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Anita
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#16

Beitragvon Anita » 22.08.2013, 18:55

Beitrag von Anita »

Anita hat geschrieben:Schade, dass man solche Menschen nicht wegen Verstoß gegen das Tiercshutzgesetz anzeigen kann!!
Uaaahhh, kann ja gar nimmer editieren... :lol:

Ich meinte damit die Käufer anzeigen!

Gast

#17

Beitragvon Gast » 22.08.2013, 20:13

Beitrag von Gast »

Da kann man schon was dagegen unternehmen. Ich hab vor kurzem mal ein Bericht im TV gesehen, da ging es um einen ähnlichen Fall. Den Verkäufer kann man anzeigen und die Rücknahme fordern bzw. sein Geld zurück - dort mußte der angebliche Züchter sogar die Tierarztkosten übernehmen. Aber meist sind diese "Züchter" nach Verkauf spurlos verschwunden und nicht wieder auffindbar. Und genau aus diesem Grund würde ich mir selbst nie einen Hund vom Züchter holen (sorry - ich weiß, dass es hier auch einige Züchter gibt, ist nicht persönlich gemeint). Sicher sein kann man sich nie - auch wenn man sich noch so gut auf den Kauf eines Welpen vorbereitet. Ein guter Züchter verkauft auch nicht über FB oder sonstige Netzwerke. Meist sind die Welpen schon bevor sie überhaupt geboren wurden, reserviert. Und auch ein mehrmaliger Besuch beim Züchter finde ich "normal" - wo man die Mutter u. die Welpen "begutachten" und "erleben" kann und auch darf. Aber man redet sich, wie in so vielen Dingen, bei einigen einfach den Mund fusselig. Viele glauben halt auch einfach den Versprechen dieser Verbrecher.

clyde

#18

Beitragvon clyde » 24.08.2013, 07:49

Beitrag von clyde »

Wir haben im Nachbar Ort einen Bauernhof ,der seit 20 Jahren mindestens 15 verschiedene Rassen anbietet. Die Welpen sind alle krank und viel zu klein ,werden für kleines Geld abgegeben.Der Hof steht schon lange in der Kritik und das Vet. Amt war auch schon da.Aber sie machen weiter ,weil die Leute die Welpen kaufen.Mein Freundin auch,der Welpe ist dem Tod gerade von der Schüppe gesprungen.Und die Tierarzt Kosten? Ohne Worte.Solange es dumme Menschen gibt wird man das leider nicht eindämmen können.

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Anja
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#19

Beitragvon Anja » 24.08.2013, 11:01

Beitrag von Anja »

Mal eben eine Info:

Der Kleine bzw. die Kleine hat Parovirose. Im Normalfall für so einen kleinen Wurm von 4 Wochen eher tödlich. Doch sie kämpft. Sie hat echt Chancen, das zu überleben. Und nur, weil sie Chancen hat, hat sie nun an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Injektion gegen diesen Parovirus bekommen.
Heute habe ich den Besitzer persönlich getroffen und ihm gleich mal eine Standpauke gehalten. Aber ich habe gemerkt, bei so jemandem echt vergebens. "Ach, meine Freundin hat die beiden Ersten auch von einem Viehmarkt" (siehe mein erstes Post: In meinen Augen verhaltensauffällig!) "Na ja, die Chancen, das die Hunde krank sind liegen bei 50/50" :datz:
Würdest Du eine Praline essen, wenn du wüßtest, diese wäre zu 50 % tödlich?? Ich nicht!! Die Chancen, auf einem solchen Markt einen kranken Hund zu bekommen stehen in meinen Augen wesentlich höher. Nicht "nur 50 %".

Ja, da kann man besser mit einer Wand reden oder einem Mülleimer. Da weiß man, es kommt nicht an ...

Ich kann nun nur noch der armen Maus die Daumen drücken, das sie das überlegt.

