Beagle schwerer motivierbar - Grund Vorurteil?

Womit wir unsere Hund auslasten können!
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Gast

#46

Beitragvon Gast » 06.03.2012, 09:56

Beitrag von Gast »

"Wenn Hugo tatsächlich so prima kontrollierbar ist, bist du erstens eine gute Hundeführerin und zweitens hat er mit Sicherheit einen sehr, sehr "moderaten" Jagdtrieb für einen Beagle. "

Ich kenn die beiden Beagle von Katrin persönlich .......... Hugo seit er 5,6 Monate ist.
Und mit Sicherheit hat er keinen "sehr, sehr moderaten Jagdtrieb" :-/ Aber er steht so im Gehorsam, dass er Abrufbar ist oder auch Platz macht bei flüchtendem Wild.
Vielleicht ist es wirklich einfach so, dass Du noch nicht so viele Beagle im "Alltagsleben" erlebt hast oder nur so negativ Beispiele kennen gelernt hast :gruebel: Nicht jeder macht sich da so die Mühe. Auch bei uns ist jeder Gassigang Training
Klar gibt es leichtführigere Hunde als den Beagle, der soooooooooo seinen Besitzer liebt und alles bedingungslos für ihn macht. Wenn Du das unter Motivation verstehst, hast Du vielleicht auch recht. Aber schlecht motivierbar zur Mitarbeit find ich die jetzt nicht. Hab grad zwei total unterschiedliche Mädels zu Hause.
Amy, die denkt "Hm-----------macht das jetzt Sinn, dass ich Platz mache und was bekomm ich dafür....
Jule, die immer rum hibbelt und denkt "bitte sag, was soll ich jetzt machen"........
Bei Amy muss ich schon Leckerlie investieren, bei Jule würde es auch ohne gehen.
Aber ehrlich: es ist mir wurscht. Die beiden bekommen ihre Belohnung für gutes und schnelles hören.
Und wie ich in der HuSchu auch schon sagte, mir ist es egal ob der Hund jetzt für ein Stück Wiener kommt oder weil er mich so toll findet. Hauptsache er kommt. Es gibt genügend andre "leichtführige" Hunde, die hören keinen Deut, egal ob mit Futter gelockt wird oder nicht.
Jedoch würd ich jetzt nicht alle Beagle über einen Kamm scheren. Denn es gibt echt Menschen wie Katrin, die sich ne schweine Mühe mit ihren Hunden macht und ich will mal behaupten, dass sie besser hören als mancher Labbi oder sonst was.
Auch meine Erwartung an den Gehorsam ist recht hoch. Ich möchte, dass sie hören und das bitte nicht beim 3 Mal. Dass einem da mal der Jagdtrieb oder die Sturheit in die Quere kommt.............nun ja, ich mag diese Herausforderung :) Und da hat man es vielleicht bei ner andren Rasse leichter. Aber jeder kann sich frei entscheiden was er nimmt...................keiner meiner Hunde stand mit gepacktem Koffer vor der Tür und sagte "ich zieh jetzt hier ein" :jumpgrin:
So das mal etwas OT :afraid:
Find es immer schade, dass der Beagle in den meisten Hundeschulen als schwer erziehbar oder als schlecht motivierbar gilt. Sie sind so schlau und lernen so schnell.........aber sie "hinterfragen" mehr/öfter als das ein andrer tut. Meine Erfahrung ist die, je motivierter an ich was ran geh, desto motivierter sind die Hunde. Wenn ich keine Lust oder so drauf habe, wird das auch eher nix. Spricht doch eher für die Einfühlsamkeit der Beagle oder :jumpgrin: :jumpgrin: :jumpgrin: :jumpgrin: :jumpgrin: :jumpgrin:

Bienchen

#47

Beitragvon Bienchen » 06.03.2012, 10:29

Beitrag von Bienchen »

@ Sandra: :bussi:

Ich denke eben, jeder hat seine Erfahrungen gemacht, dennoch reagiere ich einfach etwas angepiekst, wenn das dann pauschal auf die ganze Rasse übertragen wird.
Ich muss wirklich sagen, dass ich mit Uschi erziehungsmäßig sicher weniger Mühe und Arbeit hatte, als Verena mit ihrem Labrador, so wie sie es beschreibt. Aber da hatte ich ja auch schon 3 Jahre Übung mit Hugo. Und Jagdtrieb haben beide und sicher nicht wenig.

