AB im Fleisch

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AB im Fleisch

#1

Beitragvon Steffen64 » 05.11.2019, 11:17

Beitrag von Steffen64 » 05.11.2019, 11:17

@ alle Barfer: Ich habe mal eine Frage ganz am Rande. Wenn ihr Hühnerteile füttert, ist das nicht bedenklich wegen Antibiotika im Fleisch, welches speziell bei der Massentierhaltung verwendet wird? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rohware, selbst wenn Boden- oder Freilandhaltung drauf steht, frei von Antibiotika ist.

Würde mich interessieren, da ich Huhn, Pute, etc als Mensch nicht esse und es auch beim Hundefutter außen vor lasse. t

Wie gesagt, will nicht nicht einmischen!! Wollte nur mal eure Meinung hören.

Danke fürs Feedback...
Zuletzt geändert von jutta am 05.11.2019, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.

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#2

Beitragvon jutta » 05.11.2019, 11:30

Beitrag von jutta » 05.11.2019, 11:30

Steffen64 hat geschrieben:
05.11.2019, 11:17
@ alle Barfer: Ich habe mal eine Frage ganz am Rande. Wenn ihr Hühnerteile füttert, ist das nicht bedenklich wegen Antibiotika im Fleisch, welches speziell bei der Massentierhaltung verwendet wird? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rohware, selbst wenn Boden- oder Freilandhaltung drauf steht, frei von Antibiotika ist.
Dies ist auch einer der Gründe, warum ich nur noch selten Hühnerzeugs gebe. Da wir, wenn Huhn nur Bioware essen, bekommt der Hund davon was ab u. a. die Flügel, was vorgestern der Fall war. Das betrifft auch Eier, die bekommt er regelmäßig, aber halt Bio.

Gast

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#3

Beitragvon Gast » 05.11.2019, 11:45

Beitrag von Gast » 05.11.2019, 11:45

Steffen64 hat geschrieben:
05.11.2019, 11:17
Wenn ihr Hühnerteile füttert, ist das nicht bedenklich wegen Antibiotika im Fleisch, welches speziell bei der Massentierhaltung verwendet wird?
Massentierhaltung, das ist das Stichwort.
Antibiotika werden nicht nur Geflügel, sondern auch Rindern, Schweinen und Schafen etc. verabreicht.
Vielleicht ausgenommen sind davon Exoten wie Känguru o.ä..
Wirklich ganz sicher kann man sich auch bei Bio nicht sein.

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#4

Beitragvon jutta » 05.11.2019, 11:56

Beitrag von jutta » 05.11.2019, 11:56

Steffen64 hat geschrieben:
05.11.2019, 11:17

Wollte nur mal eure Meinung hören.
Noch etwas dazu, Steffen. Das Thema AB und andere Arzneimittel, die aufgrund der Massentierhaltung gegeben werden, trifft natürlich auf alle konventionell gehaltenen Tiere zu. Selbst bei Bio muss man hinschauen, was ich z. B. auch tue.
Nirgend wird ja so viel AB eingesetzt, wie bei Geflügel.
Klar könnte ich nun sagen, alles Bio für den Hund, aber das wirklich gute Fleisch bei Bio hat dann auch echt seinen Preis. Puh, da passe ich dann auch.
Aber, was wird denn im Fefu verwendet?
Man muss halt abwägen.

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#5

Beitragvon Max » 05.11.2019, 12:07

Beitrag von Max » 05.11.2019, 12:07

Antibiotika werden aus zwei Hauptgründen gegeben.
1.) Gesunderhaltung, da kommen fast alle irgendwie mal zu einer Portion Antibiotika
2.) zu Mastzwecken, das ist ein Massenhaltungsbonus, ob sich der nur auf Geflügel beschränkt,ist fraglich, da speziell Schweine mit Antibiotika zusätzlich versorgt werden, um den Masseaufbau zu beschleunigen und zu vergrößern.

