Rassetypisches Verhalten

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Rassetypisches Verhalten

#1

Beitragvon jutta » 30.01.2020, 10:31

Beitrag von jutta » 30.01.2020, 10:31

Guter Artikel und da sind m. M. nach auch die Vereine und Züchter gefragt, aufzuklären. Das sind wir den Hunden schuldig.

zum Artikel

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Re: Rassetypisches Verhalten

#2

Beitragvon Bombelino » 30.01.2020, 12:42

Beitrag von Bombelino » 30.01.2020, 12:42

Unterschreibe ich so wie es dort steht.

Wir sind ja bei FB in drei Beaglegruppen und ich muss so oft den Kopf schütteln.
Habe mir mittlerweile aber fast komplett abgewöhnt dort auf etwas ein zu gehen.

Es werden freudestrahlend Bilder vom Beagle gepostet der den Kopf in Frauchens (oder Herrchens, der Geschlechterkampf wer bekloppter ist wütet auch dort) Suppenschüssel hat während er vor ihr auf dem Tisch steht um von eben jener Person ein paar Tage später zu lesen das doofe Beagletier ist im Wald wieder entwischt.

Ach ne, wie kann das nur passieren wo so eine konsequente Erziehung erfolgt.
Da hat die Dame extra den Rütter im TV geschaut aber trotzdem läuft der Hund weg.

Stopp.

Ich bin krank und neige dann noch mehr zum Zynismus.

Aber genau solche Sachen kommen andauernd vor.

Da fragt einer, weil er sich nen Beagle anschaffen will (ja das klingt im Ersten Moment vernünftig um im laufe des Threads in einem überheblichen klugscheißerischen Gehabe eines Volltrottels zu enden), ob das mit Beagle prinzipiell ok ist ihn mind 8 Stunden am Werktag alleine zu lassen und ohne genauerer Beleuchtung der Begleitumstände kommen da zustimmende Antworten. Ja, alles kein Problem.

Und diese Zustimmende Person liest man im nächsten Thread bestürzt darüber das wieder ein 20 Wochen alter Beagle bei eBay angeboten wird.
Aber wehe man sagt da etwas dazu. Dann ist man der Negative der alles nur schlecht redet.

Komme ich zum Fazit. Einige sind einfach zu dumm für einen Hund. Egal für welchen.
Und wenn dann rassespezifisches dazu kommt sind sie überfordert, weil selbst wenn sie gefragt haben wussten es viele besser.

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Re: Rassetypisches Verhalten

#3

Beitragvon Gaby » 30.01.2020, 14:45

Beitrag von Gaby » 30.01.2020, 14:45

Der Artikel ist leider nur allzu wahr.
Gerade der Beagle wird ja oft nur ausgewählt wegen seinem hübschen Aussehen.
Sein Charakter und seine Eigenschaften sind beim Aussuchen oft einfach nur nebensächlich oder werden ausgeblendet.
Dann landen sie oft noch als Welpe im Tierheim oder bei Ebay. Argument: zu anstrengend oder nicht erziehbar. Das ist so traurig und unfähr dem Hund gegenüber. Aber leider noch viel zu oft so. Da kenne ich auch einige Fälle.

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Re: Rassetypisches Verhalten

#4

Beitragvon Zeuss » 31.01.2020, 03:17

Beitrag von Zeuss » 31.01.2020, 03:17

Grüße in den Morgen,
jutta hat geschrieben:
30.01.2020, 10:31
Guter Artikel und da sind m. M. nach auch die Vereine und Züchter gefragt, aufzuklären. Das sind wir den Hunden schuldig.
ja schon ok, aber auch als Halter kann man auch aufklären und ggf. so einigen Pappnasen (sorry für den Ausdruck) versuchen die Augen zuöffnen.

Mal ein Beispiel aus dem Leben, noch relativ frisch zudem. Die Miss und meiner einer tappeln durchs Revier. Ein älteres Ehepaar kreuzt unseren Weg gerade als ich sie auf einem Baumstumpf absitzen lasse um ein Foto zu machen. Oh das ist doch bestimmt ein Beagle? Ja in der Tat das ist ein Beagle. So einen wollen wir uns auch holen die sehen so lieb aus. Ja so sehen die nun mal aus, aber in ihnen steckt Dr. Jekyll Mr. Hyde in Persona und das sollten sie bitte beachten. Daheim die liebsten drolligsten Wesen die man sich vorstellen kann, draußen laufen die auch richtig gerne, abgeschnallt liebend gerne auch mal davon, unter bestimmten Umständen zumindest.

