Beagle schwerer motivierbar - Grund Vorurteil?

Womit wir unsere Hund auslasten können!
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Moderator: BeagleFriends-Team

Gast

#16

Beitragvon Gast » 29.02.2012, 07:33

Beitrag von Gast »

Ich könnte Anjas Text 1 zu 1 übernehmen,nur der Border fehlte in meiner Huschu! Dafür hatte ich nen Golden mit nem hochmotiviertem Frauchen.....

Oft hab ich Blut und Wasser geschwitzt in der Huschu,mich manchmal auch ein bisschen geschämt, aber meistens war ich doch stolz und hab gelacht!
Wenn so ein Beagletier nun mal keinen Sinn in irgend etwas sieht.......und dann auch noch die passenden Leckerlies fehlen.....

Letztendlich hat meine Trainerin gesagt,mein Beagle wäre gut erzogen,ok, ein bisschen durchgeknallt, aber sonst? Sie sagt, die meisten Beaglebesitzer die bei ihr waren haben einfach irgendwann aufgegeben......ich eben nicht und da könnte ich schon ein bisschen stolz sein!

Gipsy lernt schnell, noch schneller mit gescheiter Belohnung, aber sie kann eben auch stur sein, und wenn man das weiß, ist es nicht mehr stur, sondern eher intelligent,ist alles ne Auslegungssache.
Ich find nicht, daß Beagle sooo schwer zu erziehen sind, oft liegt es glaub ich an den Haltern, die sich was völlig anderes vorgestellt haben bzw gar keine Ahnung hatten, als sie den kleinen, süssen, bunten Hund haben wollten!

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#17

Beitragvon Sabine Kuhn » 29.02.2012, 08:26

Beitrag von Sabine Kuhn »

Marlin ist super gut zu motivieren.
Allerding muss ich dazu sagen, dass er im Agility und Dogdancing wesentlich motivierter ist wie bei UO. Ich behaupte allerdings, dass das an mir liegt. Denn ich finde UO nicht sonderlich toll und das überträgt sich auf Marlin.
Läuft mein Trainer UO mit ihm, und der macht es gerne, ist er viel mehr bei der Sache.

Gast

#18

Beitragvon Gast » 29.02.2012, 08:49

Beitrag von Gast »

Ich sag ja auch immer, Beagles sind einfach zu intelligent. Man kann sie nur ganz schwer austricksen.

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#19

Beitragvon Cecily » 29.02.2012, 10:26

Beitrag von Cecily »

Picasso ist über Futter extrem leicht motivierbar, wobei ich immer wieder feststelle, dass Picasso ein wahrer UO-Freak ist und das unheimlich gerne macht ... keine Ahnung warum und vor allem, wo ich das gar net so mag :stumm:
Durch Oskar, als Hütehundmix, habe ich den direkten Vergleich hier und ich finde dies auch immer wieder spannend. Während Oskar sich zum Teil leicht ablenken lässt und zum Beispiel im Agility zwar super schnell aber auch teilweise sehr unkonzentriert bei der Sache ist, ist das Bagel stets bemüht alles richtig zu machen und arbeitet bedeutend aufmerksamer und somit sauberer.

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#20

Beitragvon Cecily » 29.02.2012, 10:31

Beitrag von Cecily »

SchnuffelBarney hat geschrieben:Kann mich noch gut erinnern, als ich bei der ersten Hundeschule war. Mir wurde gleich zu anfang gesagt: "Oh, Gott ein Beagle, da haben sie sich ja was angetan!" Klasse, oder?!
Das habe ich auch zu hören bekommen, aber das Bagel konnte immer das Gegenteil beweisen und zeigen, dass Beagle auch anders können ... jedenfalls auf dem Hundeplatz :kinggrin:
Noch entsetzter ist man allerdings, wenn ich erwähne, dass bei uns in der kommenden Zeit ein Bearded Collie einziehen wird - was hat man mich schon bekniet, dass ich mir das ja überlegen soll :jumpgrin:

Bienchen

#21

Beitragvon Bienchen » 29.02.2012, 11:01

Beitrag von Bienchen »

Bayernbeagle hat geschrieben:Ich sag ja auch immer, Beagles sind einfach zu intelligent. Man kann sie nur ganz schwer austricksen.
Genau so sehe ich das auch. Es gibt Hunderassen, die einem kleine Fehler in der Erziehung einfach leichter verzeihen, ein Beagle nutzt sie charmlos aus und verwendet alles gegen einen. Und das ist auch nach meiner Ansicht ein Zeichen für Intelligenz. Denn ein Beagle, der Sinn in der Arbeit sieht, mit Belohnung rechnen kann und auch weiß, dass Frauchen sich nicht so leicht austricksen lässt, lernen meiner Erfahrung nach weitaus schneller als andere Rassen.

