kann ein zweithund zum einzelhund werden?

Mehrere Hunde in einem Haushalt.
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Moderator: BeagleFriends-Team

Minimeute

#16

Beitragvon Minimeute » 07.11.2013, 19:21

Beitrag von Minimeute »

Eure ganzen Gedanken sind wirklich schön zu lesen, denn jeder denkt anders.
Ich habe auch schon mal darüber nachgedacht, Kathi war ein Jahr bei uns Einzelhund, Nelli und Lissi nie.
Unsere Nelli orientiert sich sehr viel an Kathi und auch an Lissi. Sie kann auch unterwegs nichts K..a machen weil sie ständig gucken muss was die anderen machen. Macht eine Pippi rennt sie sofort hin und macht darüber.
Kathi und Lissi mögen sich nicht besonders, was ist wenn Nelli vorher geht? Sie sind aber alle drei nur 1 Jahr auseinander.

Aber ich bin ein Mensch der mal darüber nachdenkt und dann alles ganz weit weg schiebt und solche Gedanken verdrängt. Sie werden doch erst 6,5 und 4 :lol:

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tanja
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#17

Beitragvon tanja » 07.11.2013, 19:25

Beitrag von tanja »

birgit, darf ich fragen, wie die konstellation deiner meute zustande gekommen ist? wie kommt es, dass kathi und lissi sich nicht mögen?

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#18

Beitragvon Verena & Elli » 09.11.2013, 14:23

Beitrag von Verena & Elli »

Reni hat geschrieben:Ich mache mir da auch sehr viele Gedanken darum. Gerade WEIL ich zwei meutebeagle habe, die noch nie ohne Beaglegesellschaft waren.

...


Sobald einer von beiden den anderen - aus welchen Gründen auch immer, Tierartzt oder so - getrennt wird, leidet der Zurückgebliebene auf seine ganz eigene Art.

Roy verfällt in eine beängstigende Starre, ist nicht mehr ansprechbar, frisst nichts, der Blick geht ins Leere. Solange, bis Nero wieder da ist.
Die Ausnahme bilden Spaziergänge.
Nero regt sich so fürchterlich auf, dass ich Angt vor einem Kollaps bekomme.
Er bellt, rennt kopflos umher, schreit, heult und ist nicht zu beruhigen.

Solange sie zusammen sind, kann ich sie mit Freilauf im Garten unzählige Stunden alleine lassen. Aber getrennt keine Minute.

Weil ich so Angst habe, dass mir der Hinterbliebene Hund eingeht, sobald er alleine ist, gehen unsere Gedanken zum Dritthund.
Bald schon, um schon vor dem Tod eine Bindung enstehen zu lassen. Dass sie erst gar nicht in diese Verlassenheit fallen.
Das ist aber wirklich krass bei deinen beiden, Reni!
Kann eure Überlegungen zum Dritthund da voll verstehen!
Aber soooo eng wie bei deinen beiden mit Meuteherkunft ist es doch vermutlich bei euch anderen hier nicht, oder?

Bei Elli und Calis mache ich mir wenig Gedanken. Sie leben respektvoll und friedlich "nebeneinander her" und suchen gegenseitig selten direkten Kontakt zueinander. Queen Elisabetz (=Elli) lässt sich zwar gern wie eine Königin von Calis beknabbern und fordert ab und zu kleine Massageeinheiten ein. Ist aber ein seltenes Bild...
:jumpgrin:
Ich gehe öfter getrennt mit ihnen los, daher bleiben sie völlig problemlos ohne die andere alleine.

Gast

#19

Beitragvon Gast » 12.11.2013, 17:36

Beitrag von Gast »

Jule und Amy sind auch 3,5 Jahre auseinander. Amy wird 7, Jule 3,5.
Amy war vor Jules Einzug Einzelhund. Vorher sagte ich immer, die braucht keinen andren Hund, sie ist der geborene Einzelhund. Nach den 3 Jahre zusammen leben ist es so, dass die eine ohne die andre nicht kann. Sie liegen viel und eng zusammen. Aucb Blödsinn oder so wird grundsätzlich zusammen gemacht.
Andre Hunde, ausser Jule, sind Amy nach wie vor schnuppe. Ich weiss nicht, wie es sei würde mit ihr ohne Jule. Ich denk aber, sie käme als Einzelhund klar, weil sie einfach ansonsten nicht viel Wert auf hundische Gesellschaft legt.
Jule kam mit einem halben Jahr. Wie sie vorher gelebt hat, weiss ich nicht. Aber sie ist der geborene Zweithund. Sie liebt die Gesellschafg und ist auch Freund mit allem und jedem.
Ohne Amy geht nix. Die gehen selbst abends zum pinkeln zusammen raus und die eine wartet an der Treppe bis die andre fertig ist und kommt
Ich glaub, Jule wäre lieber immer zu zweit. Ob sie sich daran gewöhnen würde allein zu sein.... keine Ahnung :(

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#20

Beitragvon Holger-76 » 13.11.2013, 15:04

Beitrag von Holger-76 »

Die Gedanken haben wir und auch oft gemacht. Sara (6,5) ist alleine aufgewachsen und Barney (ca. 5) kam erst vor 3 Jahren als Tierschutzhund zu uns.
Ich kann es nur schwer einschätzen. Wir können es uns auch vorstellen, daß der Hund der zurück bleibt vielleicht kaum Probleme damit hat oder er so sehr trauert, daß er bald darauf folgt.

