Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

Hilfe bei Problemen und Tipps für ein glückliches Beagleleben!
ÖFFENTLICH LESBAR!

Moderatoren: Karin, BeagleFriends-Team

Antworten
Benutzeravatar
jutta
Cheffin vons Janze
Cheffin vons Janze
Beiträge: 19963
Registriert: 20.03.2006, 11:49
Hund(e): Elio: 22.05.2015
♡ Moritz: 03.09.2000 - 13.03.2015
♡ Hobi: 23.07.2002 - 21.09.2014
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 97 Mal
Danksagung erhalten: 209 Mal
Kontaktdaten:

Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#1

Beitragvon jutta » 23.11.2019, 10:40

Beitrag von jutta » 23.11.2019, 10:40

Hi ihr Lieben,
was meint ihr, gibt es grosse Unterschiede? Speziell denke ich da an die Erziehung.
Wir hatten bisher immer Rüden, deshalb kann ich keinen Vergleich ziehen, wenn man das überhaupt kann, denn jeder Hund ist ja auch wieder anders.
Rüde kommt ja vom Adjektiv rüde und bedeutet rücksichtslos, grob.
Eine gewisse Prolligkeit der Rüden, anderen Rüden gegenüber konnte ich durchaus schon feststellen. Besonders bei potenten Rüden.
Den Hündinnen sagt man mitunter ja eine gewisse Zickigkeit nach, was ich auch schon beobachten konnte, speziell anderen Hündinnen gegenüber. Das ist natürlich nur meine Interpretation gewesen.

Wie seht ihr das, was sind eure Erfahrungen mit den Geschlechtern bei Hunden?
Zuletzt geändert von jutta am 25.11.2019, 13:38, insgesamt 1-mal geändert.

HappyElisabeth
so happy mit Happy und Juna
Beiträge: 7577
Registriert: 14.08.2006, 07:56
Hund(e): Happy, 12.02.2001 - 5.12.2016
Juna, 21.04.2011
Wohnort: Langgöns
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 25 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#2

Beitragvon HappyElisabeth » 23.11.2019, 19:55

Beitrag von HappyElisabeth » 23.11.2019, 19:55

Wir hatten von 1988 bis 2016 Rüden, seit 2014 unsere erste Hündin.
Ich kann jetzt nicht sagen, ob es daran liegt, dass wir inzwischen viel Beagle-Erfahrung haben oder ob wir mit Juna eine ausgesprochen liebe, leicht zu erziehende Hündin bekommen haben, aber sie ist ein Traum.
Die ersten Wochen und Monate nachdem sie aus dem Labor/Klinik zu uns kam, war das einzige Problem, dass sie überall Grenzen gesucht hat. Egal ob Beagle-Garten oder Hundeschule - sie war nur am Rand unterwegs. Inzwischen ist sie eine sehr treue Seele, die uns gerne folgt. Sie flitzt wie irre durch die Gegend, lässt sich aber gut rufen.
Ich habe unsere drei Rüden geliebt, aber so eine Brave wie Juna hatten wir noch nicht.

Benutzeravatar
jutta
Cheffin vons Janze
Cheffin vons Janze
Beiträge: 19963
Registriert: 20.03.2006, 11:49
Hund(e): Elio: 22.05.2015
♡ Moritz: 03.09.2000 - 13.03.2015
♡ Hobi: 23.07.2002 - 21.09.2014
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 97 Mal
Danksagung erhalten: 209 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#3

Beitragvon jutta » 25.11.2019, 10:56

Beitrag von jutta » 25.11.2019, 10:56

Danke Lis :hug:

Hat ansonsten niemand etwas zum Thema zu sagen?

Steffen
mit Körbchen-Schredderer
Beiträge: 869
Registriert: 17.05.2019, 17:27
Hund(e): Ginger, Hündin, 01.01.2015.
Wohnort: Mitten im Kraichgau
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 36 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#4

Beitragvon Steffen » 25.11.2019, 12:01

Beitrag von Steffen » 25.11.2019, 12:01

Kann leider nix dazu beitragen. Ist ja unser Ersthund. Verfolge die Einträge aber sehr gespannt.

