"familieninternes" mantraling?

Womit wir unsere Hund auslasten können!
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Ulrike
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#31

Beitragvon Ulrike » 16.12.2013, 22:23

Beitrag von Ulrike »

Schnüffelnase hat geschrieben:
tanja hat geschrieben:und auch beim trainings-trailen wurde ja darauf hingewiesen, dass es keine gute idee sei, wenn die trainerin prinzipiell die zp begleitet. das beeinflusst die beiden aber ja auch nicht. das war für mich am freitag wie oben beschrieben so ein aha-erlebnis.
wenn Du Glück hast, beeinflusst es Deine Hunde wirklich nicht, häufig ist das aber nur eine Frage der Zeit und Fehler sind eingebaut.
Und oft merkt man dann erst spät, dass der Hund doch gelernt hat, dass er sich bei Schwierigkeiten auch an der "Hilfsspur" des Traillegers orientieren kann.

Für Hobbytrailer meist nicht so schlimm - aber bei Rettungshunden u.U. mit schweren Folgen: wenn dann z.B. der Hund im Einsatz bei Spurverlust auf eine aus dem Training bekannte Spur eines Staffelkollegen (der zuvor dort gesucht hat) switcht, anstatt ein sauberes Negativ zu zeigen ...
Das Problem mit den Parallelspuren leuchtet mir auch ein, dahingehende Fehler zu vermeiden, finde ich sehr schwierig. Konsequenterweise müsste man dann im Training ganz ohne backup und nur über Absprache arbeiten, was dann wieder andere Risiken birgt.
Schnüffelnase hat geschrieben:Ich habe diesbezüglich schon genug leidvolle Erfahrungen gesammelt afraid
und achte daher im regelmäßigen Training konsequent drauf solche Parallelspuren zu vermeiden.
(z.B. kann die Person die den Trail auslegt, gleich vom Start weg andersherum um den Häuserblock laufen, dann kurz parallel gehen, an der nächsten Ecke sich wieder trennen etc ...)
Auch das ist ja letztendlich für die feinen Nasen unserer Hunde keine Garantie, dass Parallelspuren vermieden werden, weil immer noch zu nah dran, um das Risiko des Umswitchens zu vermeiden.

Ich habe gestern mit einer größeren Trailgruppe trainiert, überwiegend Rettungshundler. Ich habe mir ganz bewusst als backup und VP Eheleute/Lebensgefährten ausgesucht, um Nelly mal zu testen. Abgesprochen wurde, dass ab einer bestimmten Abzweigung die VP die Abzweigung nimmt, weiterläuft und sich dann irgendwo im Wald versteckt und der backup geradeaus ein Stück weiter läuft und erst dann zurückkommt.

Es gab bei Nelly nicht die geringste Versuchung, der Spur des backups zu folgen (selbst bei gemeinsamem "Stallgeruch"), und den anschließenden "double-blind" hat sie auch problemlos hinbekommen. Insofern kann ich Tanjas Erfahrung bestätigen.

Aber das grundsätzliche Problem kann ich nachvollziehen.

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#32

Beitragvon tanja » 17.12.2013, 08:19

Beitrag von tanja »

Ulrike hat geschrieben:Es gab bei Nelly nicht die geringste Versuchung, der Spur des backups zu folgen (selbst bei gemeinsamem "Stallgeruch"), und den anschließenden "double-blind" hat sie auch problemlos hinbekommen.
WOW, oder! unsere nasen... ich würde es kaum glauben, wenn ich es nicht selber erleben würde!

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#33

Beitragvon Binebear » 17.12.2013, 13:21

Beitrag von Binebear »

Das ist echt spannend! :2thumbs: Find ich richtig klasse, dass die Nasen zuverlässig dem richtigen Geruch gefolgt sind!

