Impulskontrolle

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Silke
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#31

Beitragvon Silke » 02.04.2010, 07:58

Beitrag von Silke »

Ich bin mit Karla mittlerweile soweit, daß sie die Rehe nur anguckt (mit mir zusammen) und leise bis mittellaut fiepst. Nach ein paar Minuten gucken, kann ich sie dann relativ gut mitnehmen und weiter gehen. Sollte sich allerdings ein Reh bewegen, ist es mit der Kontrolle vorbei. Dann hängt sie in der Leine und schreit. Ohne Leine hätte ich allerdings 0,000 Kontrolle über sie. Da würde sie niemals stehen bleiben und nur gucken.
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snakchen
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#32

Beitragvon snakchen » 02.04.2010, 08:02

Beitrag von snakchen »

Ja so ist das hier auch. Wenn keine Leine dran ist läufft Columbia erstmal und schaut dann. Mit Leine ist es umgekehrt.
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Silke
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#33

Beitragvon Silke » 02.04.2010, 08:05

Beitrag von Silke »

Ohne Leine würde Karla niemals stehen bleiben. Da sprintet sie los und geht arbeiten. Da sie aber niemals mehr ohne Leine laufen wird, bin ich ganz zufrieden mit dem jetzigen Verhalten.
Gast

#34

Beitragvon Gast » 02.04.2010, 08:29

Beitrag von Gast »

Huhu
snakchen hat geschrieben:Habt ihr nicht so Gebiete, wo fast jedesmal Wild auftaucht? Bei mir in der Nähe im Wald kann ich mir zu 95% sicher sein, dass Rehe aufspringen. Ich hab verschiedene Gebiete für verschiedene Schwierigkeitsstufen :yes:
lg, Karin
Ich weiß zwar wo sie sind, wo sie über die Waldstraße laufen, auch ungefähr wann, aber genau das blockiert mich total, bevor ich an diese Stellen komme ist Elvan an der Leine, ich beschäftige mich mit ihm und bin bemüht dass es das Wild nicht sieht, weil ich ihn ja auch ein Stück weiter wieder ableinen will und einfach denke er könnte sonst zurück laufen und doch nochmal kontrollieren ... Klar, ist wahrscheinlich saudoof von mir :datz: ich müsste diese Gelegenheiten evtl. anders nutzen ... aaaaber mich blockiert die Frage: "Was ist danach? Was ist wenn ich morgen ganz unbeschwert da lang gehen will weil ich weiß jetzt ist die Zeit wo sie nicht da sind, was macht mein Hund wenn er sie am Tag zuvor an dieser Stelle gesehen hat und vielleicht richtig scharf drauf war?" ... :gruebel: :nixweiss:
Wenn wir sie mit bißchen mehr Abstand sehen, so im vorbeigehen und Elvan nur kurz schaut, ich werf paar Leckerlies dass wir schneller voran kommen, er nimmt sie obwohl er vorher im Vorbeigehen kurz die Rehe oder den Hasen gesehen hat, dann bin ich jedes Mal total froh dass ich keinen großen Aufstand machen muss und es so leicht geht, weil er sich erst gar nicht reingesteigert hat. Beim Reh ist das auch wesentlich leichter als beim Hasen.
Weiß nicht ob es jetzt daran liegt dass der Hase eben das Top überhaupt ist oder dass wir eben von Anfang an mehr im Wald waren als auf den Wiesen ... Vielleicht sind die Rehe für ihn weniger reizvoll weil er an die Gerüche igendwie gewöhnt ist??? :nixweiss:
Wenn wir nen Hasen sehen der über den Weg läuft, dann gibts ein schnelles Stop, er ist bis jetzt auch immer stehen geblieben, so konnte ich zu ihm hin, ihn vorsichtig anleinen und dann habe ich erst versucht ihn zu beschäftigen. Wenn er aus dem Stop nämlich raus ist, diese Sperre weg ist, dann bin ich mir auch nicht sicher ob er jetzt meine Signale wahrnimmt oder doch der Hase gewinnt, also leine ich ihn an solange er im Stop verharrt.
Ich merke aber auch, auf dem Rückweg ist genau diese Stelle wieder hochinteressant, deshalb kommt er auch ein gutes Stück vorher sicherheitshalber schon wieder an die Schleppleine.
Beim Reh ist das wieder anders. Da schüffelt er so zwei drei Schrittchen drauf, aber ist nicht gleich so ganz weggetreten, lässt sich noch bremsen ...
Bienchen

#35

Beitragvon Bienchen » 03.04.2010, 07:43

Beitrag von Bienchen »

Silke hat geschrieben:Ich bin mit Karla mittlerweile soweit, daß sie die Rehe nur anguckt (mit mir zusammen) und leise bis mittellaut fiepst. Nach ein paar Minuten gucken, kann ich sie dann relativ gut mitnehmen und weiter gehen. Sollte sich allerdings ein Reh bewegen, ist es mit der Kontrolle vorbei. Dann hängt sie in der Leine und schreit. Ohne Leine hätte ich allerdings 0,000 Kontrolle über sie. Da würde sie niemals stehen bleiben und nur gucken.
Solange sich Wild nicht bewegt, ist das wohl für die wenigsten ein Problem.

