apportieren - aber wie?

Womit wir unsere Hund auslasten können!
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apportieren - aber wie?

#1

Beitragvon tanja » 07.12.2013, 18:45

Beitrag von tanja »

ich habe hier schon öfter gelesen, dass ihr mit euren hunden apportiert.

meine können und machen es auch gern. ich lasse sie eben eingebaut in eine andere übung/handlung etwas bringen.

ich frage mich aber, wie ein reines apportiertraining aussehen könnte?
den dummy oder was auch immer einfach nur wegwerfen oder -legen und dann bringen lassen, stelle ich mir so langweilig und wenig fordernd für den hund vor!

bin gespannt, was die apportierfreudigen unter eich berichten...

Pat

#2

Beitragvon Pat » 07.12.2013, 18:53

Beitrag von Pat »

:gruebel: also ich kenne es auch nur so wie du es beschreibst , auch vom Boxerhundeplatz nur eben so das Der Hund vor dir absitzen muss und erst auf Komando das Bringholz ablegt , bin mal gespannt obs andere anders machen denn ich kenne es nur so altmodisch klassisch halt :jumpgrin:

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#3

Beitragvon Silke » 07.12.2013, 18:55

Beitrag von Silke »

Christine hat mal einen Bericht im Magazin über das apportieren geschrieben.
Es ist ja nicht nur das immer wieder bringen sondern man schickt den Hund, weist den Hund ein, macht Freiverlorensuche usw..
Magazin Sept/11
Magazin Okt/11

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#4

Beitragvon tanja » 07.12.2013, 19:08

Beitrag von tanja »

ah, danke, silke! interessant... und werde ich mir in den nächsten tagen mal zu gemüte führen :2thumbs:

freiverlorensuche machen wir ja auch schon einmal - das macht uns total spass!

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#5

Beitragvon Silke » 07.12.2013, 19:09

Beitrag von Silke »

Ich hab mit Karla mal mit Dummy angefangen aber so wirklich unser, war das nicht.

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#6

Beitragvon tanja » 07.12.2013, 19:18

Beitrag von tanja »

Silke hat geschrieben:Ich hab mit Karla mal mit Dummy angefangen aber so wirklich unser, war das nicht.
mit FUTTERdummy finden es meine bombig :lol:

darüber hinaus ist streber-emmchen natürlich bei allem anderen auch ganz weit vorn :liebhab: bei lucy lässt das interesse schnell nach, und ich muss sehr aufpassen es nicht zu überreizen und rechtzeitig aufzuhören.

beliebte übung: post aus dem briefkasten hinauftragen.
wie fast alles andere auch habe ich es ihnen ja autodidaktisch beigebracht. wichtig ist mir vor allem, dass sie mir das zu apportierende teil nicht vor die füsse spucken, sondern in die hand legen. aber worauf man da noch wert legt oder, welche übungsmöglichkeiten es gibt, weiss ich nicht. bin gespannt auf die artikel...

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#7

Beitragvon Silke » 07.12.2013, 19:28

Beitrag von Silke »

Den Futterdummy bringt mir sogar die Fine mit Begeisterung :jumpgrin:
Also wir haben als Erstes gelernt, dass der Dummy halt gerade im Maul gehalten wird und nur auf Kommando in die Hand gegeben wird. Dann musste Karla neben mir laufen und den Dummy dabei festhalten und ich musste immer mal beim Laufen an den Dummy fassen OHNE dass Karla ihn loslässt. Dann halt apportieren, vorsitzen und den Dummy festhalten. Dann lag rechts und links ein Dummy in ca. 4-5m Entfernung neben mir, Karla im Vorsitz vor mir und ich musste sie mit Handbewegung entweder nach rechts oder links schicken oder der Dummy lag ca. 10 m vor mir, Karla im Sitz neben mir. Losschicken und auf halber Strecke ins Platz legen. Auf Entfernung ins Sitz bringen und wieder losschicken zum Apport. Ja, das war dann der Punkt, an dem wir ausgestiegen sind :blush:

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#8

Beitragvon tanja » 07.12.2013, 19:50

Beitrag von tanja »

ach gottchen, wir sind ja nicht so die exakten... also wie lucy der dummy im maul liegt, ist mir egal. und der hängt manchmal nur am fangzahn :lol:

... aber da es eine riesen herausforderung war, ihr überhaupt das apportieren beizubringen, bin ich schon total zufrieden. lucy ist definitiv kein hund für den feinschliff!
ich schaue ja immer, was die hunde mir anbieten. auf krampf an etwas herumzuarbeiten was vielleicht eh nix wird, macht einfach keinen spass und keinen sinn für mich. dazu gibt es ja genug beschäftigungsmöglichkeiten.