Sandra ist für mich das beste Beispiel, dass eben konsequente Erziehung das a und o ist, dann klappt auch der Freilauf. Jule als zweiter Beagle hört aufs Wort. Amy war von Welpenbeinen an sehr selbstständig unterwegs und Sandra hat es auch nicht so viel ausgemacht, erst als die Runden mit 2 Jahren immer länger wurden. Seit dem arbeitet sie daran. Aber das aus Amy raus zu bekommen ist wesentlich mehr Arbeit, als es bei Jule von Anfang an richtig zu machen. Trotzdem darf auch Amy mit 5 Jahren an der Schleppleine laufen ohne, dass die in der Hand ist und hört super.

Eine pauschele Aussage über den Beagle demotiviert viele neu Beagler und sie denken sich, die Mühe spar ich mir. Aber das ist nicht war. Mit artgerechter Beschäftigung, libevollem konsequentem Umgang, habe ich einen super Hund, der mit mir voller Begeisterung alles macht. Er lernt schnell und ist auch im Hundesport vielfältig einsetzbar. Hier gibt es doch auch Beagles, die im Obidience auf Prüfungen geführt werden.

Also Beagle ist für mich nicht auschließend für Gehorsam, Motivierbarkeit, Spass an Arbeit und Abrufbarkeit.
Genauso ist eben aber auch Labrador nicht gleichbedeutend mit motiviert, gehorsam und abrufbar. Es hängt viel vom Hundehalter ab und der Artikel von Jutta zur Bindung ist für mich interessant. Denn sowohl bei Hugo und auch bei Uschi habe ich von Beginn an in erster Linie an unserer gegenseitigen Bindung und dann am Gehorsam gearbeitet. Vielleicht ist das auch die unterschiedliche Auffassung.

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#48

Beitragvon snakchen » 06.03.2012, 11:39

Beitrag von snakchen »

Ich denke hier werden gerade "mit Eifer bei der Sache" und "Will to please" durcheinander gemixt.

Mal anders gefragt: Mit was für anderen Rassen habt ihr Alltagserfahrung? Ich dachte immer, dass mein Beagle sehr motivierter ist, dann kam ein Border in die Familie und ein Groenendael als Gassihund. Da liegen Welten dazwischen. Vor allem was die will-to-please-Ausdauer betrifft

Lg Karin

Bienchen

#49

Beitragvon Bienchen » 06.03.2012, 11:55

Beitrag von Bienchen »

Durch meine Tätigkeit als Trainerin in Welpen-, Junghunde und BH-Gruppe habe ich mit vielen Rassen ERfahrungen sammeln dürfen und ich bestreite doch gar nicht, dass diese Rassen mehr Will to Please mitbringen, sondern sage einfach nur, dass es bei egal welcher Rasse am Hundeführer liegt, was er daraus macht. Und nachdem ich meine erfahrungen mit anderen Rassen auf dem Hundeplatz und im Wald berichtet habe, kam Verena wieder auf den Jagdtrieb des Beagles, aber das Ursprungsthema war die Motivierbarkeit für Hundesport und Arbeit auf dem Hundeplatz und da sehe ich bei einem motivierten Hundeführer überhaupt kein Problem seinen Beagle zu motivieren. Wenn der Hundeführer fähig ist, bekommt er das hin und wenn ein Hundeführer unfähig ist, bekommt er auch nen Border dazu nicht mitzumachen. Das sind meine Alltagserfahrungen auf dem Hundeplatz, im Wald, beim Hundesport. Ein Border verzeiht mehr Fehler, da er eben schon mehr Will to please mitbringt, genau wie ein Labbi oder ein Schäferhund. Ein Beagle nutz diese Fehler schneller aus, das hatte ich aber auch schon ganz vorne geschrieben.

