Mantrailing: Nicht nur Hundesport, sondern eine Passion!

Womit wir unsere Hund auslasten können!
ÖFFENTLICH LESBAR!

Moderator: BeagleFriends-Team

Benutzeravatar
Vio
mit Schlappohren und Samtpfoten
Beiträge: 5131
Registriert: 23.10.2009, 18:51
Hund(e): Curly 10.08.2005 - 07.06.2019
Juba *26.06.2007
Summer *02.10.2016
Wohnort: Südheide
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

#46

Beitragvon Vio » 10.11.2013, 17:15

Beitrag von Vio »

Yvonne hat geschrieben:....
Ich habe jetzt gelernt, dass man die Differenzierung von Zielpersonen nicht machen muss, weil im realen Einsatz ist es unwahrscheinlich, dass der Hund am Ende der Spur auf zwei Personen trifft.
Das stimmt Yvonne, in der Realität braucht man es nicht wirklich. Christian hat uns erklärt, dass die Hunde dadurch lernen nicht jede Person, die sie gefunden haben, die Such-Person ist. Durch diese Übungen lernen sie halt differenzieren und noch mehr nach der Nase zu gehen. Es soll ja einige Vierbeiner geben, die auch sehr nach Sicht suchen......sind halt keine Beagle. :winkgrin:

Und als Übung so zwischendurch finde ich es ganz gut. Machen wir immer mal wieder in unserer Trail-Gruppe.
Wir werden ja auch keinen realen Einsatz haben, wollen ja nur Spaß und Auslastung haben :lol:

Benutzeravatar
Silke
mit eigener Muppets-Show
Beiträge: 9428
Registriert: 11.07.2006, 18:51
Hund(e): Fine 08.06.2003 - 21.12.2017
Karla *27.04.2008
Wohnort: im echten Norden
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal
Kontaktdaten:

#47

Beitragvon Silke » 10.11.2013, 17:57

Beitrag von Silke »

Ich finde eine Differenzierung schon sinnvoll, denn was ist, wenn im realen Einsatz die vermisste Person sich im Park auf eine Bank oder in eine Bushaltestelle setzt und es sitzt dann jemand neben ihr? Dann muss der Hund schon unterscheiden, wen er suchen sollte.

Yvonne

#48

Beitragvon Yvonne » 10.11.2013, 19:56

Beitrag von Yvonne »

Wir machen das ja auch nur als Auslastung. Ich finde die Erklärung von der Karina Kalks sinnvoll.
Wenn ein Hund auf Sicht arbeitet, tut er dies eigentlich nur bei den ersten Trails. Und wenn das doch der Fall ist, würde ich die Motivation verändern. Die Zielperson zeigt dem Hund das Futter, und geht. Der Hundeführer geht mit dem Hund hinter einen Busch, Auto oder ähnliches. So, dass der Hund die Zielperson nicht mehr weggehen sieht. Dann ist die Motivation noch höher. Das konnte ich an dem Wochenende auch am eigenen Hund erleben. Wobei Rieke nicht auf Sicht sucht.

Yvonne

#49

Beitragvon Yvonne » 10.11.2013, 20:04

Beitrag von Yvonne »

Silke,
in Realeinsätzen hat der Hundeführer eine Personenbeschreibung oder ein Foto. Häufig läuft auch ein Angehöriger mit.
Da benötigt man dann keine Differenzierung.

Benutzeravatar
Silke
mit eigener Muppets-Show
Beiträge: 9428
Registriert: 11.07.2006, 18:51
Hund(e): Fine 08.06.2003 - 21.12.2017
Karla *27.04.2008
Wohnort: im echten Norden
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal
Kontaktdaten:

#50

Beitragvon Silke » 10.11.2013, 20:27

Beitrag von Silke »

Ja, sicher aber mein Hund soll die Person ja finden und dem hilft keine Personenbeschreibung.
Ich persönlich finde es einfach sinnvoll, Differenzierungen zu üben und wir handhaben das im Training auch so.