Ja aber sie haben ihren doch gar nicht angebunden (O-Ton) Nein, brauche ich auch nicht, ich habe halt ihr ganzes Leben mit Training dafür gesorgt das sie abrufbar ist und bleibt, Kommandos befolgt etc. Und wie bekommt man das hin???? Haben sie denn überhaut schon mal einen Hund gehalten?frage ich. Nein.

Ok, ich kann also abkürzen und stelle die Fragen, die ich solchen Leuten dann immer stelle.

Haben sie Vorkenntnisse über Hunde?
Können sie Gesten des Hundes deuten, erkennen?
Haben sie tauglich genügend Zeit um mit dem Hund min. 2x raus zu gehen?
Wenn ja sind dies mehr wie 20 Minuten pro Gang?
Sind sie sich über die laufenden Kosten und Verpflichtungen im klaren welche auf den Halter zukommen?
Haben sie im Verhinderungsfall jemanden der sich um den Hund kümmert?
Sie sind sich im klaren das es auch mal haarig in der Wohnung sein wird?

Nachdenklich Blicke.

Wenn sie diese Fragen für sich alle mit Ja beantworten können, wir uns mal wieder begegnen, genau dann können wir uns gerne weiter unterhalten. Wir ziehen weiter und ich habe den Eindruck als ob die Miss gerade den Kopf über die beiden geschüttelt hat.

Imho, zu viele Menschen halten Hunde ohne wirklich sich wirklich im Vorfeld damit beschäftigt zu haben. Sie tun weder sich noch den Hunden eine Gefallen damit.
Gaby hat geschrieben:
30.01.2020, 14:45
Gerade der Beagle wird ja oft nur ausgewählt wegen seinem hübschen Aussehen.
Sein Charakter und seine Eigenschaften sind beim Aussuchen oft einfach nur nebensächlich oder werden ausgeblendet.
Bin ich bei dir, gehe aber davon aus das sich dies durch alle Hunderassen zieht. Ich könnte hier Beispiele von Doggen, Huskys etc. anführen wo man eigentlich nur noch mit Kopf schütteln kann.

Grüße Zeuss

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Re: Rassetypisches Verhalten

#5

Beitragvon Steffen » 31.01.2020, 08:10

Beitrag von Steffen » 31.01.2020, 08:10

Wenn ich im Wald auf Ginger angesprochen werde nach dem Motto " der sieht aber lieb aus, so einer wollen wir auch". Dann erwidere ich: " Ja, schön, STUR und selbständig ist mein Mädchen".
Wenn ich dann gefragt werde wie ich das meine und den Leuten ein paar Dinge erkläre, wie z. B täglich Training daheim und im Wald ist das Gespräch mit deren Hundeanschaffung schnell vorbei.

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Re: Rassetypisches Verhalten

#6

Beitragvon Maus1970 » 31.01.2020, 20:43

Beitrag von Maus1970 » 31.01.2020, 20:43

Ich erlebe es hier häufiger, daß Menschen sehr verwundert sind, wenn sie einen freilaufenden Beagle sehen. Bei vielen ist er als "schwer erziehbar" und "Hund der weg läuft", sagen wir mal "verschrien" Oft werde ich gefragt, ob Till nicht ein Beagle sei. Wenn ich das bejahe, kommt als nächstes die Frage: "Läuft der nicht weg? Die laufen doch immer weg"
Beagleiinteressierten versuche ich zu erklären, daß Beagle zwar ganz, ganz tolle Hunde sind, die aber nicht einfach nebenher laufen; und somit nur für Halter geeignet die Spaß und Freude daran haben mit ihrem Hund zu arbeiten, sich mit ihm zu beschäftigen und mit ihm zu trainieren. Wenn diese Dinge für den Halter ein "ich darf" und kein "ich muß" sind, sollte man intensiver über einen Beagle nachdenken.

LG

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Re: Rassetypisches Verhalten

#7

Beitragvon Bombelino » 31.01.2020, 21:39

Beitrag von Bombelino » 31.01.2020, 21:39

Maus1970 hat geschrieben:
31.01.2020, 20:43
"ich darf" und kein "ich muß"
Das gefällt mir. Muss ich mir merken.
Erweitert vllt noch mit "ich will" und vor allem"ich werde".

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