Gast

#50

Beitragvon Gast » 06.03.2012, 13:08

Beitrag von Gast »

Aber die Chance ist doch größer, dass ein unfähiger HF einen Hund mit 'will-to-please' so einigermassen alltagstauglich hinbekommt, da ja der Hund von sich aus schon mal mehr anbietet.

@ Katrin: Sind bei Dir generell die Beaglehundeführer unfähig, dessen Beagle nicht ableinbar sind? Das lese ich z. B. bei Deinen Posts so raus.

Bienchen

#51

Beitragvon Bienchen » 06.03.2012, 13:19

Beitrag von Bienchen »

Nein sind sie nicht. Aber viele, die heute sagen, sie haben vieles schon ausprobiert, haben das eben erst gemacht, nachdem der vHund schon Jagderfolg hatte und sie häufig eben nicht konsequent waren.
Ich sage es eher umgekehrt, alle, die sich von Beginn an Mühe gegeben haben und konsequent waren, haben gut erzogene, motivierbare und größten Teils ableinbare Hunde. Die schuld liegt dabei vauch nicht immer nur beim Hundeführer, sonder schlechte Aufklärung durch Züchter und unfähige, nicht beaglekompetente Hundeschulen tun ihr Übriges.
Wenige Beaglebesitzer sind auch so ehrlich und sagen, dass Sie vielleicht anfänglich oder beim ersten Hund noch Fehler gemacht haben, sondern dann ist eben die Rasse allgemein nicht erziehbar. Kann ich also auch rumdrehen.

Es soll sich hier jetzt bitte niemand auf die Füße getreten fühlen, weil sein Beagle nicht ableinbar ist oder sich nicht motivieren lässt. Da ich eure Beagle persönlich nicht kenne, kann ich das wohl schlecht beurteilen. Ich spreche von meinen erfahrungen mit den vielen Beagleführern und auch Hundeführern anderer Rassen.

Bienchen

#52

Beitragvon Bienchen » 06.03.2012, 13:26

Beitrag von Bienchen »

Verena & Elli hat geschrieben:
Mit Verlaub gesagt, die meisten Hundeschulen haben keine Ahnung von Jagdhunden und schon gar nicht vom Beagle, es findet wenig Aufklärung beim Züchter statt. Sowohl bei Hugi, als auch bei Uschi begann das Antijagdtraining mit 8 Wochen. Bindungsarbeit, konsequente Abbruchsignale usw. Wie ich das rausgehört habe, musstest du daran bei deinem Labbi aber auch arbeiten, also am Abbruchsignal.
Das sehe ich alles ganz genauso!
Und ja: mit Kayliz musste ich auch fleißig arbeiten. Sie ist mir etwa 2-3mal kurz hinter Rehen abgezwitschert. Leider! Dann war sie kurz außer Sicht und kehrte um. Das ganze hat jeweils maximal 30 Sekunden gedauert. Ellis erster Jagdausflug im Alter von drei Jahren (der erste von insgesamt dreien) hat fast 4 Stunden gedauert.
Denkst du nicht, dass du vielleicht bei deinem Labrador eben schon ERfahrungen, die du beim Beagle gemacht hast, mit eingebracht hast und vielleicht dadurch, dass du frühzeitig dagegen gesteuert hast, deswegen so einen großen Unterschied zwischen dem Jagdtrieb deiner beiden Hunde siehst. bgesehen davon, dass ein Labrador für ganz andere jagdliche Aufgaben gezüchtet ist, als ein Beagle, da sind wir uns ja einig.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Beaglebesitzer oft mit dem ersten Beagle, bei dem sie noch nicht von Beginn an den Durchblick hatten, größere Probleme hatten, als beim Zweiten, den Sie dann von Beginn an richtig gearbeitet haben Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und auch ich berichte nur von meinen Erfahrungen.