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#9

Beitragvon Silke » 07.12.2013, 19:58

Beitrag von Silke »

Genau deshalb habe ich mit Karla auch aufgehört. Wir wollen ja Spaß beim "Arbeiten" haben und bis dahin war es auch spaßig aber da hätte ich dann echt arbeiten müssen.

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#10

Beitragvon Ulrike » 08.12.2013, 18:17

Beitrag von Ulrike »

Ich benutze beim Apportieren kein Futterdummy, sondern normale Dummies .... und für den "home-apport" meine Hausschuhe, die mir Nelly nach dem Spaziergang immer bringen darf :jumpgrin:

Die Freiverlorensuche ist auch bei Nelly der größte Hit und macht sie sehr gerne. Im Moment nutze ich die frühe Dunkelheit aus und verstecke ihr Dummies im Garten. Geht auch gut in der Wohnung!

Dabei kann man auch gut den Schwierigkeitsgrad steigern, indem man das Dummy so versteckt oder auf Sicht wegbringt/-wirft, dass die Fellnase es zwar findet, aber nicht dran kommen kann, es also erst mal nicht apportieren kann. Ziel der Übung ist das Verweisen, dass z.B. Nelly zurückkommen und mich holen muss, wir dann gemeinsam zum Dummy gehen, ich es aus dem Versteck hole und sie es dann zum Ausgangspunkt zurück tragen darf. Das ist dann zwar kein klassisches Apportieren, aber gerade für einen eingefleischten Beaglesturkopp eine echte Herausforderung. Wir haben schon Tränen gelacht, was sich Nelly schon so alles hat einfallen lassen, um gefälligst selbst an das Dummy zu kommen. Frauchen zu Hilfe holen ist doch oberdoof :irre3:

Für Nelly am einfachsten ist das klassische Markieren, wo also der Dummy auf Sicht weggebracht oder geworfen wird (kann dabei auch ruhig versteckt werden) und sie dann auf möglichst direktem Weg zum Dummy laufen und es zurückbringen soll.

Für Nellys beagleigen Sturschädel am schwierigsten ist das Einweisen, wo ich also z.B. 3 Dummies wegbringe, und ICH die Reihenfolge vorgebe, in der die Dummies apportiert werden sollen. Ja doch, da besteht auch heute noch öfter mal "Diskussionsbedarf" :jumpgrin: . In meinen Augen ist das aber auch die schwierigste, weil auch vom Menschen her fehlerbehaftetste Apportierübung.

Und was wir im Moment mit großer Begeisterung trainieren ist eine Unterform des Apportierens bzw. der Freiverlorensuche und der Flächensuche, nämlich das "Bringseln".

Die super Exakten sind wir dabei auch nicht, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich Nelly damit einen gehörigen Teil an Motivation nehme. Es gibt bestimmte Dinge, da müsste ich auch echt arbeiten, und dafür sind mir diese Dinge dann nicht wichtig genug.

Hier mal noch ein kurzer Überblick über die unterschiedlichen Formen des Apportierens.

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#11

Beitragvon Verena & Elli » 08.12.2013, 21:17

Beitrag von Verena & Elli »

Beim klassischen Dummytraining unterscheidet man grundsätzlich 3 verschiedene Formen des Apports (siehe Ulrikes Link zum Inhalt des Buches=> "Die drei Apporte"):

1. Markierung (Einzel- oder Mehrfachmarkierungen sind möglich):

Dummy (eins oder auch mehrere nacheinander) wird für Hund und Hundeführer sichtig geworfen, Hund wird geschickt und holt es zurück.
Klingt erstmal simpel.
Wenn man das auf einer platten Wiese o.ä. macht, wird das schnell langweilig. Je nach Ausbildungsstand kann eine "Markierung" zum Beispiel auch darin bestehen, dass der Hund nur noch ein ganz kleines Stück der Flugbahn des Dummies am Himmel verfolgen kann oder dass das Dummy im hohen/dornigen/dichten/hügeligen (...) Bewuchs landet und am Ende schwer zu finden ist. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unendlich, wo überall so´n grünes Säckchen hinfallen kann. :winkgrin:
Mit einem Beagle der Jagdtrieb hat und/oder unter temporären "Taubheitsattacken" leidet, muss man natürlich in Feld, Wald und Wiese aufpassen wegen Wild und so, nech... :jumpgrin:
:winkgrin:

