Kastration ja oder nein ?

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Moderator: BeagleFriends-Team

Pat

Kastration ja oder nein ?

#1

Beitragvon Pat » 09.09.2012, 20:24

Beitrag von Pat »

Hallo liebe Forenmitglieder,
schön das man hier auch als Gast Fragen stellen kann :-)

Seit nun 4 Wochen lebt unser Samy bei uns , er soll ein Beagle Mix sein ( manch einser sagt könnte auch reinrassig sein ,und
wir haben ihn aus dem Tierschutz...wir hatten uns bewust für ein Tier aus dem Tierschutz entschieden ohne genaue Vorstellung was es werden sollte.

Nun es war liebe auf den ersten Blick bei Samy er ist einfach ein Schatz und ich kann überhaupt nicht verstehen das er mit seinen 14 Monaten schon 5 Stationen inklusive Pflegestellen hinder sich hat :-(

Nun abe zu meiner Frage , normal sind die Tiere vom Tierschutz ja schon kastriert , durch das umziehen in eine 2te Pflegestelle und die Vermittlung dann an uns hatte man ihn noch nicht kastriert ( ich habe aber diesbezüglich auch keine Auflage) ....meine Frage die mich beschäftigt und wo es leider nicht so viele Infos im Netz gibt ( zumindest habe ich keine gefunden) ist es sinnvoller ihn kastrieren zu lassen , wir haben leider sehr viele Hündinnen in der Nachbarschaft die ihm mit sicherheit das Leben schwer machen mit der Zeit und das bei so einer "guten" Spührnase .
Zusätzlich hat er schon einen 3 Jahre alten Kumpel in der Nachbarschaft gefunden der aber im Herbst auch kastriert werden soll .
meine Familie hatte immer Boxerhunde da war aber nie einer kastriert ,deswegen bin ich auf der Suche nach pro und kontra der Kastration bei einem Beagle , und hoffe hier auf Antworten .
lg.
Pat
Samy

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Bine
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#2

Beitragvon Bine » 10.09.2012, 03:36

Beitrag von Bine »

^Hallo Pat,

so generell kann man das gar nicht sagen.. Es kommt sehr auf den Hund an.
Es gibt Rüden die schier ausflippen in der Hitzezeit, jaulen, das Fressen einstellen, stiften gehen, übernervös sind usw.
Aber es gibt auch die, die außer dem normalen Verhalten wie festsaugen beim Schnüffeln, Spur suchen, sabbern keine Auffälligkeiten zeigen.

Kastration ist ein erheblicher Eingriff in den Körper und sollte nur bei medizinischer Notwendigkeit oder bei hormonbedingten verhaltensauffälligkeiten durchgeführt werden. Vorher könnte man es auch mit der Gabe von Globuli während der schlimmen Zeit versuchen. Hilft bei vielen sehr gut und macht die Op überflüssig.

Ich würde mal so ein zwei "Hitzewellen" abwarten und schauen wie er sich verhält. Letztlich ist es normal, dass ein Rüde heiße Mädels riecht aber nicht dran kann. Das ist Frust für den Rüden den er aber auszuhalten lernt (in den meisten Fällen), ist im Rudel ja auch so. Da kommt auch nicht jeder zum Zug und muss mit langer Zunge zugucken! :D

Gast

#3

Beitragvon Gast » 10.09.2012, 04:31

Beitrag von Gast »

Hallo Pat,
ich kann Bine nur zustimmen. Ohne medizinische Notwendigkeit würde ich kein Tier kastrieren lassen. Warte doch erst einmal ab, wie er sich zu Zeiten läufiger Hündinnen verhält und das Verhältnis zu dem Hundekumpel, der kastriert werden soll, muss sich auch nicht groß ändern.
Ich würde da nichts übereilen :winkgrin:

Anja S

#4

Beitragvon Anja S » 10.09.2012, 07:40

Beitrag von Anja S »

Hallo Pat,

ich würde auch erst mal abwarten und :kaffee2: Sollte er wirklich extreme Probleme bei läufigen Hündinnen haben, kannst Du ihn immer noch kastrieren lassen. Ich kenne einen Beagle, der hat sich durch die Kastration sehr negativ verändert. Es war ein wirklich hübscher junger lebensfroher Beaglerüde und meiner Meinung nach auch recht unproblematisch im Umgang. Die Frau hat ihn kastrieren lassen, damit er nicht mehr wegläuft :datz: Als ich den Hund einige Zeit später sah, war ich entsetzt: das Fell war stumpf, der Hund war dick geworden und er trottete lustlos neben seinem Frauchen her. Nun weiß ich ja, daß kasrierte Hunde nicht automatisch dick werden müssen, aber schon die Veränderung des Fells fand ich erstaunlich und auch der Gesichtsausdruck vorher und nachher, das war so ein krasser Unterschied. Obwohl die Frau sonst nichts veränderte, das Futter war das gleiche und die täglichen Gassigänge waren auch nicht anders als vorher.

