Tempo am Rad?

Womit wir unsere Hund auslasten können!
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tanja
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Tempo am Rad?

#1

Beitragvon tanja » 22.05.2019, 16:17

Beitrag von tanja »

Seit ich mit Lucy alleine bin, lasse ich sie sehr viel am Rad laufen, und mein Flitzbeagle liebt es :winkgrin:
Zu Beginn lasse ich sie zum warm werden locker traben. Dann darf sie das Tempo bestimmen. Sie geht unmittelbar in den Galopp über, und das wäre auch non stop ihr Tempo! Erst galoppiert sie, dann rast sie und schließlich fliegt sie förmlich an mir vorbei und zieht mich :shocked: Wenn ich sie nicht zwischendurch zwangsverlangsamen würde, würde sie durchgehend rasen :crazy:

Lucy wird in ein paar Wochen 9 J. Sie ist körperlich total fit, sehr muskulös/athletisch und hat enorm viel Power. Nach so einer Tour (i.d.r. 1-1,5 Std.). schläft sie tief wie immer, wirkt aber nicht extrem geschafft! Dennoch frage ich mich, ob es „gesund“ ist, sie das Tempo bestimmen zu lassen? :gruebel: Ist es so, dass Hunde ihre Grenzen bzw. das Maß beim Laufen selber finden, was ihnen gut tut? Musste heute daran denken, dass Welpe Emma sich auch nie hingesetzt hat, wie es hieß, wenn die Kleinen nicht mehr können. Oder hinkt der Vergleich?

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Re: Tempo am Rad?

#2

Beitragvon jutta » 22.05.2019, 17:20

Beitrag von jutta »

Wenn Elio dürfte, würde er auch das Rad ziehen. Das ist für mich aber ein no go.
Daher hat es wohl bei uns auch so lange gedauert und wir sind noch nicht am Ziel.
Ich glaube, da muss man die Hunde auch stoppen. Mal ein kurzer Sprint und dann wieder neben dem Rad. Ich denke durch den Adrenalinschub und die Geschwindigkeit verlieren die Hunde das verträgliche Maß.

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Re: Tempo am Rad?

#3

Beitragvon tanja » 22.05.2019, 18:01

Beitrag von tanja »

Jutta, ich muss dazu sagen, dass ich kein Elektrorad habe und nicht die allerschnellste bin. Mich zu ziehen, ist also keine große Schwierigkeit :jumpgrin: Das zu unterbinden ist kein Problem und ich mache es dann auch.
Sie könnte aber wenn sie wollte, daher die Frage, ob sie denn auch dürfte. Was du über das Adrenalin schreibst, kann ich nachvollziehen. Woher wissen wir aber, was das „verträgliche“ Maß ist? Wenn Beagle in der Meute laufen, kontrolliert auch keiner das Maß, denke ich :nixweiss:

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Re: Tempo am Rad?

#4

Beitragvon Bibi » 22.05.2019, 18:13

Beitrag von Bibi »

Ich denke, dass die Hunde erst dann aufhören, wenn sie wirklich nicht mehr können, aber das "gesunde Maß" dann schon überschritten ist.Ich ziehe mal den Vergleich zum Bällchen werfen. Dabei pushen sie sich so hoch, dass sie sich auch nicht freiwillig ausruhen zwischendurch. Ich glaube, meine Turbomaus würden solange hinter dem Ball herlaufen, bis sie umkippt.
Beim Radfahren handhabe ich es immer so, dass nur getrabt wird. Außer im Freilauf am Rad. Da darf sie das Tempo für sich bestimmen, also mal langsamer oder mal vorpreschen, aber ich fahre dann sehr langsam, so dass es im Schnitt dann beim Trabtempo bleibt.

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Re: Tempo am Rad?

#5

Beitragvon Ulrike » 22.05.2019, 18:48

Beitrag von Ulrike »

tanja hat geschrieben:
22.05.2019, 16:17
Dennoch frage ich mich, ob es „gesund“ ist, sie das Tempo bestimmen zu lassen? :gruebel:
Bei Lucys Alter und ihrer Konstitution hätte ich da gesundheitlich kaum Bedenken, zumal ihr ja auch nicht täglich
stundenlang radelt. Für die Gesundheit ganz wichtig finde ich aber, die Temperaturen gut im Auge zu behalten und
immer ausreichend Wasser dabei zu haben, auch bei nur 1 Stunde. Je wärmer es ist, desto "ungesünder" wird es,
wenn die kleinen Flitzer das Tempo selbst bestimmen, vor allem, wenn sie älter werden und höhere Temperaturen
ohnehin nicht mehr so gut haben können. Da muss man dann zwingend den Hund ausbremsen, sonst droht ein
Kreislaufkollaps oder Schlimmeres. Ich habe es bei Nelly immer wieder erlebt, dass ihr gerade die Sprints am meisten
Spaß gemacht haben, auch wenn sie mich dabei mitgezogen hat. Ihre - wenn auch heute deutlich kürzeren - Sprints
muss sie aber immer noch ausleben :winkgrin: . Gesundheitlich geschadet hat ihr das bis heute nicht, im Gegenteil.

