Hundeführerschein

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kleineMeute

Hundeführerschein

#1

Beitragvon kleineMeute » 23.03.2012, 22:31

Beitrag von kleineMeute »

Hi liebe Mitbeagler,
Der Hundeführerschein ist ja gerade so ein Thema; zu mindest hier bei uns.
Habt ihr einen? Wie denkt ihr darüber? Sinnvoll oder Geldmacherei?
Er soll ja bald Pflicht werden.

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#2

Beitragvon Ulrike » 23.03.2012, 22:55

Beitrag von Ulrike »

Hallo Nicole,

WELCHEN Hundeführerschein meinst du denn?

Hier bietet jede Hundeschule IHREN Hundeführerschein an :datz: .

Ich habe seit Jahr und Tag einen "Hundeführerschein" meiner damaligen Hundeschule.

Seit letztem Jahr haben wir den D.O.Q.-Test 2.0 der "Tierärztlichen Arbeitsgemeinschaft Hundehaltung e.V.", der mal bundeseinheitliche Gültigkeit haben soll CLICK

Ich fand die Vorbereitung auf diesen Hundeführerschein sehr sinnvoll, es hat viel Spaß gemacht, und die praktische Prüfung war für uns ne Herzschlagnummer :umfall.

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#3

Beitragvon Silke » 24.03.2012, 05:51

Beitrag von Silke »

Jede Stadt hat seinen "eigenen" Hundeführerschein, glaube ich. Der hier in Hamburg ist Pflicht, wenn man seinen Hund frei laufen lassen möchte und beinhaltet auch nur solche Dinge. Der von Schleswig-Holstein ist schon wieder anders.

Jenny

#4

Beitragvon Jenny » 24.03.2012, 08:41

Beitrag von Jenny »

Für mich wird es spätestens zum nächsten Jahr ein Thema.
Niedersachsen hat es ja letztes Jahr eingeführt, dass jeder "Neu"- Hundehalter einen Sachkundenachweis zu erbringen hat. Wie der allerdings aussehen soll, weiß noch keiner... :gruebel:

kleineMeute

#5

Beitragvon kleineMeute » 24.03.2012, 15:55

Beitrag von kleineMeute »

Aha, also soweit ich weiß soll er bald, nächstes Jahr glaub ich, in BW eingeführt werden. Da gibts dann wohl auch 2Stufen. Für Hunde die eh nur an der Leine sibd und für die, die auch frei laufen. Und der ist dann vom BHV. Dabei gehts dann darum ob der Halter seinen Hund in verschiedenen Alltagssituationen im Griff hat. Und nen Theorieteil gibts dabei auch.
Das kann dich net von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein, ider? Das wäre ja verrückt...

kleineMeute

#6

Beitragvon kleineMeute » 24.03.2012, 16:01

Beitrag von kleineMeute »

Ach ja, und manche Hundehaftplichtversicherungen geben auch Nachlass für die mit Sachkundenachweis bzw Hundführerschein.
Wir machen ihn, schadet ja nix. Sind eh in der Husch die ihn anbietet. Ist auch die einzige hier im Umkreis.

Wird das bei euch mehr angeboten?

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#7

Beitragvon Ulrike » 24.03.2012, 16:48

Beitrag von Ulrike »

kleineMeute hat geschrieben:Das kann dich net von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein, ider? Das wäre ja verrückt...
Doch, das kann schon sein, weil Hundegesetze Ländersache sind. Deswegen fallen ja auch die Landeshundegesetze so unterschiedlich aus.

Im Ergebnis wird es wohl darauf ankommen, welches Bundesland welchen Hundeführerschein oder Sachkundenachweis anerkennt :crazy:

kleineMeute

#8

Beitragvon kleineMeute » 24.03.2012, 20:10

Beitrag von kleineMeute »

Ha, muss ich dann vorher den jeweiligen Hundeführerschein machen wenn ich Urlaub in einem anderen Bundesland mach...?!? Das ist quatsch, oder?

Meine Trainerin meinte heute die bestandene Prüfung gilt eigentlich auch nur für das geprüfte Hund-Mensch Team. Das heißt jeder der mit dem Hund geht müsste eigentlich den Schein machen. Partner, Kinder, Mutter etc.... Das wäre ja echt heftig wenn das so kommt. Und was machen dann die Pensionen die verschiedene Hunde in Pflege kriegen...?
Naja, das Gesetz wird ja net so streng ausfallen, oder?