2. Freiverlorenensuche:

Dummy bzw. Dummies werden irgendwo versteckt, zum Beispiel in einem Waldstück, auf einer Wiese, oder natürlich auch als nettes Spielchen oder zum Trainingsaufbau zu Hause.
Der Hund sucht die Dummies und apportiert sie einzeln zum HF.
Wenn der Hund verstanden hat, dass er auf ein Kommando hin in die Suche gehen soll, sind die Dummies so versteckt worden, dass der Hund wirklich keine Ahnung hat, wo sie sind.
Wenn man noch im Aufbau ist, muss man den Hund natürlich mehr oder weniger beim Verstecken zugucken lassen, sonst weiß er ja nicht, was er machen soll.

3. Einweisen:

("die Königsdisziplin" beim Dummytraining, erfordert extrem viel Vertrauen vom Hund in seinen HF, jahrelanges Training und sehr, sehr viel Gehorsam)

Trainings-Endziel fürs "perfekte" Einweisen:
Der Hundeführer schickt seinen Hund mit möglichst wenig Kommandos auf ein "blindes" Dummy, von dem der Hund vorher nichts wusste.
Der Hund läuft also in eine ihm angezeigte Richung präzise geradeaus, soweit es das Gelände und der Bewuchs zulassen. Der HF kennt die Stelle (zum Beispiel an einem Baum, neben einem Gebüsch, unter einer Bank etc, etc, etc) wo er den Hund "hindirigiert" genau und lenkt ihn mit Körper-/pfeif und ggf verbalen Signalen in den *Bereich* des Dummies. Dort lässt der HF den Hund kleinräumig (auf der Stelle) suchen.

Bevor man seinen Hund auf sogenannte "Voll-Blinds" schicken kann und er voller Vertrauen begeistert in eine ihm angezeigte Richtung sprintet, braucht es viele, viele, viele viele, viele, viele....!... Trainingsaufbauschritte. Das heißt, beim Einweisen muss man natürlich auch erstmal offen und sichtig arbeiten, Dummies auslegen und z.B. die Zeit bis zum Schicken immer weiter ausdehnen.
Zum Einweisen gehören Signale wie
Voran
Stopp
Herankommen
Back (Zurück)
Rechts/Links und auch Schräg-Rechts/Schräg-Links


Beagle und Apportieren:

Mit Elli beschränke ich mich auf Markierungen und Suchen. Wobei man das, was wir da machen, eigentlich nicht "Dummytraining" nennen kann. Wir nehmen Elemente und Ideen daraus und machen nette Spielchen.
Durch das intensive "richtige" Training mit Calis habe ich aber auch für Elli viele neue Ideen bekommen.
Einweisen habe ich mit Elli im Prinzip komplett ausgeklammert. Natürlich setzte ich auch Gesten/Körpersprache ein um Richtungen anzuzeigen, aber ohne Aufbau wird das natürlich nie was vernünftiges, sondern ist ein Glücksspiel, ob Elli sich da was von annimmt oder auch nicht....
Es war mir ehrlich gesagt, zu viel Arbeit und zu wenig Action für einen Beagle ... daher kein gezieltes Einweisetraining. Mit Calis macht es mir hingegen sehr viel Spaß, weil sie einfach jeden Weg mit riesiger Begeisterung läuft, auch ohne spektakuläre Markierungen.

Zur Auslastung und Bindungsförderung finde ich Dummies suchen lassen wirklich toll und super im Alltag einzubauen. Macht Elli gerne im Haus und im Garten. Ich persönlich habe mit Elli die Erfahrung gemacht, dass es zunächst ein sehr hartes Stück Arbeit war, bis sie zuverlässig mit einem Apportel zu mir zurück gekommen ist. Ich musste sie als Junghund an der Schleppleine sichern.
Ein Hund der das nicht so ohne weiteres macht (wie Elli am Anfang) muss lernen, dass es sich wirklich lohnt, zu Frauchen zurück zu kommen. Ich würde immer Beute gegen Futter tauschen. Das Apportieren in die Hand finde ich "für Just for fun" völlig nebensächlich. Elli macht es zwar seit ein paar Jahren, aber es hatte sich beim Üben so ergeben.
Zuletzt geändert von Verena & Elli am 08.12.2013, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.