tanja hat geschrieben:
22.05.2019, 16:17
Ist es so, dass Hunde ihre Grenzen bzw. das Maß beim Laufen selber finden, was ihnen gut tut?
Für Nelly gilt hier ein klares Nein! Sie kennt ihre Grenzen bis heute nicht und würde im Zweifel bis zum Herzschlag
weiterrasen. Aber Nellys Mentalität hat keine Allgemeingültigkeit. Vielleicht gibt es ja auch vernünftigere Hunde,
sonst braucht es eben unsere Vernunft (s.o.) :pfeif:

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Re: Tempo am Rad?

#6

Beitragvon HappyElisabeth » 22.05.2019, 19:41

Beitrag von HappyElisabeth »

Beim Lesen Eurer Beiträge zum Tempo am Rad, bin ich dankbar, dass ich bislang Hunde wie Tim, Henry, Happy und Juna hatte, bzw. habe. Was ihr mit Euren Hunden leisten könnt, könnte weder ich*, noch hätte das einer meiner 4 Beagles gekonnt. Die laufen, wandern und gehen spazieren, rennen auch im Freilauf mal eine Zeit, aber eine Stunde am Rad? :gott:
(*ich hätte es auch vor 31 Jahren beim ersten Beagle nicht gekonnt)

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Re: Tempo am Rad?

#7

Beitragvon tanja » 22.05.2019, 19:57

Beitrag von tanja »

Ulrike, klar, ich achte auf die Temperaturen. Heute hatten wir hier nur 12 Grad :winkgrin: Bei über 15 Grad fahre ich in der Sonne schon gar nicht gern, auch um meinetwillen.
Lis, wir waren immer schon Bewegungsmenschen, und Lucy ist eine Rakete :crazy: Mit Emmchen ging das auch nicht. Sie hat unnützes Laufen und so auch am Rad gehasst!

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Re: Tempo am Rad?

#8

Beitragvon Max » 23.05.2019, 04:00

Beitrag von Max »

jutta hat geschrieben:
22.05.2019, 17:20
Ich glaube, da muss man die Hunde auch stoppen. Mal ein kurzer Sprint und dann wieder neben dem Rad. Ich denke durch den Adrenalinschub und die Geschwindigkeit verlieren die Hunde das verträgliche Maß.
Außerdem ist zu bedenken, dass sie beim ihrem Anführer mithalten wollen. Sie wollen nicht schwach erscheinen, also geben sie 150%, wobei 70% Dauerbelastung besser wären - das wissen Hunde aber nicht so genau, darum posen sie lieber mit mehr als eigentlich geht.


Ich habe meine Staff-Lady immer an der Leine gehabt, die Leine hatte ich in der rechten Hand.
Rechts ist klar wegen Verkehr. In der Hand deshalb, weil ich dann spüren konnte, was tatsächlich noch an Kraft da ist.
Da Staffies nicht unbedingt Ausdauersportler sind, habe ich immer nur kurze Fahrten gemacht, 20 Minuten in etwa. Am Anfang loses Eintraben, dann konnte sie das Tempo bestimmen (sie hat es grundsätzlich gehasst, wenn irgendwer vor uns war). Trotz ihres Eifers, an erster Stelle zu sein, hat sie dann das Tempo variiert.
Im letzten Drittel der Fahrt durfte sie so über 150 bis 200 Meter maximal rennen (das konnten dann an die 50 bis 60 km/h werden).

Nun der große Unterschied zu Euren Hunden...
Ein Am. Staff kann ohne Probleme schwere Gewichte ziehen, da sind meine damaligen 70kg plus Rad für die 35kg Muskelmasse in schwarz ein Witz gewesen. Sie hat mich über einige Streckenabschnitte komplett gezogen, außer bergauf - da hat sie nur gezogen, wenn ich auch getreten habe.


Kurz gesagt, ich habe immer per Leine fühlen können, welche Leistung noch vorhanden ist, so konnte ich auch steuern, dass keine Überlastung stattfindet.