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#22

Beitragvon michi » 29.02.2012, 19:08

Beitrag von michi »

jaja, die hochmotivierten Hundetrainer sollten hier in Frage gestellt werden..... :jumpgrin:

Wir galten als Streber in der Huschu, denn mit Salami oder echten holländischem Gouda liefen 2 Beagle gleichzeitig mit mir in Freifolge.
Also ich kann mich nicht über Motivationsprobleme beschweren....

Aber auch wir wurden zur Probestunde herzlich empfangen mit den Worten : Oh nein, schon wieder ein Beagle! :barbar: pech, es bleib bei der Probestunde , die ich auch nicht bezahlt habe, trotz Forderung! :flucht:

beagle-connection

#23

Beitragvon beagle-connection » 29.02.2012, 19:41

Beitrag von beagle-connection »

michi hat geschrieben: Wir galten als Streber in der Huschu, denn mit Salami oder echten holländischem Gouda liefen 2 Beagle gleichzeitig mit mir in Freifolge.
Das erinnert mich an ein lustiges Erlebnis aus meiner Zeit in der Welpengruppe mit Indigo. Abrufen aus dem Spiel wurde geübt und die anderen Teilnehmer hatten offenbar nichts so wohlriechende Leckerchen dabei wie ich (war auch holländischer Käse, aber Fleischwurst statt Salami). Klappte bei mir wunderbar und gerade, als ich vom Hundetrainer als Paradebeispiel vorgeführt werden sollte, musste ich ihm mit den Worten vorgreifen: "Äh, es gibt da nur leider ein kleines Problem, dies hier ist überhaupt nicht mein Hund." Der kleine Labrador neben mir war nun wirklich nicht mein Beagle, ließ sich aber durch entsprechende Köstlichkeit mindestes genauso gut motivieren.

Trifft also nicht nur auf Beagle zu.

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#24

Beitragvon michi » 29.02.2012, 20:14

Beitrag von michi »

herrlich Ute!!!:jumpgrin:

Gast

#25

Beitragvon Gast » 01.03.2012, 12:04

Beitrag von Gast »

hi hi ...
das hat meine Schäfi-Mix auf dem Hundeplatz früher auch schon gebracht:
mehrere HuFü riefen "hier" und der Plüschkopf sitzt da vor, wo es am besten schmeckt.
Von wegen "will-to-please" ... auch Schäfis haben Geschmack!! :kinggrin:


LG,
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Re: Beagle schwerer motivierbar - Grund Vorurteil?

#26

Beitragvon Verena & Elli » 01.03.2012, 14:27

Beitrag von Verena & Elli »

Kruerex hat geschrieben:Huhu
Höre ja (leider immer noch obwohl es genug Gegenbeweise gibt) das Beagle schwerer motivierbar wären als andere Rassen.
Es kommt darauf an, was man für sich selbst als schwer und leicht motivierbar definiert.
Für mich ist ein Hund leicht motivierbar, der sich allein durch meine leicht variierende Stimme, Körpersprache und allgemeine Zuwendung freut, etwas mit mir machen zu "dürfen". Ohne viel Aufwand und mit wenigen bis gar keinen Hilfsmitteln/Lockmitteln.
Dagegen ist ein Hund schwer motivierbar, der sich durch mich und meine Zuwendung/ Stimme/ Körpersprache allein wenig bis kaum dazu bewegen lässt, etwas mit mir zu machen oder etwas neues "von mir" zu lernen.

Alle Beagles die ich kenne sind in Kombination mit dem Hilfsmittel "Leckerli" recht leicht zu motivieren. Manche drehen sogar so doll auf beim Anblick von Futter, dass sie sich gar nicht mehr auf die Aufgabe konzentrieren können.
Bei Prüfungen jeglicher Art muss man als Hundeführer ohne Futter auskommen und dieses Hilfsmittel entsprechend abbauen im Laufe des Trainings. Und genau da hakt es dann (nach meiner Erfahrung) oft beim Beagle, weil er meist auch bei gutem, schrittweisen Abbau (variable Bestätigung) von Futter wieder gerne "austestet", ungehorsam wird und sein Ding macht. Ist nun mal eine selbständige Hunderasse.
UO usw würde fast garnicht gehen..
Geht schon, natürlich! Aber man muss sich als Mensch viel, viel mehr ins Zeug legen und ganz anders arbeiten, als in der ganz klassischen UO, bei der im Kasernenhofton irgendwelche Kommandos gebrüllt werden und der Hund gemaßregelt wird, wenn er nicht so handelt, wie der Mensch es sich vorstellt. (Wobei sich ja offenbar in der Schäferhundeszene sehr viel verändert hat in den letzten Jahren...)
Liegt es also vielleicht auch daran , dass man mit dem Vorurteil ans Training geht?
Wie gut es hinterher aussieht und klappt liegt natürlich am Hundeführer. Wenn der mit Vorurteilen wie "Das hat hier alles mit einem Beagle eh keinen Sinn" ans Training geht, wird es auch nix werden. Allerdings ist es kein Vorurteil, dass ein Beagle sich nicht so sehr seinem Hundeführer "anbietet" wie ein Retriever oder Hütehund.

