders keinen meutehund mehr als Einzelhund halten, nachem er acht, neun oder zehn Jahre in stetiger Beaglegesellschaft war.

Nero und Roy hängen so sehr aneinander, dass es mir sowohl manchmal das Herz zerreißt, als auch manchmal mein Herz zum überlaufen bringt.
Sobald einer von beiden den anderen - aus welchen Gründen auch immer, Tierartzt oder so - getrennt wird, leidet der Zurückgebliebene auf seine ganz eigene Art.

Roy verfällt in eine beängstigende Starre, ist nicht mehr ansprechbar, frisst nichts, der Blick geht ins Leere. Solange, bis Nero wieder da ist.
Die Ausnahme bilden Spaziergänge.
Nero regt sich so fürchterlich auf, dass ich Angt vor einem Kollaps bekomme.
Er bellt, rennt kopflos umher, schreit, heult und ist nicht zu beruhigen.

Solange sie zusammen sind, kann ich sie mit Freilauf im Garten unzählige Stunden alleine lassen. Aber getrennt keine Minute.

Weil ich so Angst habe, dass mir der Hinterbliebene Hund eingeht, sobald er alleine ist, gehen unsere Gedanken zum Dritthund.
Bald schon, um schon vor dem Tod eine Bindung enstehen zu lassen. Dass sie erst gar nicht in diese Verlassenheit fallen.

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#15

Beitragvon pandabaerchen » 05.11.2013, 17:53

Beitrag von pandabaerchen »

Wir haben uns auch schon oft Gedanken darüber gemacht. Unsere 4 waren alle noch nie alleine ... So lange es 4 sind, wird da vermutlich auch nie einer Einzelhund werden. Wir haben für uns entschieden, dass wir wohl immer mind. 3 haben werden. Aber das ist sicher keine Lösung für jeden ;-)

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