Benutzeravatar
Gaby
und Mondgöttin Luna
und Mondgöttin Luna
Beiträge: 4942
Registriert: 26.09.2015, 20:38
Hund(e): Luna 02.02.2007
Hat sich bedankt: 78 Mal
Danksagung erhalten: 66 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#5

Beitragvon Gaby » 25.11.2019, 12:22

Beitrag von Gaby » 25.11.2019, 12:22

Ich kann auch nicht direkt vergleichen da wir ja nur eine Hündin haben.
Von früher weiß ich dass unser Familienhund ein Rüde, immer arge Probleme mit
der Läufigkeit der Hundedamen hatte. Er saß dann nämlich immer vor der Tür und
jaulte. Mit Hundbegegnungen gab es aber soweit ich mich erinnere nie große Probleme.

Luna ist sehr anhänglich und umgänglich mit Mensch und Tier.
Sie ist z.B. auch sehr gut mit anderen Hunden verträglich und wenn dann wurde sie von anderen Hündinnen mal angezickt aber immer wenn sie angeleint waren.
Ok ein bisschen zickig kann sie auch schon mal sein wenn andere ihr zu nahe kommen wenn sie keine Lust darauf hat. :winkgrin:
Von zwei Bekannten weiß ich aber auch dass sie mit ihren jungen Rüden Probleme haben oder hatten, der eine ist jetzt schon älter, wenn sie angeleint aufeinandertreffen so dass sie kaum gehalten werden können.
Aber das ist sicher alles auch von Hund zu Hund ganz unterschiedlich und liegt nur bedingt am Geschlecht.

Benutzeravatar
Bombelino
mit Dr. Watson auf Spurensuche
Beiträge: 260
Registriert: 22.10.2019, 09:54
Hund(e): Dr. Watson 21.04.2019
Hat sich bedankt: 22 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#6

Beitragvon Bombelino » 25.11.2019, 12:37

Beitrag von Bombelino » 25.11.2019, 12:37

jutta hat geschrieben:
23.11.2019, 10:40
Rüde kommt ja vom Adjektiv rüde und bedeutet rücksichtslos, grob.
Woher hast du das denn?
Laut dem Duden zB. Stammt das Wort vom mittelhochdeutschen rü(e)de und/oder dem althochdeutsch rudio.

Das es von rüde abstammt oder eine Verwandschaft hat habe ich noch nie gehört und würde gerne mal etwas fundiertes darüber lesen.

Zum Rest kann ich nicht wirklich was beitragen weil bei unserer letzten Hündin war ich noch zu jung.

Benutzeravatar
jutta
Cheffin vons Janze
Cheffin vons Janze
Beiträge: 19963
Registriert: 20.03.2006, 11:49
Hund(e): Elio: 22.05.2015
♡ Moritz: 03.09.2000 - 13.03.2015
♡ Hobi: 23.07.2002 - 21.09.2014
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 97 Mal
Danksagung erhalten: 209 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#7

Beitragvon jutta » 25.11.2019, 13:31

Beitrag von jutta » 25.11.2019, 13:31

Gute Frage. Das hatte sich so in mein Hirn gebrannt, weil auch meine Grosseltern meist Rüden hatten.
Ich ging echt davon aus, dass Rüde und rüde miteinander verwandt sind.
Manchmal sollte ich wohl doch etwas mehr googlen. :gott:

Sorry für meine falsche Behauptung . :blush:
Habe die Aussage im obigen Post durchgestrichen.

Benutzeravatar
Bombelino
mit Dr. Watson auf Spurensuche
Beiträge: 260
Registriert: 22.10.2019, 09:54
Hund(e): Dr. Watson 21.04.2019
Hat sich bedankt: 22 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#8

Beitragvon Bombelino » 25.11.2019, 14:56

Beitrag von Bombelino » 25.11.2019, 14:56

Quatsch, ist doch nicht schlimm.
Hätte mich nur gewundert weil ich während meiner Ausbildung die Abstammung von Wörtern pauken musste.
Außerdem musste ich durch meine Ausbildung zB. Altdeutsch lernen und schaue daher immer gerne woher ein Wort abstammt.
Sonst hätte ich viele Karten nicht lesen können.
Bin Vermessungstechniker.