Bei uns im Wald wimmelt es auch vor Wild, aber dennoch gibt es Phasen wie momentan, da hab ich bestimmt schon 3 Wochen kein Reh mehr gesehen. Hugo lässt sich ja, wie gesagt ins Platz rufen oder trillern, aber bei Amy zum Beispiel, die auf Spuren abfährt, kann man ja eben die Spuren gar nicht sehen. Naja....Ich bin einfach der Meinung, dass ein Hund diese alltägliche Impulskontrolle absolut beherrschen kann, aber trotzdem diese am Wild nicht beherrscht.
Diese Impulskontrolle kann jeder Hund ganz einfach lernen, hat der Hund aber richtig Trieb, wird dieser Gehorsam am Wild nichts bringen. Amy beherrscht die Impulskontrolle sogar noch besser als Hugo, trotzdem kann ich ihn vom Reh und der Spur abrufen und Sandra hat bei Amy so gut wie keine Chance mehr. Versteht ihr, was ich meine.
Gast

#36

Beitragvon Gast » 03.04.2010, 07:53

Beitrag von Gast »

Jaja, der Trieb der Trieb :gott: :gott: :gott:
Es bleibt halt nichs als lebenslänglich dran arbeiten und eben auch immer die Augen offen halten und bereit sein. Mit er Zeit erkennt man ja auch ein Muster, bevor sie durchstarten zeigen sie ein ganz bestimmtes Verhalten und je eher man das erkennt umso größer ist eben die Chance noch eingreifen zu können, vorausgesetzt der Hund ist nicht so weit weg dass man keinen Einfluss mehr drauf nehmen kann ...
Rinaldo

#37

Beitragvon Rinaldo » 03.04.2010, 08:26

Beitrag von Rinaldo »

Hallo,

schön, wenn eure Hunde ein Muster zeigen, bevor sie durchstarten:-))

Monti ist da eher unberechenbar :datz:

LG
Marion
Gast

#38

Beitragvon Gast » 03.04.2010, 10:17

Beitrag von Gast »

Huhu Maron

Doch, doch, man sieht schon wenn es los geht, wenn man in dieser einen Sekunde nicht gerade woanders hinschaut :winkgrin: Wäre natürlich schöner wenn man da ne Minute hätte, aber sind eben nur wenige, ganz wenige Sekunden ... Hast mal genau geschaut was Dein Hund macht bevor er trabt, gallopiert, schreit und dann rennt?
Rinaldo

#39

Beitragvon Rinaldo » 03.04.2010, 10:45

Beitrag von Rinaldo »

Hallo Rita,

ich kenn den Monti nun nach 6 Jahren in und auswendig. Manchmal zeigt er diese Sekunde vorher an - manchmal aber auch nicht................leider. Da gibt es keinen einzigen Hinweis..........er muss auch nicht unbedingt Wild sehen oder auf eine Spur stoßen, damit es losgeht. Es ist auch schon vorgekommen, dass er einfach so abgeht, um sich eine Spur zu suchen......... :datz:

Ja ja, der Monti ist manchmal echt schon komisch...........

LG
Marion
Gast

#40

Beitragvon Gast » 03.04.2010, 11:01

Beitrag von Gast »

Es ist auch schon vorgekommen, dass er einfach so abgeht, um sich eine Spur zu suchen.........
Ach sooooo... Wie, dat erlaubst Du dem???? :gott: :lachtot: :lachtot: :lachtot: *Scherzbeiseite*

Ja, wenn Elvan nicht beschäftigt wird, dann kommt er auch auf solche Ideen - wer keine Beschäftigung hat muss sich ja schließlich eine Suchen ... Deshalb ist es halt auch ein wenig anstrengender mit so einem Hund, nämlich genau wenn die anfangen zu Bummeln und keinen Plan haben bwz. nix zu tun ... dan suchen sich die Arbeitstiere was ...
Ist aber auch ärgerlich, dass sie nciht einfach mal so die Langeweile genießen und neben uns her bummeln können ... Immer nur Arbeit im Kopf :datz: :gott:
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#41

Beitragvon Silke » 03.04.2010, 12:09

Beitrag von Silke »

das ist es bei Karla ja eben auch. Wenn ich sie von der Leine lassen würde, würde sie losgehen und sich eine Spur suchen.

