Solospaziergang mit einem Hund?

Mehrere Hunde in einem Haushalt.
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Binebear
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Solospaziergang mit einem Hund?

#1

Beitragvon Binebear » 01.09.2014, 02:24

Beitrag von Binebear »

Ich hab mal eine Frage an alle, die mehr als eine Fellnase zuhause haben: Geht ihr grundsätzlich immer mit beiden/allen Hunden zusammen spazieren oder geht ihr auch mal separat nur mit einem Hund raus?

Wir haben ja zwei Beagletten zuhause und sowohl mein Mann als auch ich gehen eigentlich immer mit beiden Hunden raus zum Spaziergang. Jetzt wo wir noch einen Pflegi zusätzlich haben, ist das aber einfach nicht machbar, da das Pflegimäuschen ja noch keine Leinenführigkeit gelernt hat und dann einfach Chaos ausbricht mit drei Hunden. Somit gehen entweder Manuel und ich zusammen mit den dreien raus, oder eben wenn der andere nicht da ist, erst mit Bailey und Jacky und anschließend mit dem Pflegi raus.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich viel mehr auf den einzelnen Hund konzentrieren kann, wenn ich eben nur einen dabei habe (ist ja auch logisch). Außerdem ist es auch entspannter, weil zwei Schnüffelnasen eben doch oft an verschiedenen Stellen gleichzeitig "Zeitung lesen" wollen :rolleyes: Nun frage ich mich, ob ich nicht in Zukunft öfters mal separat mit den Beagletten spazieren gehen sollte?

Argumente dafür: Hund bekommt mehr Aufmerksamkeit von mir, Übungen sind besser einbaubar, und es ist entspannter für mich.

Argumente dagegen: Ich hab immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Fellnase zuhause lasse :blush:, es ist zeitaufwendiger, weil ich zwei Runden statt nur eine gehen muss, und höchstwahrscheinlich fallen die Runden "pro Hund" dann kürzer aus

Würd mich wirklich mal interessieren, wie ihr das so handhabt! :yes:

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Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#2

Beitragvon Verena & Elli » 01.09.2014, 13:13

Beitrag von Verena & Elli »

Ich habe das am Anfang sehr oft gemacht mit dem "getrennt gehen" und mache es auch immer noch mehrmals im Monat. :2thumbs:
Meine beiden Hunde sind sehr verschieden und Calis kam als Welpe hinzu, als Elli 5 1/2 Jahre alt war. Um eine enge Bindung zum neuen Hund zu bekommen und um gezielt zu üben (für Alltag und Dummybereich) habe ich im ersten Jahr vermutlich mehr Spaziergänge mit einem Hund alleine gemacht, als mit beiden zusammen. :yes: Das hat sich nachher relativiert und klar, es kostet viel, viel Zeit... :pfeif:
Meine Hunde können dadurch aber beide sehr problemlos auch einzeln alleine bleiben, was mir wichtig ist. :winkiss:

Ich muss allerdings dazu sagen, dass meine Hunde mehrmals täglich *gemeinsam* mit mir in unserem großen Garten sind. (Wir wohnen ja nicht in einer Siedlung.) So hatten sie auch damals schon Gelegenheit, miteinander zu kommunizieren und zu "spielen", auch ohne viele gemeinsame Gassirunden. Würde ich in einer Siedlung wohnen und (wie früher) 5 mal täglich Spaziergänge machen, würde ich natürlich fast immer beide mitnehmen, wenn es hauptächlich darum geht, dass irgendein "Geschäft" erledigt werden soll.
Ich gehe je nach vorhandener Zeit 1-2 mal pro Tag richtig los zum langen Spaziergang/ Fahrrad fahren/ Dummytraining machen/ Suchspiele machen/ etwas neues erkunden/ Schwimmen gehen (bzw. Wasserarbeit mit Dummy) oder, oder, oder. Und DAS mache ich dann auch teilweise getrennt. Pippi-Runden (à la: 10 Minuten um den Block oder so) fallen bei mir weg.