Benutzeravatar
Ulrike
Schnuckelchen mit Spurlaut-Tornado
Beiträge: 8672
Registriert: 23.03.2006, 19:45
Hund(e): Nelly, geb. 01.06.2005
Wohnort: Münster / Westf.
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 39 Mal
Kontaktdaten:

#51

Beitragvon Ulrike » 10.11.2013, 21:14

Beitrag von Ulrike »

Vio, toll, dass ihr so viel Spaß beim Trailen hattet :2thumbs: !
Yvonne hat geschrieben: in Realeinsätzen hat der Hundeführer eine Personenbeschreibung oder ein Foto. Häufig läuft auch ein Angehöriger mit.
Da benötigt man dann keine Differenzierung.
Das halte ich zum einen für unrealistisch und zum zweiten weiß jeder, wie ungenau Personenbeschreibungen sind. Da ist die Nase eines Hundes tausendmal präziser. Gleiches gilt für ein eventuell vorhandenes Foto: Onkel Karl z.B. wird auf der Geburtstagsfeier von vor 3 Jahren ganz bestimmt ganz anders aussehen als wenn er als vermisste Person durch die Gegend irrt oder in einem stark besuchten Kaufhaus herumläuft :winkgrin: . Da würde mir dann selbst ein Foto nicht weiterhelfen.

Ich sehe es auch so, dass Differenzierungen zur Trailausbildung unbedingt dazugehören und handhaben wir ebenfalls so.

Yvonne

#52

Beitragvon Yvonne » 11.11.2013, 17:32

Beitrag von Yvonne »

Mantrailing ist ja auch Teamarbeit. So, wie wenn die Zeilperson in ein Gebäude gegangen ist. Dann muss der Hund die Tür auch anzeigen. Und da ist man als Hundeführer gefragt. Und muss dem Hund den Weg ermöglichen.
Wie gut, dass der Hund ja auch keine Personenbeschreibungen bekommt, sondern der Mensch. Und häufig geht in Realeinsätzen ein Angehöriger mit. Und der oder die kennt die Vermisste Person.
Ich merke, hier sind einfach verschiedene Mantrailier und eine Meinung wird bzw. das Erlebte einer Trainierin, die ich ein ganzes Wochenende erlebt habe und mit ihr zusammen gearbeitet habe, wird nicht akzeptiert.

Vio tut mir leid, dass es in deinem Theard disskutiert wird.

Yvonne

#53

Beitragvon Yvonne » 11.11.2013, 17:34

Beitrag von Yvonne »

Einfach mal zum lesen und stöbern...


http://mantrail.at/index.php

Benutzeravatar
Ulrike
Schnuckelchen mit Spurlaut-Tornado
Beiträge: 8672
Registriert: 23.03.2006, 19:45
Hund(e): Nelly, geb. 01.06.2005
Wohnort: Münster / Westf.
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 39 Mal
Kontaktdaten:

#54

Beitragvon Ulrike » 11.11.2013, 18:10

Beitrag von Ulrike »

Yvonne hat geschrieben: Vio tut mir leid, dass es in deinem Theard disskutiert wird.
Geht mir auch so, und von daher nur noch ein letzter Satz in eurem Tagebuch :gott:
Yvonne hat geschrieben:Ich merke, hier sind einfach verschiedene Mantrailier und eine Meinung wird bzw. das Erlebte einer Trainierin, die ich ein ganzes Wochenende erlebt habe und mit ihr zusammen gearbeitet habe, wird nicht akzeptiert.
Yvonne, ich akzeptiere deine Meinung. Du kannst trailen wie du willst und glauben was du willst. Nur muss ich das für mich bzw. für uns nicht auch richtig finden bzw. ebenfalls glauben oder gar übernehmen ....

So Vio, und jetzt bin ich zu dem Thema endgültig raus aus eurem Tagebuch :keks:

Gast

#55

Beitragvon Gast » 11.11.2013, 18:16

Beitrag von Gast »

Unser Trainer arbeitet nach der gleichen Methode - solche "Übungseinheiten" baut er immer wieder mal mit ein. Eine Hundenase muss ja auch trainiert werden . . . bis zu einem realen Einsatz braucht ein Hund auch lange Zeit der Ausbildung. Immer wieder das gleiche üben wird auf Dauer für Hund und Halter auch ganz einfach langweilig. Unsere Trainingseinheiten laufen nie nach dem gleichen Muster ab. Lediglich in der Anfangsphase war es wie eine Art Ritual - damit der Hund lernt, um was es geht. Mittlerweile merkt man ganz deutlich, dass sobald das Suchgeschirr ins Spiel kommt, wissen die Hunde, was gleich passieren wird.

Gast

#56

Beitragvon Gast » 11.11.2013, 18:23

Beitrag von Gast »

Also.... Bei uns ist es in Einsätzen so das tunlichst KEIN Angehöriger mitläuft! Man stelle sich die psychische Belastung vom Angehörigen vor,und natürlich auch die vom Hundeführer!

Das letzte Foto das ich gesehen habe von einem Vermissten war auf einem Geburtstag gemacht worden..... In Schlips und Kragen. Weggelaufen ist er aber in Alltagsklamotten und unrasiert und ungekämmt.....