Bis vor kurzem war es Karla noch egal ob sich das Wild bewegt oder nicht. Sie ist mit Geschrei losgestartet. Dann auch ohne vorheriges Anzeigen, von 0 auf 180.
Rinaldo

#42

Beitragvon Rinaldo » 03.04.2010, 13:00

Beitrag von Rinaldo »

@Rita

Ironie beiseite: Monti leidet bestimmt nicht unter Langeweile!
Und ich habe ja auch geschrieben, dass alles ok ist, solange er beschäftigt wird oder unter einem Kommando steht. In dieser Zeit kann er dann jedoch z.B. nicht "pieseln" oder sein großes Geschäft erledigen und schon gar nicht einfach mal Zeitung lesen.......

Es ist schon vorgekommen, dass wir in der Gruppe fast 2 Std. hart trainiert haben. Als Belohnung sollten die Hunde nochmal kurz toben dürfen. Nachdem ich ihn freigegeben habe, ist er sofort, wie von der Tarantel gestochen losgestürmt. Es war jedoch kein Wild in Sicht und eine Spur hatte er auch nicht ...... - aber er hat sich eine gesucht und auch gefunden. Zwei Reviere weiter wurde dann ein Beagle gesichtet, der einem Reh spurlaut hinterhergehetzt ist :datz:

Ich finde es toll, dass der Freilauf bei dem ein oder anderen Beagle gut klappt. Die kleinen Racker haben jedoch erhebliche Unterschiede in der Ausprägung des Jagdtriebes. Ich bekomme diese Unterschiede ja tagtäglich allein durch die Betreuung der Pensionsbeagle mit.....

LG
Marion
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#43

Beitragvon snakchen » 03.04.2010, 15:29

Beitrag von snakchen »

Hast du denn ein Supersignal?

lg, Karin
Gast

#44

Beitragvon Gast » 03.04.2010, 16:12

Beitrag von Gast »

Hm, jetzt muss ich doch mal widersprechen......
Auch bei Amy habe ich nicht den Hauch einer Chance, wenn sie ne Spur hat.
Überhaupt gar nicht. Auch nicht, wenn sie am arbeiten ist. Das geht in einem Bruchteil einer Sekunde. Da komme ich noch nicht mal dazu Luft zu holen, zum rufen :nixweiss: ......... Manchmal gibt es auch nicht so "tolle" Spuren wo sie rumwusselt, hektisch wird............klar, da kann ich abrufen. Aber in den andren Fällen nicht.
Und ohne Schleppleine.............. :gruebel:
Ich kenn sie super gut. Amy ist für mich ein offenes Buch und trotzem bin ich da machtlos.
Im Gegensatz zur Wildsichtung. Da steht sie kurz vor, um genau zu fixieren. Da kann ich noch reagieren, was leider, leider nicht wirklich immer bei ihr fruchtet.
Impulskontrolle ist unser ständiger Begleiter auf Spaziergängen. Eigentlich ist jeder Spaziergang Training.
Mir kommt sie manchmal vor, dass da im Kopf ein Schalter umgelegt wird und sie nichts und niemand mehr registriert. Wobei sie im Normalfall durch den Wald schlurft als würde sie gleich einschlafen. Sie ist kein hektischer oder "flinker" Beagle in dem Sinn und trotzdem total unberechenbar.
Und da bei mir doch immer die Angst mitgeht, sie verletzt sich mal, kann nicht mehr zurück oder weiß Gott was, lasse ich sie lieber an der Schleppe.
Supersignal haben/hatten wir auch. Aber wenn es hart auf hart kommt, kann ich mir meinem Pfiff sonst wo hin stecken :crazy: Da hört und sieht sie nix mehr :datz: Zum Glück blieb sie bei ihren letzten Abgängen nie lange fort. Vor ca 2 wochen ist sie mit einem aufspringenden Hasen zusammengestoßen :irre3: Ist mir mit schleppender Leine ab, kam nach 10 Minuten wieder
Rinaldo

#45

Beitragvon Rinaldo » 03.04.2010, 16:20

Beitrag von Rinaldo »

Hallo Sandra,

deine Amy und Monti würden sich wahrscheinlich super gut verstehen. Deine Beschreibung kann ich haargenau für uns übernehmen. Monti ist auch kein besonders lebhafter Beagle - eher das Gegenteil - aber halt auch unberechenbar und leider überhaupt nicht vertrauenswürdig:-((.

Das Supersignal haben wir auch über Monate konditioniert. Wenn es jedoch hart auf hart kommt, bringt es mir überhaupt nichts:-((

LG
Marion
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