Wir lassen es auf uns zu kommen und hoffen, daß es noch gaaaanz lange dauert bis das Thema aktuell wird! :2thumbs:

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#21

Beitragvon tanja » 13.11.2013, 20:23

Beitrag von tanja »

Verena & Elli hat geschrieben:Ich gehe öfter getrennt mit ihnen los, daher bleiben sie völlig problemlos ohne die andere alleine.
genau das stand auf meiner to-do-liste auch ganz oben, als lucy zu uns kam! lucy kannte es ja aus ihrer vorherigen familie gar nicht, ganz alleine zu bleiben. da kam ein hartes stück arbeit auf uns zu. um so glücklicher bin ich, dass lucy es inzwischen so gut akzeptiert. um es aufrecht zu erhalten, gehe ich auch mindestens einmal die woche mit beiden getrennt los.
dadurch, dass das klappt, bin ich im hinblick auf die zukunft irgendwann mit ja zumindest vorläufig lucy allein, auch beruhigter.

es würde mich enorm im alltag einschränken, wenn ich meine hunde nicht hin und wieder allein lassen könnte.

Gast

#22

Beitragvon Gast » 15.11.2013, 21:32

Beitrag von Gast »

Sie bleiben auch getrennt allein. Wenn zb die eine zum TA muss, bleibt die andre auch zuhause. Aber im Alltag hängen sie zusammen, machen alles zusammen.

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Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#23

Beitragvon minizack » 16.07.2014, 14:29

Beitrag von minizack »

Bei uns ist es momentan der Fall. Wir hatten immer mehrere Hunde. Nachdem Dora uns Endes letzten Jahres verlassen ist, ist Mona ein Einzelhund. Sie hat es gut verkraftet. Einiges ist leichter geworden, so z. B. ist sie beim Fressen sehr viel ruhiger. Sie war immer sehr futterneidisch und man mußte sehr aufpassen, daß nichts passiert. Beim füttern von Kauartikeln mußten wir sie auseinander sperren, was einzig an Mona lag. Es durfte dann auch keiner von uns an ihr vorbeigehen, ohne angeknurrt zu werden. Das ist jetzt vorbei. Sie ist noch viel anhänglicher geworden, als früher und schläft jetzt nachts nicht mehr unten, sondern oben im Schlafzimmer. Angst hatten wir, daß sie nicht mehr alleine bleiben will, das ist aber zum Glück kein Problem. Zur Zeit können wir uns leider noch nicht entscheiden, wieder einen Zweithund aufzunehmen.

Bienchen

Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#24

Beitragvon Bienchen » 06.08.2014, 11:35

Beitrag von Bienchen »

Ich denke, dass sowohl der Eine, als auch der Andere alleine sein könnte. Hugo war bereits 3 Jahre Einzelhund und Uschi ist ebenfalls sehr auf uns bezogen und da Hugo keine so enge Bindung zulässt, auch öfter mal für sich.
Anfang des Jahres war ich 1 Woche mit meiner Mutter, ihrem Hund und Hugo im Urlaub. Uschi ist bei Herrchen geblieben. Gar kein roblem für sie. Sie war die Häfte des Tages mit im Büro und die andere Hälfte sogar alleine zu Hause und das hat super geklappt.
Hugo konnte als Einzelhund schon nicht gut alleine sein, kann es mit Uschi zwar besser, aber hängt so sehr an mir, dass er generell nicht so entspannt ist, wenn ich nicht da bin. Auch wenn Hugo und Uschi bei meinen Eltern sind, merke ich, dass ihm die beiden anderen Hunde fast egal sind, er uns aber durchaus sehr vermisst. Während Uschi schon los spielt, läuft er mit bis ans Tor und schaut uns traurig hinterher. Herzzereißend sag ich euch!!! :verzweifelt:

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Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#25

Beitragvon tanja » 06.08.2014, 13:07

Beitrag von tanja »

ja, diesen herzzerreissenden blick kenne ich von emma auch - schrecklich...

interessanterweise fällt es ihr deutlich schwerer, wenn ich sie ganz alleine zurück lasse, obwohl sie ja 7j. einzelhund war.
lucy hingegen hat eine ganze weile training gebraucht, bis es zunächst mit emma alleine und dann ganz alleine funktioniert hat, aber seitdem ist sie diejenige die das ganz-alleine-bleiben wesentlich besser akzeptiert.