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#53

Beitragvon snakchen » 06.03.2012, 13:34

Beitrag von snakchen »

Naja ich glaub die Diskussion ist mittlerweile wirklich sinnlos...
Alltagserfahrung und Hundeplatz- oder Spaziergeh-Erfahrung sind zwei ganz verschiedene Sachen.
Aber ich weiß das auch erst, seit ich die Rassen selber "habe".

Liebe Grüße,
Karin

Bienchen

#54

Beitragvon Bienchen » 06.03.2012, 13:39

Beitrag von Bienchen »

Dass die Diskussion sinnlos ist habe ich schon die Seite vorher angemerkt.

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#55

Beitragvon Verena & Elli » 06.03.2012, 16:02

Beitrag von Verena & Elli »

Ich finde die Diskussion zwar ebenfalls etwas off topic, aber dafür sehr interessant und gar nicht sinnlos.
Und irgendwie kann man ja auch nicht nur isoliert von allem anderen über die Motivierbarkeit einer Rasse sprechen. Irgendwie ist es doch klar, dass man zwischendurch immer wieder gedankliche Ausflüge zu Aspekten wie Selbständigkeit/Jagdtrieb/ Meutehund/Verfressenheit und Co. macht.
Bienchen hat geschrieben: Denkst du nicht, dass du vielleicht bei deinem Labrador eben schon ERfahrungen, die du beim Beagle gemacht hast, mit eingebracht hast und vielleicht dadurch, dass du frühzeitig dagegen gesteuert hast, deswegen so einen großen Unterschied zwischen dem Jagdtrieb deiner beiden Hunde siehst.
Eigentlich nein. Ich habe natürlich von den Erfahrungen mit Elli profitiert und war "vorgewarnt", aber mit Kaylis war es aufgrund ihres will to please wirklich viel einfacher. Nein deshalb, weil ich beobachte, dass mein Labi zwar auch sehr interessiert an Wild ist (hat übrigens auch eine sehr gute, aktive Nase ;-)), aber sie war von Anfang an eigentlich durchgängig ansprechbar. Auch bei größter Erregung. Das war und ist bei Elli anders. Das führe ich aber nicht nur auf ihren Trieb zurück, sondern auch darauf, dass sie generell nicht so sehr auf mich bezogen ist - wenn du so willst: Elli ist nicht so leicht auf mich konzentrierbar und durch mich motivierbar. Das zeigte sich extrem im Alter von 9 Wochen: Elli hatte fast keinen beobachtbaren Folgetrieb! Wenn ich mich versteckt habe, hat sie seelenruhig weitergeschnüffelt. Kayliz hingegen lief in den ersten Wochen so eng bei mir, dass ich auf das kleine schwarze Wusel fast drauf getreten wäre :lol: .
Kontrollierbarkeit an Wild ist bei meiner Labihündin durch sehr guten Gehorsam zu erreichen.
abgesehen davon, dass ein Labrador für ganz andere jagdliche Aufgaben gezüchtet ist, als ein Beagle, da sind wir uns ja einig.
Ja! Und eben WEIL ein Beagle für komplett andere jagdliche Aufgaben gezüchtet wurde, ist er durch seinen Hundeführer allein nicht soooo leicht motivierbar wie andere Rassen.
Allerdings hat man ja wirklich als Beaglemensch ein Riesenglück, dass die kleinen Schelme sich für jegliche Art von Futter fast umbringen :jumpgrin: und dadurch manchmal fast übermotiviert sind.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Beaglebesitzer oft mit dem ersten Beagle, bei dem sie noch nicht von Beginn an den Durchblick hatten, größere Probleme hatten, als beim Zweiten, den Sie dann von Beginn an richtig gearbeitet haben Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel und auch ich berichte nur von meinen Erfahrungen.
Kann gut sein. Mit Elli haben wir auch sicher einiges falsch gemacht. Gerade in punkto "Antijagdtraining" haben wir viel zu spät gelernt, wie man das aufbaut. Ich bin aber im Moment noch nicht soweit, dass ich meine gesammelten Einsichten und Erfahrungen an einem weiteren Beagle testen möchte. :winkgrin:

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#56

Beitragvon Bine » 17.03.2012, 18:12

Beitrag von Bine »

Hi,

zur Motivation meines Beagles nutze ich verbales Lob,hin und wieder Spiel oder eben Futter.
Als ich ihn bekam (5 Jahre, völlig unerzogen) waren ihm Menschen shitegal.Die haben bisher nie was interessantes mit ihm gemacht, die konnte man nur prima an der Flexi hinterherziehen..Da er auch eine Zeitlang auf einem Balkon leben musste(1 Besitzer),später dann kaum beachtet wurde (2 Besitzer) hatte er kein besonderes Interesse an Menschen-er machte sein Ding.
Er hatte sehr genaue Vorstellungen davon, wie man spazieren geht oder mitarbeitet.

Ich habe ihn die ersten Wochen hauptsächlich aus der Hand gefüttert, er musste sich sein Futter verdienen. Dadurch hat er ganz schnell kapiert, dass es evtl doch Sinn macht mit Menschen was gemeinsam zu tun. Er hat rasend schnell gelernt!! Ich habe mich bemüht ihm immer neuen Input für´s Köpfchen zu geben, mich auch ohne Futter interessant zu machen.

Heute hört er besser als die meisten Hunde die ich kenne oder unterwegs treffe. Auch Beaglehalter in der Gegend sind öfter mal erstaunt, dass Beagles auch so hören können.
Lupo läuft frei in Feld, Wald und Wiese und auch teilweise im Wohngebiet.
Mit meinem Kaninchen konnte er unter Aufsicht im Garten laufen. Er hat sehr wohl Jagdtrieb (aber nicht übermäßig und kontrollierbar) und weiss wozu die Nase da ist, aber er lässt sich IMMER abrufen! Er liebt Fährte, Verlorensuche und Hobby-mantrailing. Da hat er auch Spurlaut, die Rute geht hin und her, er grunzt-also alles Beagletypisch...

Sein Boxerkumpel ist mal nem Reh hinterher-mein Hund kam sofort nach 2 Sätzen zurück.
Er macht Sitz+Platz+Steh auf Entfernung auch auf Pfeifton-auch mitten im Feld und mit 20-30 Metern Abstand. Weiter von mir entfernt er sich selten, er hat mich immer im Blick und lässt sich auch stumm mit Handzeichen abrufen. Wir üben jeden Tag, auf jedem Spaziergang weil Erziehung für mich zum Alltag gehört und diesen angenehmer macht für ihn und für mich! je besser er hört umso mehr Freiheit kann er genießen.

Ich denke, dass man für jeden Hund individuell die passende Motivation und den passenden Umgang herausfinden muss. Rassezugehörigkeit gibt Anhaltspunkte auf was man sich einstellen kann/sollte aber trotzdem ist jeder Hund seine eigene Persönlichkeit.
Ich würde, obwohl mein Beagle sehr gut hört und erziehbar ist, nie behaupten das alle Beagle dazu in der Lage sind, oder dass alles nur am Besitzer liegt.
Motivierbar sind alle Hunde irgendwie, einen gewissen Gehorsam kann auch jeder Hund lernen aber man kann nicht alle Vertreter einer Rasse in diese oder jene Schublade stecken (wie viele Hundeschulen/Trainer das tun). Vieles ist Charaktersache, Erziehungssache oder manchmal auch aus den Erfahrungen im Vorleben beeinflusst.