Also fällt bei uns der Faktor schon mal flach.

Differenzierung beginnt aber für mich schon am Start. Altenheim, demente Person, Pfleger zieht den an und aus..... da muss ich doch sicher sein das mein Hund unterscheiden kann..... Welchen Geruch sucht er dann,den frischen oder den starken?

Gast

#57

Beitragvon Gast » 11.11.2013, 21:22

Beitrag von Gast »

Yvonne hat geschrieben:Ich habe jetzt gelernt, dass man die Differenzierung von Zielpersonen nicht machen muss, weil im realen Einsatz ist es unwahrscheinlich, dass der Hund am Ende der Spur auf zwei Personen trifft.
Völlig unlogisch in meinen Augen....

GRADE beim mantrailen muss der Hund sehr genau differenzieren können nach wem er genau sucht.

Im Zweifelsfall trailt man durchs Wohngebiet, durch Parks, durch Unterführungen wo sich Menschen aufhalten, irgendwo sitzen, blödestensfalls noch ein Obdachloser der dann in der Unterführung hockt oder liegt.
Und was nützt mir dann ein Hund, der nicht genau das Spielchen kennt, dass uns all diese Leute nicht interessieren, nicht die Zielperson sind, der ganz genau weiß, dass er geruchlich unterscheiden muss und NUR dieser einen Spur folgen soll.

Lernt jeder Schweißhund für seinen Bereich genauso und ist die hohe Schule bei der Nachsuche, dass der Nachsuchenhund Gesundfährte genau von Krankfährte und einzelnem Stück Wild differenzieren kann und gelernt hat andere Fährten auch entsprechend zu IGNORIEREN.
Das Spiel mit Verleitfährten und beim Mantrailer mit Verleitpersonen, doppelten Spuren und Differenzierung von Personen und falscher Witterung halte ich für eins der wichtigsten Themen, was einen Pseudomantrailer nachher wirklich vom Einsatzhund weg unterscheidet.
Damit trainiert man ja auch schlichtweg die Spurtreue, und die ist doch wohl das A und O eines guten Mantrailers.

Gast

#58

Beitragvon Gast » 12.11.2013, 05:45

Beitrag von Gast »

Wir arbeiten ganz bewusst mit Differenzierungen. Nicht, weil wir einmal einen Realeinsatz haben werden, sondern weil es für mich zur basisarneit gehört.
Da kann es auch schon mal sein, dass zwei Versteckpersonen gleichzeitig weg gehen und auf der Spur des Einzelnen der Geruchsartiekel des Anderen liegt....immer wieder interessant, die Hunde so bei der Arbeit zu sehen :light:

Yvonne

#59

Beitragvon Yvonne » 12.11.2013, 20:23

Beitrag von Yvonne »

Ulrike hat geschrieben:
Yvonne, ich akzeptiere deine Meinung. Du kannst trailen wie du willst und glauben was du willst. Nur muss ich das für mich bzw. für uns nicht auch richtig finden bzw. ebenfalls glauben oder gar übernehmen ....
Das kann es für dich ja auch.
Bei mir kam es nur so an, als wenn man gegen das was ich schreibe gegen angehen muss.


@Kim, ich habe auch von der Differenzierung am Ziel gesprochen und nicht mitten im Trail, wenn da z. B. jemand steht, sizt etc.
Während des Trails checkt Rieke auch ab, ob das nicht die Zielperson ist. Denn die Zielperson kann ja überall sein.

Ich kann nur sagen, dass ich die Info von einer Mantrailierin habe, die eben auch Realeinsätze läuft.
Ihr könnt ja auch die Differenzierung in euren Trails machen. Wir haben nur beschlossen, dass wir keine Differenzierungen am Ende des Trails machen.

Benutzeravatar
Vio
mit Schlappohren und Samtpfoten
Beiträge: 5131
Registriert: 23.10.2009, 18:51
Hund(e): Curly 10.08.2005 - 07.06.2019
Juba *26.06.2007
Summer *02.10.2016
Wohnort: Südheide
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 21 Mal

#60

Beitragvon Vio » 12.11.2013, 20:33

Beitrag von Vio »

Sorry, ich hatte gar nicht mitbekommen, was ich für eine Diskussion ausgelöst habe.

Wenn ich das hier so lese, gehen wir vielleicht von unterschiedlichen Differenzierungen beim Trail aus und nicht von der Differenzierung an sich, oder?

Differenzierung am Ende des Trails? Kannst du das noch etwas näher beschreiben, Yvonne.
Differenzierungen an sich macht ihr aber auch oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

Antworten