Gast

#5

Beitragvon Gast » 10.09.2012, 08:13

Beitrag von Gast »

...und um die Verhaltensänderung zu testen, kannst Du ihm auch vorher zunächst einmal einen Hormonchip spritzen lassen.

Pat

#6

Beitragvon Pat » 10.09.2012, 08:45

Beitrag von Pat »

Vielen Dank Bine , Christine und Anja für
eure Antworten

nein also abwarten werde ich auf jeden Fall , das hat ja auch noch Zeit
ich bin bei sowas kein Mensch der schnellen Entschlüsse :-)
Im Moment haben wir 2 heiße Hündinnen in der Nachbarschaft und wenn die
vor uns spazieren waren habe ich einen Hund der fast auf den Hinterbeinen läuft weil er nicht schnell genug vorwärts kommt :winkgrin:

Aber die Zeit geht ja auch rum :-)

lg
Pat

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#7

Beitragvon Anja » 10.09.2012, 09:12

Beitrag von Anja »

Hallo Pat :winken:

Eigentlich kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschließen.

Unser Otis ist auch nicht kastriert und es gibt recht viele intakte Hündinnen hier in der Umgebung. Und natürlich werden sie nicht alle gleichzeitig läufig, sondern hübsch brav Eine nach der Anderen :winkgrin:
Wenn ich es rechtzeitig mitbekomme, dass es wieder soweit ist, dann bekommt Otis homöopathische Kügelchen. Wenn es aber schon mittendrin ist, dann ist es auch dafür zu spät. Das ist dann eine echt anstrengende Zeit. Für uns und natürlich auch für den Hund.
Ich habe das Thema Kastration auch schon mehrmals angedacht, habe mich aber noch nicht dazu durchringen können.
Ich plane nun, ihm im Dezember/Januar einen Hormonchip setzten zu lassen - auch chemische Kastration genannt. Dieser Chip hält 6-12 Monate, je nachdem, was es für ein Chip ist.
Da kann ich dann zunächst sehen, in wie weit Otis sich verändert. Sollte er sich vom Wesen her negativ verändern, dann bleibt er intakt und wir arbeiten weiter mit Homöopathie.
Nur leider leidet er wirklich sehr und das tut mir sehr leid, ihn so zu sehen.
Aber eine Kastration ist endgültig und es kann auch andere Komplikationen geben, wie Inkontinenz.

Ich finde es übrigens sehr, sehr löblich, dass Du Dich da so mit auseinandersetzt. Denn leider ist die Kastration immer noch als Allheilmittel weit verbreitet ...

Du kannst Dich auch gerne bei uns anmelden, dann findest Du noch mehr Informationen rund um den Beagle hier bei uns.

Du bist herzlich eingeladen :yes:

Pat

#8

Beitragvon Pat » 10.09.2012, 09:30

Beitrag von Pat »

Danke Anja

ich nehme die einladung gerne an :-) den Hormonchip kenne ich von meinen
Katzen ich geben den meinen Nymphomanischen Mädchen ( Katzen) , da es die wenig interessiert was der Hersteller der Pille so behauptet :-)
Wenn ich merken sollte das Samy zu sehr leidet werde ich den erst versuchen , ist es bei den Hunden auch so das sie die ersten 6 Wochen dann erst recht aufdrehen ?
lg
Pat

Gast

#9

Beitragvon Gast » 10.09.2012, 09:56

Beitrag von Gast »

Hallo Pat,
Enno hat nun schon den 2. Chip.
Ich habe an seinem Verhalten keinerlei Veränderungen festgestellt. Er war anfangs weder aufgedreht noch hat er etwas von seiner liebenswerten Art eingebüßt.
Auf lange Sicht kommen wir jedoch nicht an der OP vorbei, da Enno zeitweise doch große Probleme mit der Prostata hat. Für den 2. Chip habe ich mich letztendlich wieder entschieden, weil ich ihm nicht zwei Narkosen innerhalb kürzester Zeit zumuten wollte. Er hatte nämlich erst kürzlich ein TU-OP.