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#9

Beitragvon Silke » 24.03.2012, 20:18

Beitrag von Silke »

So ist da bei uns mit dem Leinenbefreiungs-Führerschein auch. Jeder, der den Hund führt, muss den Führerschein mit dem Hund machen.

Meine HuSchu führt den Hamburger Hundeführerschein, den BHV-Führerschein und den Führerschein für Schleswig-Holstein und Bayern durch.

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#10

Beitragvon Ulrike » 24.03.2012, 21:55

Beitrag von Ulrike »

kleineMeute hat geschrieben:Ha, muss ich dann vorher den jeweiligen Hundeführerschein machen wenn ich Urlaub in einem anderen Bundesland mach...?!? Das ist quatsch, oder?
Ja, ist Quatsch, jedenfalls für einen normalen Urlaub :winkgrin: !

Es wird unterschieden zwischen "Halten" und "Führen" eines Hundes. Hundehaltung ist im Wesentlichen an den jeweiligen Wohnsitz gebunden, einen Hund "führen" tust du z.B. bei einem Urlaub in einem anderen Bundesland. Der Hundeführerschein oder ein Sachkundenachweis (in NRW z.B. für Hunde, die schwerer als 20 kg und größer als 40 cm sind) ist an die "Hundehaltung" gebunden. Du darfst also auch in NRW mit einem "20/40-Hund" Urlaub machen ohne Sachkundenachweis.

Niedersachsen hat ja im letzten Jahr als erstes Bundesland in § 3 den theoretischen und praktischen Sachkundenachweis in seinem Landeshundegesetz ab 2013 für alle (Neu-)Hundehalter eingeführt. In Abs. 4 ist dort auch die Anerkennung von Sachkundeprüfungen anderer Bundesländer geregelt -->CLICK
Meine Trainerin meinte heute die bestandene Prüfung gilt eigentlich auch nur für das geprüfte Hund-Mensch Team.


Die Prüfung gilt nur für das jeweilige Mensch-Hund-Team. Das ist bei unserem Hundeführerschein auch so.
Das heißt jeder der mit dem Hund geht müsste eigentlich den Schein machen.
Glaub ich eher nicht, weil der Hundeführerschein oder die Sachkundeprüfung beim Halter ansetzt und nicht - wie in Hamburg beim Leinenbefreiungsführerschein - beim Hundeführer.

Das ist alles noch ein ziemlich großes Durcheinander. Bleibt also abzuwarten, wie sich das Thema in den einzelnen Bundesländern entwickelt, ob die niedersächsische Neuregelung auch von anderen Bundesländern übernommen wird und welche Anerkennungsregelungen dann für die unterschiedlichen Hundeführerscheine und Sachkundeprüfungen getroffen werden.

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#11

Beitragvon snakchen » 26.03.2012, 08:26

Beitrag von snakchen »

Solange das noch kein einheitliches Gesetz ist, würde ich es nicht machen.
Bei uns gabs letztes Jahr viel Wirrwarr, weil der Kampfhundeschein kam. Und in Niederösterreich ist es tatsächlich so, dass jeder, der den Hund führt, diesen Schein braucht. (Nicht mitführen ist strafbar)

Aber ganz ehrlich, die Prüfung ist sinnlos. Die theoretischen Fragen sind sowieso nur stur auswendig zu lernen und sind teilweise noch mit veralteten Dominanz-Alpha-Theorien gespickt und der praktische Teil...naja ich glaub der Hund muss wirklich aktiv wen beissen, dass er durchfliegt.

Vielleicht wirds bei euch auch einheitlich und dann kann man es sich ja überlegen. Ich würds noch nicht machen. Außer man hat was davon (in Wien gibts z.B. ein Starterpaket mit Leckerlies und Spielzeug und ein Jahr Befreiung von der Hundesteuer)

lg, Karin

kleineMeute

#12

Beitragvon kleineMeute » 26.03.2012, 08:48

Beitrag von kleineMeute »

Das will ich mal abklären ob unsere Hp versicherung billiger wird,und vielleicht die Steuer...
Ein paar Ortschaften weiter ist es nämlich so, das man mit ner bestandenen BHnur noch die Hälfte an Hundesteuer zahlt.

Wir machen ihn mal, es schadet ja auch nix.
Ich denke mir auch, sollte mal doch ein Vorfall sein z. B. ne Beiserei oder ähnliches, gibt einem das vielleicht doch Rückhalt.
Ich weiß von einer anderen Hundeschule von Vorfällen, wo die Schuldfrage nicht klar war und dann zu gunsten dessen entschieden wurde der die Begleithundeprüfung abgelegt hatte. (wobei ich von der net so viel halte, das ist ja nur ne auswendig gelernte Kür die man läuft. Keine Alltagssituationen.)