Gast

#27

Beitragvon Gast » 01.03.2012, 16:02

Beitrag von Gast »

Sehr schöner Beitrag Verena :2thumbs:

Kruerex

Re: Beagle schwerer motivierbar - Grund Vorurteil?

#28

Beitragvon Kruerex » 02.03.2012, 10:41

Beitrag von Kruerex »

Verena & Elli hat geschrieben:
UO usw würde fast garnicht gehen..
Geht schon, natürlich! Aber man muss sich als Mensch viel, viel mehr ins Zeug legen und ganz anders arbeiten, als in der ganz klassischen UO, bei der im Kasernenhofton irgendwelche Kommandos gebrüllt werden und der Hund gemaßregelt wird, wenn er nicht so handelt, wie der Mensch es sich vorstellt. (Wobei sich ja offenbar in der Schäferhundeszene sehr viel verändert hat in den letzten Jahren...)
.
Ja , aber sollte das nicht mittlerweile normal sein und für jeden Hund gelten?
Das es so nicht ist und es immer noch Idioten gibt die im Mittelalter stehen geblieben sind , ist mir auch klar.

Es sind übrigens nicht nur "Schäferleute" , als wir noch THS gemacht haben , hat jemand seinen zB Papillion mit Stachel beim Gerätetraining geführt.
Und das war einer , der jahrelang im Verein war..

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#29

Beitragvon Verena & Elli » 02.03.2012, 13:42

Beitrag von Verena & Elli »

@Sandra:

Ich glaube, ich habe an der von dir zitierten Stelle nicht deutlich genug geschrieben, worum es mir geht.
Mit dem "man muss sich beim Beagle mehr ins Zeug legen" habe ich gemeint, dass man sehr abwechslungsreich, mit viiiiiel Leckerli (am besten in Kombination mit Clicker) und extremer Geduld und Ausdauer arbeiten muss, um die Aufmerksamkeit des Hundes bei den entsprechenden Übungen auf sich zu lenken. Schließlich liegen auf vielen Hundeplätzen herunter gefallene Futterstücke, es gibt Pinkelstellen, Karnickelspuren etc. Außerdem muss man mehr als konsequent sein, um vom Hund ansatzweise ernst genommen zu werden!

"Unterordnung" ist letztlich relativ stumpfer (aber im Alltag notwendiger) Gehorsam gegenüber dem Hundeführer und das verträgt sich nicht unbedingt mit dem Charakter eines typischen Beagles, der gerne eigene Entscheidungen trifft und am liebsten seiner Nase nachgeht.
Wenn man bei so einem Hund mit Druck arbeitet (und das kann man auch ohne Stachelhalsbänder und Co.!), sieht ein Beagle überhaupt keinen Sinn mehr darin, diesen "UO-Quatsch" zu machen. Ein Beagle muss Spaß haben, sonst verselbständigt er sich von vornherein.

Andere Hundetypen sind von sich aus so bemüht alles recht zu machen, dass sie bei "klassisch geprägter" UO nicht gleich auf stur stellen, wenn sie korrigiert werden (im Gegenteil). Dabei meine ich nicht, dass die Hunde körperlich gemaßregelt werden. Aber sie müssen auch nicht dauerbespaßt werden, um mental beim HF zu sein.
Zuletzt geändert von Verena & Elli am 02.03.2012, 13:47, insgesamt 4-mal geändert.

Bienchen

#30

Beitragvon Bienchen » 02.03.2012, 13:45

Beitrag von Bienchen »

@Verena: Wieviele Beagle hast du eigentlich bei der Unterordnung schon beobachten bzw. selbst ausgebildet? Ich bin immer wieder von deinen Erfahrungen total erstaunt, denn sie sind so ganz anders als mein bzw. die Erfahrungen meines näheren Umfeldes. :gruebel:

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