Aktion: "Hund im Backofen"

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Anja
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Aktion: "Hund im Backofen"

#1

Beitragvon Anja » 27.05.2012, 19:40

Beitrag von Anja »

Aktion: "Hund im Backofen"

Wie jedes Jahr wieder, lassen immer noch viele Menschen ihre Hunde im Sommer im Auto warten, während sie "nur mal eben schnell" einkaufen gehen.
Dabei sollte mittlerweile jeder wissen, wie gefährlich das für die Vierbeiner ist. Oft endet es tödlich für den Hund, denn der Innenraum heizt sich schon bei einer Außentemperatur von nur 20°C innerhalb kurzer Zeit auf über 50°C auf.




Helft mit, Hunde vor diesem qualvollen Tod zu bewahren. Über Tasso könnt Ihr kostenlos Informationskarten und Plakate bestellen und diese dann verteilen bzw. aufhängen.

Doch was tun, wenn man einen Hund in dieser lebensgefährlichen Lage entdeckt?

Dazu Tasso: (Quelle: Tasso auf Facebook)

Immer wieder werden wir gefragt, wie die rechtliche Situation ist, was man tun soll und darf, wenn man sieht wie ein Hund im überhitzten Auto leidet. Hier eine Antwort unserer Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries:

Findet ihr einen sichtbar leidenden Hund in einem geschlossenen Auto vor, notiert alle wichtigen Daten (Datum, Ort, Uhrzeit, Pkw-Marke, Farbe, Kennzeichen, evtl. Zeugen) und ruft zunächst die Polizei. Erstattet zur Sicherheit auch Strafanzeige wegen Tierquälerei.

Sollte die Situation so eilig sein, dass nicht länger auf das Eintreffen der Polizei gewartet werden kann, darf man den Hund selbst befreien. Allerdings solltet ihr unbedingt darauf achten, den Schaden am Fahrzeug so gering wie möglich zu halten, also weder Front- noch Heckscheibe einschlagen, da ihr schließlich vorsätzlich fremdes Eigentum beschädigt! Sollte der Pkw-Fahrer tatsächlich eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstatten -und das wird er in vielen Fällen tun- ist man durch die Notlage entschuldigt. Da IHR diese Notlage aber BEWEISEN müsst, solltet ihr auf jeden Fall zunächst die Polizei verständigen und dann so viele ZEUGEN wie möglich dazu bitten, wobei ihr nicht vergessen dürft, euch deren NAMEN und ANSCHRIFT zu notieren!

Viele interessante Fragen und Antworten zu Tier und Recht findet ihr auf unserer Homepage unter - Service - Tier und Recht. Wenn ihr hier keine Antwort auf eure Frage findet, könnt ihr euch hier auch direkt an Frau Fries wenden.



Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen. Sie besitzen keine Schweißdrüsen und können nur über die Zunge (hecheln) und über die Fußsohlen Wärme abgeben. Bei zu hohen Temperaturen wird das Blut zähflüssig, was die Folge hat, dass die Organe und das Hirn nicht genügend Sauerstoff erhalten. Das kann schnell zu einem Koma und bis zum Tod führen.
Quelle

Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe. Auch Bewusstlosigkeit kann auftreten. Das Tier muss sofort in den Schatten gebracht und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgt werden. Zuerst sollten Sie dem Tier langsam die Beine, dann den Körper mit feuchten Tüchern oder Decken kühlen. Wenn der Hund bei Bewusstsein ist, bieten Sie ihm handwarmes Wasser an. Der Hund muss anschließend schnellstmöglich in die Tierarztpraxis, denn es besteht Lebensgefahr! Tierärztliche Notfallmaßnahmen können nötig sein, auch wenn dass Tier sich leicht unter Ihrer ersten Hilfe erholt hat.
Quelle

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