Ein schlechtes Gewissen ist meiner Meinung nach unbegründet, solange jeder Hund unter´m Strich genügend Auslauf/Auslastung/Aufmerksamkeit bekommt (und auch hier hat ja nicht jeder Hund die gleichen Ansprüche und Bedürfnisse). Im Gegenteil: Wenn man die Einzelspaziergänge nutzt, um was zu üben oder trainieren, ist die Zeit viel intensiver und effektiver (verbunden mit besserer Auslastung) für den Hund als würde er nur mit dir und dem anderen Vierbeiner spazieren gehen.
Außerdem finde ich es dem Hund gegenüber, mit dem man gerade etwas übt, fairer, wenn man ganz und gar bei ihm ist. Man kann dann klarer kommunizieren.

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Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#3

Beitragvon tanja » 01.09.2014, 13:52

Beitrag von tanja »

Binebear hat geschrieben:Argumente dagegen: Ich hab immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Fellnase zuhause lasse :blush:, es ist zeitaufwendiger, weil ich zwei Runden statt nur eine gehen muss, und höchstwahrscheinlich fallen die Runden "pro Hund" dann kürzer aus.
ein schlechtes gewissen finde ich völlig unbegründet, weil dafür der jeweilige einzelhund auf seinem spaziergang ja auch mehr aufmerksam erhält. sind ja auch keine siamesischen zwillinge, ne? :jumpgrin:
dass es zeitaufwendiger ist, stimmt ohne zweifel...

... dennoch gehe auch ich regelmässig mit beiden einzeln. angefangen hat es, als ich geübt habe, dass lucy auch ganz alleine bleiben kann bei uns, als sie neu zu uns kam. um das erlernte aufrecht zu erhalten, gehe ich also regelmässig 1-2 mal mit den hunden getrennt. es hat sich ausgezahlt, denn es funktioniert prima :2thumbs: irgendwann wird emma ja nicht mehr da sein ( :frown: ), und ich weiss heute noch nicht, ob ich wieder einen zweiten hund haben möchte.
als lucy jetzt mehrfach krank war, musste ich ja über wochen mit beiden getrennt gehen. ich hatte zwar das gefühl, dass ich nur noch unterwegs war :smiley_emoticons_panik: , aber insgesamt waren die gänge, wie du auch beschreibst, sabine, deutlich entspannter :2thumbs:

Gast

Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#4

Beitragvon Gast » 01.09.2014, 14:00

Beitrag von Gast »

"normale" tägliche Spaziergänge mache ich eigentlich immer mit beiden Fellnasen zusammen.
Einzeln wäre mir das einfach zu viel Zeitaufwand (ich mache gerne längere Waldspaziergänge...) und außerdem habe ich nicht den Eindruck, dass die Hunde mehr vom Spaziergang hätten wenn sie mit mir alleine sind.

Anders ist es natürlich beim Training/Mantrailing, - oder wenn ich ganz gezielt was mit einem Hund üben möchte.
Da bin ich dann nur mit einem Hund unterwegs

Gelegentlich gibt es auch Zeiten, z.B. wenn einer krank/verletzt ist, in denen ich mit einem Hund alleine spazieren gehe.
Natürlich ist es schön sich einem Hund unterwegs mal ganz extra widmen zu können ... aber ich bin immer froh wenn sie wieder beide um mich sind.
Es fehlt halt immer irgend etwas ...! :winkgrin:

LG,
Ulrike mit den Fellnasen

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Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#5

Beitragvon Nette » 01.09.2014, 23:01

Beitrag von Nette »

Unsere drei Madels sind momentan was Interessen, Ausdauer und Schnelligkeit angeht, auf einem Stand.
Ich bin gern mit allen Dreien unterwegs und die 2 großen Touren machen wir meistens auch mit den 3 Mädels.
Zwischendurch ergibt es sich immer mal, dass man mit nur einem Hund unterwegs ist.
Das genieße ich immer sehr - es ist doch um einiges entspannter!
Manchmal, wenn wir zu Zweit mit den Hunden gehen, gehen wir in verschiedene Richtungen,
der eine mit einem, der andere mit zwei Hunden! :winkgrin:
Und wenn wir uns dann auf der Hälfte des Weges treffen, freuen sie sich immer wie verrückt! :jumpgrin:

Als die Mule alt wurde und nicht mehr so weit laufen konnte, gab es Oma-Touren, ganz nach Tagesform für sie allein!
Die Kombi Mule und Baby-Amanda ging auch sehr gut, da ging Inka dann allein.
Und als Caja klein war, gab es Baby-Touren für sie und Inka und Amanda gingen zu Zweit.
Das ist natürlich immer zeitaufwändig - aber wenn man einen Welpen hat kommt man sowieso zu nix!
Allein bleiben können unsere zum Glück alle Drei!

Gast

Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#6

Beitragvon Gast » 02.09.2014, 06:10

Beitrag von Gast »

In der Regel gehen wir entweder alleine mit zwei Hunden oder einer von uns geht mit den beiden. Wenn eine Maus krank ist, nicht zu lange laufen darf, gehen wir auch mal mit den Hunden getrennt - wie jetzt gerade aktuell, da Amy Probleme mit dem Rücken hat. Ich genieße das, wenn ich ehrlich bin, wenn ich nur einen Hund "führen" muss - da ich dann viel konzentrierter mit einer alleine "arbeiten" kann.

Gast

Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#7

Beitragvon Gast » 19.10.2014, 15:10

Beitrag von Gast »

Wir gehen viel mit beiden zusammen im Alltag, trennen sie aber auch ganz gezielt. Dann nimmt jeder einen mit, oder einer bleibt daheim.

Für das Apportiertraining mit Faxe z.B. gehe ich viel mit ihm alleine los, da ist der zweite einfach im Weg. Faxe soll sich konzentrieren können, dazu ist einer der rumwuselt denkbar ungünstig. Außerdem merkt der andere, auch wenn er im Auto ist, sofort dass Wild im Spiel ist und wird entsprechend ungeduldig. Dazu kommt dann auch noch Beuteneid usw. das ist ungut.

Auch Gismo haben Alleingänge gut getan, einfach damit er selbstständiger wird. Die Welpen orientieren sich ja sehr stark am bereits vorhandenen, souveränen, älteren Hund und ich finde es wichtig, dass sie auch lernen alleine unterwegs zu sein und fremde Situationen alleine kennenlernen. Ansonsten kopieren sie viel vom Verhalten des anderen und so natürlich auch unerwünschtes Verhalten.

Wir variieren das je nach Bedarf und Anlass, tageweise sind beide getrennt und jeder von uns hat einen dabei. Ich halte das absolut für sinnvoll wenn man die Möglichkeit dazu hat.

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Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#8

Beitragvon Binebear » 19.10.2014, 19:49

Beitrag von Binebear »

Danke für eure Antworten!

Ich habe mittlerweile Gefallen gefunden an den "Solospaziergängen" und werde das jetzt öfter in den Tagesablauf einbauen :2thumbs:

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Re: Solospaziergang mit einem Hund?

#9

Beitragvon michi » 21.10.2014, 07:18

Beitrag von michi »

Morgens unsere frühe Runde ist eigentlich immer mit allen 5en an kurzer Leine.
Das klappt immer ganz gut, es sei denn Vanity hat wieder irgendwas in der Nase, dann bringt sie extrem Unruhe rein. :crazy:
Ist eine der Damen läufig, trenne ich sowieso, und die Jungs bekommen dann etwas mehr Aufmerksamkeit.
Bemerke ich beim Gruppengang, das einer Defizite hat oder mich ärgert :jumpgrin: , bekommt derjenige einen Extragang.
In den letzten Wochen war das meistens Elsie oder Vanity.
Vanity musste dann bei Fuß gehen durch den Ort und Elsie durfte dann mal über die Felder hoppeln....
Ich genieße aber auch eindeutig die Einzelgänge oder mit den Jungs an der Schlepp über die Feldwege!!!

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