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#13

Beitragvon Ulrike » 26.03.2012, 20:29

Beitrag von Ulrike »

snakchen hat geschrieben: Aber ganz ehrlich, die Prüfung ist sinnlos.
Das sehe ich - auch ganz ehrlich - völlig anders :winkgrin: . Was die theoretische Sachkundeprüfung anbelangt, gebe ich dir im Wesentlichen Recht. Den Kram muss man sich nun mal in den Kopf hauen, und viele "richtige" Antworten sollte man anschließend auch ganz schnell wieder vergessen.
und der praktische Teil...naja ich glaub der Hund muss wirklich aktiv wen beissen, dass er durchfliegt.
Auf hundeschuleigene "Prüfungen" mag das zutreffen. Die sind aber auch nicht mehr als ne Werbemaßnahme, was man doch so Tolles in besagter HuSchu gelernt hat. Aber sobald es einen gehobeneren einheitlichen Prüfungsstandard gibt - egal ob das jetzt die BH-Prüfung, die BHV-Prüfung oder unsere ist - reicht deutlichst weniger als dass der Hund erst zubeißen muss, um durchzufallen. Wir hatten z.B. praktische Prüfung an 2 Tagen mit einem fremden Prüfer. Am ersten Tag im Freilauf im Wald mit diversen "Unter- und Einzelprüfungen", und am zweiten Tag - einem Samstagvormittag - in einer belebten Einkaufsstraße mit Straßenverkehr und ebensolchen netten, kleinen "Unter- und Einzelprüfungen". Und ich war mir alles andere als sicher, dass wir das schaffen.

Aber egal! Mir ging es nicht darum, mir irgendeinen Wisch an die Wand zu nageln, ich zahle deswegen auch nicht weniger Hundesteuer oder geringere Beiträge bei der Haftpflichtversicherung. Ich werde diesen Hundeführerschein auch nicht brauchen, selbst wenn Nordrhein-Westfalen das Landeshundegesetz nach niedersächsischem Vorbild ändert, weil diese Änderungen mit entsprechenden Übergangsregelungen im Endeffekt nur Neu-Hundehalter betreffen werden.

Trotzdem war mir dieser Hundeführerschein sehr wichtig, einfach als Herausforderung und um zu sehen, ob wir das schaffen!
kleineMeute hat geschrieben:Wir machen ihn mal, es schadet ja auch nix.
Macht das :2thumbs: ! Es ist spannend, und Nelly und ich, wir haben als Team viel gelernt. Sollte sich eure Prüfung dann irgendwann, irgendwo positiv auswirken, ist's gut, und wenn nicht, war's ganz bestimmt nicht umsonst.

Bienchen

#14

Beitragvon Bienchen » 27.03.2012, 15:13

Beitrag von Bienchen »

Man Ulrike, das hört sich ja echt kniffelig an! Herzlichen Glückwunsch, dass ihr das erfolgreich abgeschlossen habt.

Da erscheint mir euer Hundeführerschein aber deutlich schwerer, als die meisten BH-Prüfungen. Nicht, dass diese langweilige Unterordnung für die meisten Hunde mit etwas Krips im Kopf absolut schwer mit Motivation zu bewältigen sind, sondern der Verkehrsteil steht meist sehr hinten an. Da würde ich mir eher wünschen, dass das so abläuft, wie eure Prüfung, denn das sagt für mich absolut deutlicher aus, ob das Hund-Mensch-Team geeignet für den Auftritt in der Öffentlich keit ist. Die meisten BH-Prüfungen sagen nur aus, dass der Gehorsam zumindest auf dem einen Hundeplatz ganz gut funktioniert.

Ich bin absolut dafür, dass ein Hundeführerschein Pflicht wird und ebenso der Sachkundenachweis im Theoretischen, allerdings in verbesserter Form.

Bei meinem Theorieteil wurde mir doch tatsächlich as Fehler angekreuzt, dass Hunde auch über das Ohrenspiel kommunizieren. Laut Prüfer machen dass nämlich nur Stehohrhunde, Schlappohren können das nicht. Natürlich war er Schäferhundbesitzer und bildet im VPG aus.

Gast

#15

Beitragvon Gast » 27.03.2012, 15:42

Beitrag von Gast »

......Katrin, Dirk hatte den Leinenruck vergessen anzukreuzen........ :look:

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