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#12

Beitragvon Binebear » 08.12.2013, 21:25

Beitrag von Binebear »

Danke für deinen ausführlichen Post, Verena! Ich finde das sehr interessant, auch wenn ich selber eher nicht der Typ für's "richtige" Dummytraining bin. ABER: Elemente daraus finde ich zur Beschäftigung meiner Fellnasen auch super! Ich tausche bei meinen IMMER Beute gegen Futter, damit die Motivation da ist. Find ich auch gar nicht schlimm.

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#13

Beitragvon Verena & Elli » 08.12.2013, 21:53

Beitrag von Verena & Elli »

Binebear hat geschrieben:Danke für deinen ausführlichen Post, Verena! Ich finde das sehr interessant, auch wenn ich selber eher nicht der Typ für's "richtige" Dummytraining bin. ABER: Elemente daraus finde ich zur Beschäftigung meiner Fellnasen auch super! Ich tausche bei meinen IMMER Beute gegen Futter, damit die Motivation da ist. Find ich auch gar nicht schlimm.
Bei Elli haben wir übrignes mit Futterbeutel, kombiniert mit Handfüttering angefangen. Erst später sind wir auf Bälle, Dummies und Co umgestiegen. Würde ich auch wieder so machen mit jedem Hund (egal welcher Rasse), *falls* ich denn merken würde, dass er von sich aus nicht soooooo apportierfreudig ist und eher eigenständig gepolt ist.
Der Tausch Beute-Futter ist klasse und fördert das Vertrauen. Hunde bekommen nicht gerne einfach tolle Beute abgenommen. Wenn es als Entschädigung Futter gibt, finden die meisten das super.
(Für "Retrieverin" Calis war es übrigens eine viel größere Belohnung, ihr Apportel noch eine Weile behalten und tragen zu "dürfen", als es abgenommen zu kriegen und gegen schnödes Futter zu tauschen. Aber bei den wenigsten Beagles wird das der Fall sein).

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#14

Beitragvon Ulrike » 08.12.2013, 23:26

Beitrag von Ulrike »

Tolle Zusammenfassung des klassischen Dummytrainings, Verena :2thumbs: . Und daran wird zumindest mir auch immer wieder klar, dass ein Beagle - jedenfalls meiner nicht :winkgrin: - diese Anforderungen nie erfüllen wird und auch nicht soll! Ich kann jetzt nur für uns sprechen, aber Nelly ist nun mal kein Retriever aus Arbeitslinie. Das ist in der klassischen Form nicht ihr Ding und kann es in meinen Augen auch nicht sein.