Aber irgendwie kommt man als Käufer von Fleisch nicht drumherum, dass die Tiere vorher mit Antibiotika versorgt wurden.
Ob Exoten weniger oder keine Antibiotika bekommen haben, ist noch fraglich, da keine Wildtiere auf unseren Tellern landen, sondern auch aus Züchtereien, nur mit dem Unterschied, dass die keine deutschen Kontrollbehörden am Hals haben, ich würde nicht hoffen, dass die komplett ohne Antibiotika groß geworden sind.

Man kann sich nur sehr sicher sein, wenn man Wild kauft. Beim Jäger des Vertrauens sollte das kein großes Preisproblem sein und die Frische stimmt auch.
Private Schweine- oder Rinderzüchter sind ziemlich eng an offizielle Regularien gebunden, dürfen z.B. nur bestimmtes Futter verwenden (bzw. bestimmtes Futter eben nicht) und da wird der Tierarztbesuch auch mit Antibiotika ablaufen.

Wer sicher sein möchte, sollte auf Wild von einem persönlich bekannten Jäger bauen. Denn bei Wild aus einem Gatter hätte ich auch schon wieder so meine Zweifel...


Übrigens ist das Fleisch im Laden für Menschen zugelassen, da dürfte sich die Belastung generell so halbwegs in Grenzen halten. Bedenklich wird es erst, wenn wir Chlor-Hühnchen aus den USA bekommen.


Gruß Max

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Re: AB im Fleisch

#6

Beitragvon jutta » 05.11.2019, 14:10

Beitrag von jutta » 05.11.2019, 14:10

Max hat geschrieben:
05.11.2019, 12:07
Antibiotika werden aus zwei Hauptgründen gegeben.
1.) Gesunderhaltung, da kommen fast alle irgendwie mal zu einer Portion Antibiotika
2.) zu Mastzwecken, das ist ein Massenhaltungsbonus, ob sich der nur auf Geflügel beschränkt,ist fraglich, da speziell Schweine mit Antibiotika zusätzlich versorgt werden, um den Masseaufbau zu beschleunigen und zu vergrößern.
Aufgrund der geringsten industriellen Lebensdauer von Hühnern, sind diese halt besonders stark betroffen. Denn soweit ich die Zahlen noch im Kopf habe, bekommen sie während ihrer kurzen Lebenszeit (ca. 4 Wochen) fast genauso viel AB wie
z. B. Schweine (gute 6 Monate).

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Re: AB im Fleisch

#7

Beitragvon Steffen64 » 05.11.2019, 17:14

Beitrag von Steffen64 » 05.11.2019, 17:14

Danke für eure Rückmeldung. Ja, stimmt schon, wer wirklich Fleisch ohne Antibiotika haben möchte, muss jemanden total vertrauen und richtig tief in die Tasche greifen (wollen).
Ist kurios: Beim Hundl mache ich mir 'nen Kopf und selber kaufe ich angeblich Bio-Fleisch im Supermarkt.
Natürlich weiß ich dort auch nicht, was der Erzeuger getan hat. :irre3:

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Re: AB im Fleisch

#8

Beitragvon Max » 05.11.2019, 17:35

Beitrag von Max » 05.11.2019, 17:35

Steffen64 hat geschrieben:
05.11.2019, 17:14
... wer wirklich Fleisch ohne Antibiotika haben möchte, muss jemanden total vertrauen und richtig tief in die Tasche greifen (wollen).
Warum?

Beim Jäger ist Fleisch nicht so schrecklich teuer.
Wer privat Schlacht-Tiere hält, muss sie eigentlich melden und sich an recht strenge Regeln halten. Hatte ich gerade am WE ein Gespräch mit einer Familie, die das tut, sie sind recht unglücklich darüber, weil sie weniger natürlich ernähren müssen als sie gerne wollten.

Bei solchen Leuten hat man zumindest eine klare Aussage zu Tierarztbesuchen. Und auch dort, wenn man Fleisch bekommt, ist es nicht schrecklich teuer. Man muss ja nun nicht die Bratenstücke, Steaks und Filet für den Hund kaufen.

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Re: AB im Fleisch

#9

Beitragvon Steffen64 » 05.11.2019, 19:52

Beitrag von Steffen64 » 05.11.2019, 19:52

Mit "tief in die Tasche greifen " habe ich eher das Fleisch für uns Menschen gemeint.

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