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#34

Beitragvon Verena & Elli » 17.12.2013, 22:19

Beitrag von Verena & Elli »

Cool, Ulrike! :2thumbs:

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#35

Beitragvon Ulrike » 17.12.2013, 22:22

Beitrag von Ulrike »

Binebear hat geschrieben:Das ist echt spannend! :2thumbs: Find ich richtig klasse, dass die Nasen zuverlässig dem richtigen Geruch gefolgt sind!
Ja, das war in DER oder DEN Situation(en) klasse, aber das Trailen an sich birgt nun mal viele Risiken und Nebenwirkungen in der Ausbildung, da hat Ulrike (Schnüffelnase) völlig recht! Vieles ist sehr individuell abhängig vom einzelnen Hund (nicht mal unbedingt von der Rasse), von seinen Stärken und Schwächen, von den Umständen und oft genug auch von der Tagesform des Menschen und/oder des Hundes.

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#36

Beitragvon Gast » 18.12.2013, 10:52

Beitrag von Gast »

@Ulrike: :yes:

bei meiner Großen spielte sicher auch die Rasse eine Rolle: Die Schäfi-Maus denkt beim Suchen immer fleißig mit, anstatt nur stur der Nase zu folgen. Die Kreativität von meinem Plüschkopf führte zu manch unerwünschten Verknüpfungen - nicht nur mit den Parallelspuren ... :winkgrin:

Ich habe im Laufe der Jahre schon einiges an "Risiken und Nebenwirkungen" der Trailausbildung gesehen - bei den unterschiedlichsten Rassen.

Man kann sicher nicht immer alle Fehler vermeiden, aber ein guter Ausbilder erkennt die Probleme früh und gestaltet das Training dann entsprechend!
(leider dauert es mitunter eine Weile bis man merkt, ob der Trainer wirklich gut war... :look: )


LG,
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#37

Beitragvon Binebear » 18.12.2013, 16:20

Beitrag von Binebear »

Schnüffelnase hat geschrieben:(leider dauert es mitunter eine Weile bis man merkt, ob der Trainer wirklich gut war... :look: )
Das kann ich leider nur so unterstreichen... Wir als blutige Trail-Anfänger haben über ein Jahr gebraucht bis wir realisiert haben, dass unser Trainer eigentlich gar nicht wirklich Ahnung von Mantrailing hat :rolleyes: Und das auch nur, weil wir mal mit anderen BeagleFriends getrailt haben und da aufgefallen ist, was wir alles falsch machen :crazy:

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#38

Beitragvon Ulrike » 18.12.2013, 23:08

Beitrag von Ulrike »

Schnüffelnase hat geschrieben: Man kann sicher nicht immer alle Fehler vermeiden, aber ein guter Ausbilder erkennt die Probleme früh und gestaltet das Training dann entsprechend!
(leider dauert es mitunter eine Weile bis man merkt, ob der Trainer wirklich gut war... :look: )
Da haben wir wahrscheinlich Glück und zumindest eine gute "Grundausbildung" gehabt, obwohl leider immer viel Zeit dazwischen lag, wo eben gar nichts lief in Sachen Trailen und schon gar nicht in Sachen Training :verzweifelt: .

Inzwischen bin ich ja mangels kompetenter Trainingsmöglichkeiten bzw. -begleitung überwiegend unser "eigener" Trainer, und ob ich mich am besten feuern sollte, weiß ich auch manchmal nicht so recht :lol:
Binebear hat geschrieben:Wir als blutige Trail-Anfänger haben über ein Jahr gebraucht bis wir realisiert haben, dass unser Trainer eigentlich gar nicht wirklich Ahnung von Mantrailing hat
Oh ja, an unser erstes "Trailen" irgendwo in den Wäldern des Münsterlands kann ich mich auch noch gut erinnern :umfall . Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ihr mit Bailey und Jacky im Schlepptau hinter uns hermarschiert seid :jumpgrin: . Inzwischen habe ich das aber schon mehrmals gehört, dass das in "Trailkursen" von Hundeschulen üblich ist :datz: . Klar doch, Trailen ist zeitaufwändig, und den schnellen Euro kann man auch bequemer verdienen :irre3:

Gast

#39

Beitragvon Gast » 19.12.2013, 09:39

Beitrag von Gast »

Ulrike hat geschrieben:Inzwischen bin ich ja mangels kompetenter Trainingsmöglichkeiten bzw. -begleitung überwiegend unser "eigener" Trainer, und ob ich mich am besten feuern sollte, weiß ich auch manchmal nicht so recht :lol:
diese Frage wird Dir früher oder später Dein Hund beantworten ... :jumpgrin:
wenn Ihr Spaß an der Schnüffelei habt und Nelly gute Fortschritte macht, dann läuft wohl nicht all zu viel verkehrt. :2thumbs:

Ich bin auch oft mein eigener Chef, bzw. leite selbst eine Anfängergruppe mit Hobby-Trailern (hat sich irgendwann so ergeben...)
Gute Ausbilder sind rar, meine sind im nächsten Bundesland - ca 120 km weit entfernt.
Ich fahre dort einmal im Monat zum Training hin, lasse mir auf die Finger gucken, werde alle Fragen los und nehme Korrektur und Anregungen mit. (Und wenn einer meiner Trailkumpels kompetente Hilfe braucht, kann ich sie zum Training dort mitbringen).

Unter der Woche trainiere ich dann regelmäßig, überwiegend mit Hobbytrailern, und mache meine Hausaufgaben.
Klappt prima: nette Leute, tolle Hunde, - und April und ich haben sehr viel Spaß!! :bussi:

LG,
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#40

Beitragvon Binebear » 20.12.2013, 13:05

Beitrag von Binebear »

Ulrike hat geschrieben:Oh ja, an unser erstes "Trailen" irgendwo in den Wäldern des Münsterlands kann ich mich auch noch gut erinnern :umfall . Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ihr mit Bailey und Jacky im Schlepptau hinter uns hermarschiert seid :jumpgrin: .
Ach ja... :jumpgrin: Aber jetzt haben wir mit dir ja eine kompetente (Hobby-)Trainerin :2thumbs:

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#41

Beitragvon Ulrike » 20.12.2013, 13:26

Beitrag von Ulrike »

Binebear hat geschrieben: Ach ja... :jumpgrin: Aber jetzt haben wir mit dir ja eine kompetente (Hobby-)Trainerin :2thumbs:
:smiley_emoticons_panik: :umfall :schwitz

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Beitragvon Binebear » 20.12.2013, 13:47

Beitrag von Binebear »

:jumpgrin:

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#43

Beitragvon tanja » 20.12.2013, 20:07

Beitrag von tanja »

also mit "familienintern" hat es eigentlich nix zu tun, aber ich bin so beeindruckt: heute beim trailen hatte unsere trainerin vergessen, den geruchsstoff von der zp mitzubringen auf ihrem rückweg aus dem versteck.

also sollte ich mit einem papiertaschentuch den griff des autos der zp abwischen! ich war so skeptisch, dass ich den griff so blank poliert habe, dass fast die alarmanlage losging :jumpgrin:
und los ging's... für emma ÜBERHAUPT kein problem - unglaublich! nur ich hatte noch das taschentuch berührt. und da unsere tainerin die zp ein ganzes letztes stück nicht zum versteck begleitet sondern ihn geschickt hatte, war emma definitiv richtig!!!

bin immer noch von den socken...

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#44

Beitragvon Ulrike » 20.12.2013, 20:13

Beitrag von Ulrike »

tanja hat geschrieben: bin immer noch von den socken...
Diese "Boah"-Momente sind doch immer die schönsten :jumpgrin: .

Da sieht man immer wieder ganz deutlich, was unsere Spürnasen wirklich können :2thumbs:

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Beitragvon tanja » 20.12.2013, 20:21

Beitrag von tanja »

Ulrike hat geschrieben:Da sieht man immer wieder ganz deutlich, was unsere Spürnasen wirklich können :2thumbs:
ich sage dir... wenn das hier so weiter geht, bewerbe ich mich mit den beiden bald beim zoll :jumpgrin:

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