Benutzeravatar
Sabine Kuhn
Tierflüsterin
Beiträge: 2427
Registriert: 21.08.2009, 19:05
Hund(e): Marlin 25.03.2009
Grisu (Sheltie) 12.08.2012
Wohnort: Pforzheim
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#9

Beitragvon Sabine Kuhn » 26.11.2019, 08:45

Beitrag von Sabine Kuhn » 26.11.2019, 08:45

Ich hatte gestern etwas geschrieben, hat es wohl aber nicht gespeichert :gruebel:

Wie eine Hündin so tickt kann ich nicht so richtig sagen. Hatten früher eine Hündin, war da aber selbst noch Kind/Jugendliche... Allerdings habe ich noch gut ihm Kopf, sie war auch nicht immer einfach.
Habe nun 3 Rüden, alle unkastriert. Marlin akzeptiert andere unkastrierte Rüden nur, wenn er sie von klein auf kennt. Bei diesen ist er dafür aber immer nett und duldet so viel, da denke ich immer, man ist der gutmütig! Er war schon immer gut zum ausbilden, denn für Essen tut er einfach alles :jumpgrin:
Meine Shelties, sie sind einfach gestrickt. Sie sind eigentlich fast immer gut gelaunt und für jeden Spaß zu haben. Sie gehen Streit aus dem Weg, wollen gefallen und süß sein.
Alles in allem, ich liebe meine 3 Rüden und finde sie nicht schwer zu erziehen :2thumbs:

Benutzeravatar
Kirola
und ihr bunter Jäger
Beiträge: 675
Registriert: 26.03.2008, 19:30
Hund(e): Ares 01.07.2007
Rosa 05.06.2015
Wohnort: Nordheide
Hat sich bedankt: 10 Mal
Danksagung erhalten: 14 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#10

Beitragvon Kirola » 26.11.2019, 20:01

Beitrag von Kirola » 26.11.2019, 20:01

Wir haben jetzt nach drei Rüden unsere gebrauchte :jumpgrin: Hündin Rosa. Sie hatte ja schon ein Päckchen mitgebracht. Allerdings ist sie ein super angenehmer Mitbewohner und eine kleine gelehrige und auch sehr folgsame Maus.
Aber auch unsere Rüden waren eigentlich immer gut zu händeln. Unkas der erste Beagle ein äußerst selbstbewusster, eigenbrödliger Rüde. Speedy ein Parson Terrier immer auf Vollgas und ein Selbstbewustsein als ob er eine Dogge wäre. Und unser Ares, ein immer freundlicher äußerst gehorsamer Rüde.
Also wer nun besser zu händeln ist kann ich garnicht sagen. Was mich bei den Rüden allerdings immer gestört hat ist dieses ewige markieren.

Benutzeravatar
Lori
mit Kaiserbeagle
Beiträge: 1981
Registriert: 02.10.2006, 11:31
Hund(e): Caesar (Über der Regenbogenbrücke)
Sissi 14.04.2009
Wohnort: Coppengrave
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal
Kontaktdaten:

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#11

Beitragvon Lori » 26.11.2019, 20:10

Beitrag von Lori » 26.11.2019, 20:10

Sehr interessant, wir hatten ja beides. Zickig bei Hündin kann ich unterstreichen aber auch anhänglicher. Aber ich habe z.b. auch festgestellt dass man als Person manchmal besser mit dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht klar kommt. Bei mir ist es das männliche meist, egal ob Pferd, Hund, Esel oder Kaninchen, ich komme mit den Männern besser klar. :klatsch:

LillyRose
Die Alabama-Gang
Beiträge: 404
Registriert: 11.05.2019, 20:15
Hund(e): Lilly 30.11.2013
Rose 30.11.2017
Daimi 30.09.2006
Flummi 08.07.2007
Callie 28.03.2014
Hat sich bedankt: 34 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#12

Beitragvon LillyRose » 27.11.2019, 04:13

Beitrag von LillyRose » 27.11.2019, 04:13

Ich habe 2 Jack Russell Jungs (Daimi und Flummi), 2 Beagle Hündinnen (Lilly und Rose) und eine "Rüdin" Callie, ChiChi, Dackel, Pinscher, Terrier Mix...