Das fängt schon damit an, dass wir "richtiges" (aus Beaglesicht! :winkgrin: ) Dummytraining nur im Garten oder auf dem Hundeplatz machen können, also mit Zaun drumrum als Schutz vor den Beaglegenen :jumpgrin: . Aber trotz und alledem kann man auch mit dem Beagletier ne ganze Menge machen in dem Bereich, wenn denn die Apportierfreude dem Grunde nach vorhanden ist und vor allem auch erhalten bleibt! Und letzteres finde ich total wichtig.
tanja hat geschrieben:auf krampf an etwas herumzuarbeiten was vielleicht eh nix wird, macht einfach keinen spass und keinen sinn für mich. dazu gibt es ja genug beschäftigungsmöglichkeiten.
Das sehe ich auch so. Macht dir keinen Spaß und deinen Fellnasen auf Dauer erst recht nicht.
Silke hat geschrieben:Dann musste Karla neben mir laufen und den Dummy dabei festhalten und ich musste immer mal beim Laufen an den Dummy fassen OHNE dass Karla ihn loslässt. Dann halt apportieren, vorsitzen und den Dummy festhalten. Dann lag rechts und links ein Dummy in ca. 4-5m Entfernung neben mir, Karla im Vorsitz vor mir und ich musste sie mit Handbewegung entweder nach rechts oder links schicken oder der Dummy lag ca. 10 m vor mir, Karla im Sitz neben mir. Losschicken und auf halber Strecke ins Platz legen. Auf Entfernung ins Sitz bringen und wieder losschicken zum Apport. Ja, das war dann der Punkt, an dem wir ausgestiegen sind
Da wäre ich aber auch schon längst ausgestiegen bzw. mein Beagletier :pfeif: . Nelly trägt nun mal keinen Dummy ohne einen für sie ersichtlichen Grund, nicht für Geld und gute Worte. Ich habs versucht zu trainieren, aber dann hatte sie irgendwann keine Lust mehr auf Dummies. Das wollte ich wiederum nicht, also hab ich es gelassen. Diese "Stopp"-Übungen mach ich mit ihr nicht mehr, jedenfalls nicht in Verbindung mit einem Dummy. 2 x hintereinander in einer Übung mit Dummy gemacht, und sie steht entweder nicht mehr auf oder kommt mit eingezogenem Schwanz zu mir zurück und will vom Dummy nix mehr wissen. Sie versteht es dann in der Kombination einfach nicht. Dummy ja und Obedience ja, aber zusammen nein, geht nicht oder nur sehr eingeschränkt mal zwischendurch. Und da wir beide daran Spaß haben wollen und das auch nicht bis zum Erbrechen durchpauken wollen, lassen wir das eben :winkgrin:
Silke hat geschrieben:Genau deshalb habe ich mit Karla auch aufgehört. Wir wollen ja Spaß beim "Arbeiten" haben und bis dahin war es auch spaßig aber da hätte ich dann echt arbeiten müssen.
Das finde ich sooo schade, dass du aufgehört hast. Überleg doch mal, ob du nicht mit Karla auf der "spaßigen" Seite weitermachen kann. Du sollst doch keinen Retriever aus ihr machen :kinggrin: . Und da gibt es so viele Möglichkeiten, auch für einen Beagle und vor allem, wenn er daran Spaß hat.

Ich denke mal, dass neben dem Retriever auch ein Beagletier große Freude am Apportieren haben kann, aber was bei einem Retriever wie Calis von Verena genetisch veranlagt und vom "will-to-please" getragen wird, ist beim Beagle eher die Freude an der Nasenarbeit, letztlich der dort genetisch veranlagte Jagdtrieb, die Eigenständigkeit und der Wille, eben nicht unbedingt zu gefallen, sondern eine Aufgabe nach Art des Beagles zu lösen. Aber da kann man was draus machen :2thumbs: !

Gast

#15

Beitragvon Gast » 09.12.2013, 05:32

Beitrag von Gast »

Ulrike hat geschrieben:Das fängt schon damit an, dass wir "richtiges" (aus Beaglesicht! :winkgrin: ) Dummytraining nur im Garten oder auf dem Hundeplatz machen können, also mit Zaun drumrum als Schutz vor den Beaglegenen :jumpgrin: . Aber trotz und alledem kann man auch mit dem Beagletier ne ganze Menge machen in dem Bereich, wenn denn die Apportierfreude dem Grunde nach vorhanden ist und vor allem auch erhalten bleibt! Und letzteres finde ich total wichtig.
Das ist ja auch schon zwei mal unser Problem gewesen, aber trotzdem bleiben wir dabei, nun aber mit 15m SL Ansich kann Peach auch sehr gut unterscheiden zwischen Arbeitsmodus und Spaziergang. Beim Trailen lässt sie ja auch ein Reh stehen.....da helfen meiner Meinung nach auch Rituale.
Und was das freudige Arbeiten anbelangt, so hatte Peach bei unserer Prüfung darin die besten Ergebnisse :2thumbs:
Ach so: ich habe einmal mehr die Erfahrung gemacht, dass auch beim Apportieren der Fehler zumeist beim Menschen liegt. Wir hatten nach unser Prüfung ja ein paar Wochen Pause (haben in der Hundeschule andere Dinge gemacht Richtung Nasenarbeit) und sind dann wieder normal eingestiegen. das war für die Hunde aber schon zu schwierig, denn sie konnten nicht am alten Ausbildungsstand anknüpfen......die Collies waren fristriert und liefen zurück zur Trainerin und Peach war frustriert und fing das Stöbern an. Ganz klar, dass wir da den Anspruch etwas zurück schrauben mussten, damit der Hund durch schnelleren Erfolg auch motiviert bleiben konnte und dann klappte es auch :2thumbs:

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