Ach ja: Wenn alles gut geht, dann können sie die Kleine morgen nach Hause holen. Kosten dann ca. 1.300 €.
Nun erzähl mir mal einer, ein gesunder Hund von einem seriösen Züchter wäre mit 900 - 1.000 € zu teuer!! Dort weiß ich, wo er herkommt. Ich habe jederzeit einen Ansprechpartner. Ich habe einen Kaufvertrag, auf den ich mich im Falle eines Falles berufen kann. die Tiere wachsen glücklich auf, die Mütter führen ein glückliches Leben. Die Kleinen bleiben 8-9 Wochen bei ihrer Mutter, bekommen wichtige soziale Kontakte.
Ein seriöser Züchter tut alles, damit es seinen Hunden gut geht und es ihnen an nichts mangelt.
Einem Vermehrer ist es egal, wie es den Hunden geht. Er will nur das schnelle Geld machen. Die Hündinnen leben unter den schrecklichsten Bedingungen und sind krank. Und wenn da mal einer stirbt, man kann schon sagen verreckt, dann ist es ihnen doch egal. dann behalten sie eben einen von den Welpen und lassen die dann sofort mit der ersten Läufigkeit decken. Gerade mal 1 Jahr alt, wenn überhaupt. Wenn es denn überhaupt so alt wird, weil es vorher von einer der Krankheiten dahin gerafft wird.
Und sowas wird unterstützt, von eben diesen Leuten, die auf einem Viehmarkt einen Hund kaufen.

Mir ist schon wieder ganz übel ...

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Max
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#20

Beitragvon Max » 24.08.2013, 15:01

Beitrag von Max »

Ich sehe das grundsätzlich genau so, aber...

- die Leute kaufen aus Mitleid, das sind oft nicht unbedingt Dummköpfe, sondern Tierfreunde, die das Prinzip nicht akzeptieren wollen/können

- Geiz gibt es auch

- Züchter mit Preisen um 1000 bis 1500 Euro sind nicht per se besser, da sind die Chancen nur höher, dass man bessere Leute trifft und deren Hundezucht auch so gut praktiziert wird, wie es kostet. Ich habe Züchter erlebt und deren Praktiken beim Vertuschen von Erbfehlern kennengelernt, da kann ein Vermehrer nicht wirklich schlechter sein und der Käufer beim teuren (um die 2000 bis 2500 €/Welpe) Züchter eigentlich nicht mehr betrogen werden.

- meistens sind es eh Ersthundekäufer, die beim Viehmarkt kaufen und zwar sehr spontan
-die haben NULL Kenntnis von allem, was mit Hundehaltung zu tun hat, selbst wenn sie sich dort den Zweithund holen. Da haben sie dann nur nicht ausreichend Pech gehabt.


Entweder wird von behördlicher Seite in den Welpenhandel und die Hundezucht eingegriffen und daraus resultierend auch der normale Züchter entsprechend kontrolliert oder es wird sich niemals etwas zum Positiven daran ändern.

Reni

#21

Beitragvon Reni » 26.08.2013, 07:49

Beitrag von Reni »

Ich kan es auch bestätigen.

Meine beste Freundin und deren Mann - wirklich kluge und besonnene Menschen, die auch von Tierhaltung und Züchtung die nötige Ahnung haben - haben sich auf eine Zeitungsannonce hin auf den Weg zu einem Malteser- Züchter gemacht.

Bei Erreichen des Hofes die ersten zweifel, ohne auch nur ein Tier gesehen zu haben.
Sie wollte sofort den Hof verlassen, weil sie wusste sie könne den Welpen, wenn sie ihn erst einmal geshen hat, eh nicht zurück lassen.
Ihr Mann war der meinung, man könne ja wenigstens mal kucken.

Er hat sich durchgesetzt.

Sie haben ein kleines unterernährtes vier bis sechs altes Bündel Hund "gerettet" - in dem Wissen, dass das das Schlimmste ist was sie tun konnten.

Der Kauf liegt sieben Jahre zurück.

Lucy hat eine ganz schlimme Hautallergie mit richtigen Blasen unter dem Fell, Leber und Nieren funtionieren nicht richtig. Dazu kommt noch Epilepsie.
Ständig hat sie Schnupfen, ist sehr anfällig.

Alle drei Monate Tierarzt. Nur spezielles Futter.
Bei 5.000 € haben sie aufgehört die Summen zusammen zu zählen.

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#22

Beitragvon Anja » 26.08.2013, 07:54

Beitrag von Anja »

Das ist eigentlich auch das, was mich so ärgert an der Sache. Eigentlich wissen die Leute es besser, aber trotzdem handeln sie falsch und gegen ihr Bauchgefühl.
Ich versteh es nicht ...