Gast

Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#26

Beitragvon Gast » 23.04.2015, 11:02

Beitrag von Gast »

Ich finde es sehr interessant dies von euch hier zu lesen. Denn das ist genau die Frage, die ich mir auch die ganze Zeit stelle. Wie kommt Fleeti ohne den Dicken klar? Er kennt es auch nicht Einzelhund zu sein. Kam vom großen Rudel zu uns und war auch noch nie von Henry wirklich getrennt. Wir haben es ganz am Anfang mal versucht die beiden ein Wochenende zu trennen und dann aber auch nie wieder. Zwischendurch merke ich schon, er vermisst Henry. Er muss nun Vormittags alleine sein, das fällt ihm nicht leicht. Und er ist glücklich, wenn die Kinder wieder zu Hause ist und endlich Leben in der Bude. Ich hoffe wirklich er kommt als Einzelhund irgendwie klar. Mit seinen 9 Jahren möchte ich ihm und uns auch keinen zweiten Hund mehr zumuten.

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Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#27

Beitragvon Verena & Elli » 23.04.2015, 15:56

Beitrag von Verena & Elli »

Beate hat geschrieben: Mit seinen 9 Jahren möchte ich ihm (...) auch keinen zweiten Hund mehr zumuten.
Wenn es nur daran liegen würde, würde ich sagen, dass 9 Jahre eigentlich "kein Alter" für einen Beagle ist. Und damit kein Argument, was gegen einen Zweithund sprechen würde!
Aber du schreibst ja auch, dass ihr Zweibeinder es nicht möchtet. Dann ist der Fall natürlich klar und das ist völlig ok.

Gast

Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#28

Beitragvon Gast » 24.04.2015, 06:26

Beitrag von Gast »

Ich würde das, glaube ich zumindest, auch vom Verhalten des "Einzelhundes" abhängig machen. Käme darauf an, wie sich der Hund verhält. Unsre Mädels hängen ja nicht wirklich ständig zusammen. Sie liegen oft mal gemeinsam im Bettchen. Ansonsten macht hier jede Fellnase mehr oder minder so ihr eigenes Ding (zumindest ist das mein Eindruck), aber trotzdem gehören wir alle gemeinsam irgendwie zusammen. Z.B. gestern Abend: Amy darf nicht so weit laufen, weil ja noch Schonung verordnet. Also sind wir zu Viert losgelaufen und nach einem relativ kurzen Stück wollte ich dann mit Amy zurück laufen. Pustekuchen - sie hat sich 20 Minuten nicht mehr vom Fleck weg bewegen lassen. Saß da und blickte Herrchen und Kondi hinterher. Es hat mich einiges an Überredungskunst gekostet, sie davon zu überzeugen, dass wir zurück nach Hause laufen. :winkiss: Das sind dann die Momente, in denen einem wirklich bewußt wird, dass sie doch irgendwie eine Einheit bilden. Würde der Einzelhund also zu sehr trauern, dann würde ich vermutlich nach relativ kurzer Zeit schon darüber nachdenken, ob ein Artgenosse nicht doch sinnvoll wäre. Das der Altersunterschied natürlich nicht so groß ist, versteht sich für mich von selbst. Der Hund müßte von seinem Charakter schon zu dem bereits vorhandenen Hund passen.

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Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#29

Beitragvon tanja » 24.04.2015, 07:23

Beitrag von tanja »

das ist bei uns ähnlich, annette. egal, wer sich aus dem rudel unentschuldigt entfernt (ausser volker, wenn er zum arbeiten geht - dass ist natürlich routine) , wird vermisst und anschliessend wieder freudig begrüsst! naja, ausser lucy, die wird von emma nie freudig begrüsst. die ist dann halt wieder da :afraid:

Gast

Re: kann ein zweithund zum einzelhund werden?

#30

Beitragvon Gast » 24.04.2015, 08:56

Beitrag von Gast »

Irgendwie ist das schon komisch, oder? :irre3: Amy begrüßt ja Kondi auch nie so wirklich. Aber im Moment hab ich den Eindruck, hier ist verkehrte Welt. Ich gehe mit Kondi alleine. Amy bleibt ohne murren im Garten. Nach einer 1/2 Stunde bin ich zurück, Kondi stürmt natürlich auf Amy zu, beschnuppern sich gegenseitig, wobei Kondi das deutlich intensiver macht bei Amy, als umgekehrt. Ich nehme Amy an die Leine, für die "Oma-Runde", wir gehen am Haus vorbei Richtung, dann kommt unsre Einfahrt, von der man aus Sicht zum Gartenzaun hat, Kondi steht da und kuckt uns nach, Amy bleibt wie angewurzelt stehen und will die Richtung ändern, um zu Kondi zu kommen :nixweiss: Das hab ich vorher noch nie beobachten können. :gruebel: Oder übersehen, oder ich kann das hundische Verhalten nicht so richtig "auslesen!"
Und genau das sind dann solche Momente, wo ich schon mal drüber nachdenke, was wird werden, wenn . . . :verzweifelt:

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