Ja, wo unterscheiden sie sich in Verhalten oder Erziehung???

Alle haben völlig unterschiedliche Backgrounds...von daher kann man das nicht so beurteilen, ob Rüde oder Hündin in Erziehung oder Verhalten anders ist/wär.

Ich haben verschiedene Hunderassen mit total unterschiedlicher Herkunft und Alter hier, Daimi und Flummi als Welpen aus D.
Callie mit 8 Monaten rescue und die Beagle ausgesetzt, mit ca 2 und 6 Jahren alle 3 Ladys aus AL.

Ich sehe da keinen Unterschied, was das Verhalten oder die Erziehung angeht, wenn es nur vom Geschlecht ausgehen würde.... es spielen eine Menge andere Faktoren eine Rolle...

Ich gehe auf jeden Hund einzeln ein.... jeder hier hat seinen eigenen Character...egal ob Rüde oder Hündin oder unsere kleine Rüdin Callie, die mehr markiert, als jeder unkastrierte Rüde...

LG Krissi

Benutzeravatar
bewa
Gartenfee mit botanischem Lexikon
Beiträge: 4615
Registriert: 14.09.2006, 19:33
Hund(e): Ike *11.06.1996 + 10.01.2009
Bonny *05.12.1997 + 17.06.20012
Sally *01.05.2002 + 06.01.2015
Hetty *2008 (geschätzt)
Fritz *16.10.2007
Wohnort: 49419 Wagenfeld
Hat sich bedankt: 51 Mal
Danksagung erhalten: 49 Mal

Re: Hündin und Rüde, Unterschied in Erziehung und Verhalten

#13

Beitragvon bewa » 27.11.2019, 12:09

Beitrag von bewa » 27.11.2019, 12:09

Wir hatten ja sowohl aus auch.
Mit einem Rüden sind wir ins Leben mit Hund gestartet. Nach ihm kam noch nochmals ein Rüde. Dieser bekam dann aber schnell weibliche Gesellschaft. Über 6 Jahre hinweg waren es dann 2 Hündinnen und seit nunmehr 4 Jahren haben wir wieder ein gemischtes Paar.

Alle Hunde stammen/stammten aus dem Tierschutz und kamen kastriert zu uns – abgesehen vom ersten Paar, das wurde aus unterschiedlichen Gründen bei uns kastriert.

Großartige Unterschiede haben wir nie festgestellt.
Dieses „der Rüde ist lieber beim Frauchen und die Hündin beim Herrchen“ kann ich nicht bestätigen. Es gab eine Hündin und einen Rüden, die wirklich lieber den Kontakt zu meinen Mann suchten, 2 Hündinnen sind/waren eindeutig auf mich fixiert und ganz generell galt/gilt „wenn’s brennt ist Frauchen die erste Anlaufstation“.

Bis zum jetzigen Paar habe ich immer behauptet „im gemischten Paar hat die Hündin die Hosen an“.
Dieses Paar ist durch seine Vorgeschichte so geprägt, da wich in Krisenzeiten keiner auch nur einen Millimeter zurück.

Rüden sind für mich die etwas größeren Schmusebacken, lassen einen andererseits auch aber sehr gern in Stich, wenn es anderswo vielleicht „bessere“ Schmuseeinheiten gibt.
Bei der „Erziehung“ haben die Rüden immer etwas länger benötigt, bis sie es begriffen hatten. Dann aber konnte man recht zuverlässig das Erlernte einfordern.
Hündinnen haben es schneller kapiert, sind aber grundsätzlich diejenigen, die ganz gern mal eine Entscheidung ausdiskutieren möchten – und das gern auch mehrmals.
Meine Hündinnen konnten immer besser mit Rüden, bei fremden Hündinnen waren sie doch ganz gern mal etwas zickig.
Und dann noch so ein typisches Männerklischee:
Zumindest unsere Rüden waren/sind Memmen. Da durfte man teilweise noch nicht einmal schauen, ob vielleicht unter Umständen recht unwahrscheinlich doch ein winziger Splitter in der Pfote stecken könnte, während eine Hündin mit heftiger Gebärmutterentzündung selbst in der Praxis bei der Untersuchung noch die Ruhe selbst war.

Antworten