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#10

Beitragvon Anja » 10.09.2012, 10:46

Beitrag von Anja »

Na, dann kennst Du Dich ja bestens aus mit den Chips :2thumbs:

Und toll, dass Du die Einladung angenommen hast :rolleyes:

Pat

#11

Beitragvon Pat » 10.09.2012, 11:15

Beitrag von Pat »

Danke Anja auch für die schnelle Freischaltung :-)
nun muss ich erst mal stöbern gehen :-) da ich noch nie einem Forum beigetreten bin sondern nur Katzen Mailiglisten kenne frage ich mal direkt bevor ich was überlese ,....muss man sich vorstellen ? auf den Listen ist das so :-)
lg
Pat

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#12

Beitragvon Anja » 10.09.2012, 11:33

Beitrag von Anja »

Für die schnelle Freischaltung bin ich aber nicht verantwortlich, da war wohl ein anderes Mainzelmännchen am Werk ...

Ja, es gibt eine Mitgliedervorstellung, wo Du Dich und Deinen Hund und, wenn Du magst, Deine Familie kurz (oder auch etwas länger) vorstellen kannst.
Danach wirst Du dann für weitere Bereiche freigeschaltet. Und wenn Du dann etwas aktiver hier mitmischst, dann ist auch der Rest des Forums für Dich offen.

Wir freuen uns auf Dich.


P.S.: Wenn Du Fragen hast, bezüglich des Forums oder was auch immer, wir helfen immer gerne :yes: Nur keine Scheu ...

Pat

#13

Beitragvon Pat » 10.09.2012, 11:48

Beitrag von Pat »

Danke Anja habs gefunden :-)

beagle-connection

#14

Beitragvon beagle-connection » 12.09.2012, 07:14

Beitrag von beagle-connection »

Wir haben 3 unkastrierte Rüden und ich werde daran auch (ohne medizinische Notwendigkeit) nichts ändern.
Auf jeden Fall würde ich Dir bei Bedarf zu homöopathischen Mitteln raten. Wir haben z. B. mit Agnus castus gute Erfahrungen gemacht.

Pat

#15

Beitragvon Pat » 12.09.2012, 11:03

Beitrag von Pat »

Hallo Susanne

nein näheres weiß ich nicht nur so grob....angeblich ist er von einer dame bei seinem Vorherigen Besitzer rausgeholt worden wegen schlechter Haltung ( wie immer die auch aussah) diese Dame hatte aber 4 Kinder auch wenig Zeit und hat den Tierschutz angerufen, weil sie ihn selbst mit 1.5 Sunden spazierganz nicht müde bekommen hat......ok der Tierschutz wiederum fand die umstände in den er lebte Katastophal und hat ihn gleich mitgenommen......auf der ersten Pflegestelle waren mehrere Hunde unter anderem auch ein etwas gleichaltriger mit dem er wohl soviel Blödsinn angestellt hat , das er auch da nicht zu halten war .
Und so ist er auf eine zweite Pflegestelle ohne Hunde gekommen , wo die Dame abseits von allem wohne und zu Hause war....tja und drei Wochen später ist er dann zu uns gekommen .
Ich denke das der Gund für sein ALLE Hunde sind toll ( weil er dann kaum reagiert auf irgend ein Komando ) in der ersten Pflegestelle liegt.
Alleine bleiben kann er auch nicht , aber das ist ne übungssache das werden wir hinbekommen.
Das erste mal als ich mit ihm Auto fahren wollte hat er sich mit allen 4 Pfoten gewehrt.....er war nicht zu bewegen einzusteigen ich musste ihn tragen.....wir haben das geübt und nun klappt es super.....da denke ich Autofahren bedeutete für ihn ...wieder weg in ein anderes Zuhause.
Mittlerweile geht er freiwillig rein sabbert nicht mehr und liegt ganz entspannt.
Natürlich testet er wie jeder seine Genzen aus , aber das ist ja normal und gerade jetzt in seinem Pupertirenden alter :-)
Ich kann nichts "unnormales" an ihm feststellen
im Gegenteil ich finde ihn sehr gelehrich und unheimlich intelligent , er ist ein schmuser vor dem herrn und zu jedem nett und freundlich .

lg
Pat

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