Pat

#23

Beitragvon Pat » 26.08.2013, 08:01

Beitrag von Pat »

Ich denke das lliegt daran das Bauch und Herz eben ein Unterschied ist....sieht man einmal so ein Zwerg hat man das gefühl helfen oder retten zu müssen.....ihn da raus zu holen .....das was auf einen zukommen könnte wird erst mal verdrängt Herz und Vertand arbeiten in dem Moment gegen einander und da siegt dann das Herz

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#24

Beitragvon Anja » 26.08.2013, 08:33

Beitrag von Anja »

Aber die Leute in meinem Fall sind gezielt zu diesem Markt gefahren, um sich einen Hund zu kaufen. Und das, obwohl sie es eigentlich besser wissen sollten. Wohl nach dem Motto "Wird schon gut gehen." Tcha, es ging leider nicht gut.

Die Kleine ist übrigens über den Berg. Sie konnte gestern wieder nach Hause.

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#25

Beitragvon Jul » 27.08.2013, 10:06

Beitrag von Jul »

Da fällt mir grade ein, dass ich so ein Elend auf einem Markt in Polen nahe der deutschen Grenze fotografiert habe.

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#26

Beitragvon Anja » 27.08.2013, 10:10

Beitrag von Anja »

Gruselig ...

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#27

Beitragvon Jul » 27.08.2013, 10:12

Beitrag von Jul »

Ich kann dir noch nicht mal sagen, ob die Hündin im oberen Bild die Mama war. In die Nähe der Welpen ist sie nie gegangen. Im Gegenteil, sie hat sich immer mehr entfernt.

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#28

Beitragvon Anja » 27.08.2013, 10:14

Beitrag von Anja »

Dann war es sicher nicht die Mutter. Und wenn jemand mal nachgefragt hat, dann wurde sie vielleicht als Mama vorgeschoben. Jemand, der an so einem Ort einen Welpen erwirbt, der beobachtet das drumherum gewiss nicht.

Klara

#29

Beitragvon Klara » 27.08.2013, 12:06

Beitrag von Klara »

Hallo :winken:

Ich habe mir mal eure Beiträge durchgelesen und mag auch mal was schreiben, da es mir nun schon seit längerer Zeit aufgefallen ist:

Wie ja einige von euch wissen, sind wir ja an unseren Olaf auch über die umstrittenen Ebay-Kleinanzeigen gekommen. Aber es ist alles super. Ich habe der armen Frau Löcher in den Bauch gefragt. Naja, hatte ja auch viele gute Fragen von euch bekommen :2thumbs:
Ich gucke trotzdem ab und zu noch bei den Kleinanzeigen rein und schau mal was es so an Beagletieren gibt. Dabei ist mir aufgefallen, dass immer eine "Züchterin" aus Kreuztal Welpen inseriert und wohl auch als gewerbliche Person diese Hunde verkauft.
Ich habe dann mal den Namen gegoogelt und bin auch auf eine Homepage gestoßen. Als ich sie aufgemacht habe standen da lauter Anzeigen gegen sie und von ihr. Dann habe ich noch ein bisschen weiter im Internet geschaut und ein Video gefunden, bei dem eine Tierschutzorganisation von ebend diesem Züchter spricht und ich dachte ich habe mich verhöhrt: Die Welpen sind ( fast ) immer krank und leiden an Staupe. Ein Pärchen, welches dort auch einen Hund gekauft hat der krank war hat berichtet, dass der Hund beim TA geröngt wurde und dabei festgestellt wurde das er bereits einen ausländischen Chip hatte. Auf Nachfragen der Leute hat der Züchter gesagt, dass es sich doch um eine Hausaufzucht handelte und dies ja nicht sein kann....

Wenn ihr mögt kann ich euch den Link zu dem Video mal hier rein stellen. Ich war ganz schön baff als ich das gesehen habe und auch die Frau bei der wir Olaf her haben hat gesagt, dass sie schon mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatte...

Aber anscheinend kann man solchen Leuten nicht das Handwerk legen, denn sonst dürfte diese Frau doch schon längst nicht mehr als Züchterin arbeiten.

Viele Grüße von Ann-Katrin und Olaf

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