LG

Kruerex

#57

Beitragvon Kruerex » 17.03.2012, 19:35

Beitrag von Kruerex »

Ich merke schon : brauche dringend einen Beagle um mitreden zu können ;o)

Bienchen

#58

Beitragvon Bienchen » 18.03.2012, 06:23

Beitrag von Bienchen »

@Bine: :2thumbs:
@Sandra: :jumpgrin:

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#59

Beitragvon Silvia » 18.03.2012, 11:43

Beitrag von Silvia »

Wir waren mit den beiden Beagles im letzten Jahr auf 7 Unterordnungsturnieren. Keine Ortsgruppenprüfungen sondern Cupturniere.

Wir erreichten zwischen 94 (von den 100) ...und (letztens mit Lissamäuschen) 76 Punkte. Wobei Fehler natürlich nicht immer durch den unmotivierten? Beagle, sondern viel öfters beim Hundeführer ihren Anfang haben. :datz:

Für sehr ehrgeizige Turniergeher ist der Beagle wahrscheinlich nix - Oooder er ist gerade deshalb eine besondere Herausforderung? :gruebel:

Ich hatte und habe aber nie das Gefühl dass meine Beagles beim Training nicht motivierbar wären. Genausowenig habe ich das Problem im Alltag. Vergleiche zu anderen Rassen im Haushalt fehlen mir allerdings. Meine eigenen Hunde waren immer Beagles - und ein alter Magyar Vizsla.

Besonders zu neuen Sachen sind sie sehr gut zu motivieren. - Vor allem mit Futter. In der Zwischenzeit auch ein wenig durchs Spielzeug. Durch die freundliche Stimme so und so.

Ich kann es ihnen nicht verübeln dass beim Winkelgehen und dem mehr oder weniger immer gleichen Programm in der UO die Motivation leidet. Tut sie auch bei mir. (Bei Turnieren gibt es ja auch kaum verbales Lob) - Und genau DA muss man dann im Training ansetzen. Mit "viel" Abwechslung - soweit möglich.

Es ist richtig schön zuzusehen mit welcher Freude sie mitmachen können und wollen. Ich darf nur nicht immer auf die Ratschläge der Trainer hören die auf solchen Hundeplätzen wie unserem meistens anscheinend wirklich mit Beagles überfordert sind. Es wird immer noch sehr viel mit Druck gearbeitet... neben der positiven Bestärkung.

In der kleinen Turniergruppe ist mein Standpunkt bekannt und es wird darauf Rücksicht genommen dass ein Beagle kein Malinois ist.

Apropos: Ich bin im letzten Jahr total desillusioniert worden.
Wir haben auch privat Turnierleute mit tollen Spitzenhunden kennengelernt die jedes Mal am Stockerl stehen, alle Pokale abräumen - und die im Alltag mit ihren Tieren schlecht zurecht kommen.

Was habe ich von einem Malli der voll motiviert jede Prüfung absolviert, aber nirgendwohin mitzunehmen ist weil er im Alltag eine Katastrophe ist?

Wir sind zufällig zur Unterordnung gekommen und werden wahrscheinlich auch noch eine Weile weitermachen weil wir jetzt schon dabei sind und die Leute passen.
- Bei Sportfährte wird auch mit Futter motiviert - das entspricht schon ein bisserl mehr unseren Schnüffelnasen. Das lange Kaffeetrinken und Quasseln der Zweibeiner während die Fährte liegt und sie warten ist aber vielleicht auch ein bisserl langweilig für die Hunde.

Seit kurzem trailen wir - Also: DA sag mir mal einer ein Beagle sei nicht zum Arbeiten zu motivieren!

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Sabine Kuhn
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#60

Beitragvon Sabine Kuhn » 19.03.2012, 11:15

Beitrag von Sabine Kuhn »

Also eins kann ich im Moment sagen. Unterordnung ist ja nicht meins, Marlin machts aber echt gut uns wenn wir grad BH trainieren, sind nur Aussies + Borders dabei. Von allen Hunden hat Marlin die konstanteste Leistung. Alle anderen sind einmal super und dann aber wieder eine Katastrophe.

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