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Re: Tempo am Rad?

#9

Beitragvon Steffen » 23.05.2019, 10:32

Beitrag von Steffen »

Ich fahre mit dem MTB und habe den Hund mit Geschirr und an einer Bungee-Leine an meiner Hüfte festgemacht. Ich bestimme das Tempo. Immer ein leichter Trab und den Hund auf der rechten Seite. Allerdings habe ich nur 3 Minuten zum Wald zu fahren. Ab da trenne ich die Leinenverbindung.
Getrennt marschieren, gemeinsam siegen...

Gruß

Steffen

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Re: Tempo am Rad?

#10

Beitragvon tanja » 23.05.2019, 15:39

Beitrag von tanja »

Max, die Größenunterschiede in Sachen Gewicht sind völlig klar! Ich wage auch zu bezweifeln, dass Lucy mich eine Stunde lang ziehen könnte.
Ich weiß nicht, ob ich es missverständlich dargestellt habe, aber ich wollte eigentlich sagen, dass sie die ganze Zeit galoppieren WÜRDE, und das ihre liebste Gangart ist. Wenn ich bemerke, dass sie so einen irren Blick bekommt und immer schneller wird, sorge ich schon dafür, dass wie wieder langsamer werden. Eben, weil ich unsicher bin diesbzgl. und besorgt, was „gesund“ ist und was nicht!

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Re: Tempo am Rad?

#11

Beitragvon tanja » 23.05.2019, 15:42

Beitrag von tanja »

Steffen64 hat geschrieben:
23.05.2019, 10:32
Ich fahre mit dem MTB und habe den Hund mit Geschirr und an einer Bungee-Leine an meiner Hüfte festgemacht. Ich bestimme das Tempo. Immer ein leichter Trab und den Hund auf der rechten Seite. Allerdings habe ich nur 3 Minuten zum Wald zu fahren. Ab da trenne ich die Leinenverbindung.
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Gruß

Steffen
Ja, ich fahre auch mit einer Hüftleine. Am Anfang leichter Trab ist auch klar. Verstehe ich dich richtig, dass ihr nur 3 Minuten mit dem Rad unterwegs seid und danach zu Fuß? Oder läuft sie dann im Wald weiter am Rad? Wie handhabst du es denn wenn ja dort mit dem Tempo?

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Re: Tempo am Rad?

#12

Beitragvon Steffen » 23.05.2019, 16:05

Beitrag von Steffen »

tanja hat geschrieben:
23.05.2019, 15:42
Steffen64 hat geschrieben:
23.05.2019, 10:32
Ich fahre mit dem MTB und habe den Hund mit Geschirr und an einer Bungee-Leine an meiner Hüfte festgemacht. Ich bestimme das Tempo. Immer ein leichter Trab und den Hund auf der rechten Seite. Allerdings habe ich nur 3 Minuten zum Wald zu fahren. Ab da trenne ich die Leinenverbindung.
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Ja, ich fahre auch mit einer Hüftleine. Am Anfang leichter Trab ist auch klar. Verstehe ich dich richtig, dass ihr nur 3 Minuten mit dem Rad unterwegs seid und danach zu Fuß? Oder läuft sie dann im Wald weiter am Rad? Wie handhabst du es denn wenn ja dort mit dem Tempo?
Hallo Anja,

Ginger läuft nur bis zum Waldrand angeleint mit mir am Rad. Im Wald leine ich sie ab und ich fahre gemütlich so 10 Km. Ginger kann ihr Ding machen, muss aber zusehen, dass sie vor lauter schnüffeln den Anschluss an mich nicht verliert.

Grüße

Steffen

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Re: Tempo am Rad?

#13

Beitragvon tanja » 27.05.2019, 14:30

Beitrag von tanja »

Heute haben wir mal eine längere Tour mit den Rädern gemacht: Ca. 16km. Da wir vorher noch nicht wussten, wie lange wir fahren würden, haben wir also erstmalig Emmchens altes Wägelchen als Fahrradanhänger umgebaut und mitgenommen :2thumbs: So fühlte ich mich ein wenig sicherer, Lucy im Zweifel nicht zu überfordern.
Es hat prima funktioniert, auch mit dem Tempo! Zwischendurch kam sie in den Anhänger, was sie selber natürlich nicht für nötig befand und uns das eine Weile vorquengelte :irre3: :jumpgrin: Ich denke, so konnten wir sie aus- aber nicht überlasten :2thumbs:

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